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“The only problem with Microsoft is they just have no taste. They have absolutely no taste. And I don't mean that in a small way, I mean that in a big way, in the sense that they don't think of original ideas, and they don't bring much culture into their products.” - STEVE JOBS, 1955 - 2011

Hans Dorsch

Wer ich bin und was ich tue?

Mein Name ist Hans Dorsch. Ich arbeite als Texter und Konzepter in Köln unter dem Dach der Firma Dorsch zusammen mit meiner Frau. Außerdem schreibe ich Bücher zum Thema Mac und iPhone. Soweit ich gehört habe, haben es meine Bücher Mac Professionell, iWork ‘09, iPhone 3G und iPad in die Handbibliothek vieler Anwender geschafft.

In meinem Leben gibt es mehrere Leidenschaften: Meine Frau, meine Kinder, (Apple)Computer und Fahrräder. Ich finde, das genügt. Sollen sich andere mit anderen Themen beschäftigen.

Das Thema Fahrrad kam in der letzten Zeit viel zu kurz, aber das ändert sich aber gerade. Wer mehr darüber wissen möchte, kann sich den Fahrradpodcast mit dem schönen Namen Fahrrad.io anhören. Dort unterhalte ich mich mit meinem Zwillingsbruder ausschließlich über dieses Thema.

Welche Hardware ich nutze?

Seit ich mir 1992 für geradezu unverschämt viel Geld einen Macintosh LC II geleistet habe, bin ich Mac-User. Nur zwei Jahre lang (1999 – 2002) arbeitete ich mit Windows (2000). Zu dieser Zeit war das alte Mac OS einfach viel zu – alt. Seit Mac OS X 10.2 (Jaguar) bin ich wieder zurück.

Ich hab’ lange überlegt und Vor- und Nachteile abgewogen. Und arbeite jetzt mit einem MacBook Pro 17”. Mit 8 GB RAM, 500 GB Festplatte und einem matten Display ist das Gerät voll ausgestattet. Ich glaube, damit habe ich mein mobiles Büro gefunden. Dies ist der erste tragbare Computer, bei dem ich keinen externen Monitor brauche.

Weil die Auflösung so hoch und die Darstellung so klein ist, muss ich aber nahe ans Display ran. Mit Notebookstütze (mStand) geht das nicht und auch nicht mit externer Tastatur. Deshalb verwende ich das MacBoop praktisch pur. Nur eine Magic Mouse nutze ich, wenn ich am Schreibtisch arbeite.

Mein zweiter Computer ist ein iPhone 3GS, schwarz, 32 GB und würde mich jemand fragen, auf welche Funktion ich am ehesten verzichten würde, wäre meine Antwort: das Telefon. Ich habe es immer dabei und nutze es so häufig, dass ich einen extra Akkupack brauche.

Mein dritter Computer ist ein iPad mit Wi-Fi und 32 GB Speicher. Ich hab’ ihn aus den USA mitbringen lassen, damit mein Buch (siehe oben) frühzeitig zum Verkaufsstart in Deutