Jochen Lillich

Wer ich bin und was ich tue?
Mein Name ist Jochen Lillich, auf Twitter bin ich als @geewiz unterwegs. Ich bin 40 Jahre alt und lebe mit meiner Freundin und meiner zweijährigen Tochter in Freiburg. Nach meinem Informatik-Studium habe ich zunächst als selbständiger Systemadministrator gearbeitet, in den letzten sechs Jahren dann als IT-Manager bei WEB.DE und 1&1. Diese Erfahrung mit riesigen IT-Installationen investiere ich jetzt in mein eigenes Unternehmen Freistil-Consulting, das seit Mai dieses Jahres hochverfügbares Webhosting anbietet. Weil wir uns dabei auf das Content-Management-System Drupal spezialisiert haben, bieten wir unsere Produkte unter dem Label DrupalCONCEPT an.
Welche Hardware ich nutze?
Mit einem Mac Mini wurde ich seinerzeit zum Apple-Jünger. Danach kaufte ich 2007 ein Macbook Pro, das ich auch heute noch nutze. Im Regal liegt als Notfall-Reserve noch ein 12″ PowerBook mit OS X 10.5, den ich Ende 2008 für einen vierwöchigen Peru-Urlaub angeschafft hatte. Ergänzt werden die Laptops durch ein iPhone und ein iPad. Ich liebe es, ortsunabhängig zu sein, deshalb bin ich von diesen mobilen Arbeitsgeräten total begeistert. Das MacBook Pro ist mit einem UMTS-Stick ebenfalls mobilisiert und speichert sein Time Machine-Backup auf einer kleinen USB-Platte. Größere Datenmengen werden auf einem Drobo archiviert.
Welche Software?
Für meine Mobilität setze ich immer mehr auf Webanwendungen wie Google Apps, Billomat, TeamworkPM und CapsuleCRM. Neben Safari nutze ich intensiv Fluid, um diese Anwendungen Desktop-tauglich zu machen. Im Falle von Google Mail gelingt das am besten, weil ich hierzu Mailplane einsetze, das dem Webmailer einige nützliche Funktionen hinzufügt. Den Bereich Kommunikation ergänzen Adium, Colloquy und Skype.
Dann sind da die kleinen Utilities. Unverzichtbar ist für mich 1Password, das sich auch wunderbar mit den iDevices synchronisieren lässt. Das gleiche gilt für Dropbox und MobileMe. Als Schaltzentrale weiß ich LaunchBar genauso zu schätzen wie, dass Hazel hinter mir aufräumt.
Ich war lange Zeit als IT-Trainer unterwegs, weil ich immer schon den Drang hatte, andere an meinem Wissen teilhaben zu lassen. Heute schlägt sich dieser Drang in Online-Workshops, Blogs, Podcasts (brandneu: die Drupal-Talkshow) und Screencasts nieder. Hierbei unterstützen mich MarsEdit, Logic Express, ScreenFlow und Audio Hijack Pro.
In einem meiner Blogs, Selbstadministration.de, beschäftige ich mich mit Produktivitäts-Methoden. Natürlich setze ich da auch persönlich eine GTD-Anwendung ein, nämlich OmniFocus. Wenn deren iPad-Version noch lange braucht, wechsle ich vielleicht zu Things. In diesen Themenbereich fallen dann auch noch BusyCal, Notational Velocity, Evernote und Concentrate.
In meiner Rolle als Unternehmer setze ich auf Anwendungen wie iWork, Curio, OmniGraffle Professional, Scrivener und DEVONthink Pro Office. Die Systemadministration unserer Linux-Server hingegen spielt sich in iTerm und TextMate ab. Angenehm untermalt wird beides häufig von Spotify.
Mein Traum-Setup?
Weil bei meinem MacBook Pro mittlerweile die AppleCare abgelaufen ist, mache ich mir Gedanken über seine Ablösung. Bis vor kurzem hätte ich mich klar für das aktuelle 15″-i5-Modell entschieden. Aber jetzt will ich erst einmal das Experiment wagen, mich unterwegs auf das iPad mit BT-Tastatur zu beschränken. Wenn das klappt, wird’s wohl eher ein neuer iMac. Zu meinem Traum-Setup fehlte dann lediglich noch ein zweites 27″-Cinema-Display. (Und dann wohl auch ein deutlich größerer Schreibtisch.)
Hi Jochen,
ich bin über ein Tweet von Billomat auf Dein Setup hier aufmerksam geworden. Als ich es gelesen habe, dachte ich phasenweise ich schaue in einen Spiegel. Fast ein exaktes Setup bei mir. Trotzdem hast Du mich auf einige Dinge aufmerksam gemacht, die ich mir auf jeden Fall ansehen werden. Insbesondere das CapsuleCRM interessiert mich, da ich sowas im Moment für meine Company aufbauen möchte. Salesforce hat mich nicht überzeugt. Da Du nahezu exakt die gleichen Tools benutzt, bin ich sicher, dass es eine Perle für mich ist
Selbst bei GTD sind wir auf einer Wellenlänge
Auch ich warte auf die iPad Version von Omnifocus. Ob ich jetzt aber gleich zu Things wechseln werde, wage ich “noch” zu bezweifeln.
Gruß aus Bremen
Michael
Hey Michael,
dann scheint meine Auswahl ja nicht so daneben zu liegen.
CapsuleCRM habe ich erst nach längerem Suchen gefunden. Beim Lesen deines Kommentars ist mir noch eingefallen, dass wir auch Zendesk einsetzen, für das Capsule seit kurzem ein Widget anbietet. Dieses blendet dann in der Ticket-Ansicht die Kontaktdaten des Kunden aus dem CRM ein. Diese API-Mashups sind für mich das Sahnehäubchen auf den Webanwendungen.
Besten Gruß,
Jochen
Hallo Jochen,
wir setzen auch ein Ticket System ein, welches ich gerne in das CRM integrieren möchte. Der Hinweis auf Zendesk wird daher nicht ungeprüft bleiben. Wenn CapsuleCRM jetzt noch beim Anruf eines Kunden den entsprechenden Datensatz auf dem Bildschirm anzeigt bin ich im “Cloud-Himmel” (Tolles Wortspiel). Wenn die eine API haben kann mein Team bestimmt was bauen.
Wir benutzen als Mashup momentan Billomat mit der Zeiterfassung mite. Da ich Mobilität liebe sind solche Mashups mehr als ein Sahnehäubchen. Es ist für mich im zarten Alter von 40 noch immer der Hammer, was remote alles möglich ist. Heute kann ich meine ganze Company im Prinzip vom iPad bzw. MacBook Pro aus leiten und Kunden betreuen.
Grüße
Michael
Ich kann Euch übrigens beide beruhigen, die Herren bei der Omni Group haben mir kürzlich versichert das OmniFocus auf dem iPad ‘only a matter of Weeks’ ist.
Und das is sogar schon ne Woche her…
@Tobias: Das ist leider nicht die erste Ankündigung der Herren und es fällt mir schwer, mich auf sie zu verlassen. Bisher hieß es “definitiv im Juni”…
Ich warte auch schon ganz ungeduldig auf OmniFocus für den iPad…
Ein Problem, für das ich aber in diesem Zusammenhang noch eine Lösung suche: wie bekomme ich die diversen Aufgaben aus den unterschiedlichsten webbasierten Systeme in OF rein und, noch viel wichtiger, wie bekomme ich den Status synchronisiert?
@Carsten: Das Problem wälze ich auch schon seit einiger Zeit. Wenn man per Web in Projektmanagement- und CRM-Anwendungen arbeitet, entstehen dort Aufgaben mit allen möglichen Attributen.
Sie ins GTD-System zu übertragen schafft meiner Erfahrung nach nur zusätzliche Fehlerquellen. Deshalb verknüpfe ich die Systeme durch zwei tägliche Aktionen “CRM-Aufgaben prüfen” und “PM-Aufgaben prüfen”.
Cool, ein Gleichgesinnter
Wir sind auch gerade dabei unsere Firma von 13 Personen (alles Heimarbeiter) auf Webservices umzustellen.
Unsere geplante Konfig sieht so aus:
- Google Apps für Mail / Calender / Contacts (mit Hilfe von Dito Directory)
- TeamworkPM für Projektmgmt (seit knapp 1,5 Jahren erfolgreich im Einsatz)
- Capsule für CRM (wir testen bereits seit Anfang des Jahres gegen andere Produkte wie Zoho, Bantam, Batchbook, Solve360 – Capsule ist hier klarer Gewinner!)
- Mailchimp für Emailings, Newsletter etc.
- Socialwok für den täglichen Austausch
- Für das Ordermanagement setzen wir vorerst unsere Eigenentwicklung ein
Was noch fehlt:
- ein brauchbares Wiki für das Informationsmanagement. Leider fehlt mir bei Sites die Möglichkeit, Tags zu vergeben.
- vernünftige Dateiablage, hier sind wir noch unsicher, ob wir unsere Anforderungen mit Google Docs abbilden können
Wenn Ihr also hier Tipps habt, wehre ich mich nicht
Gruß,
Pingback: Update-Interview mit Jochen Lillich (Teil 1) - Tom Schimana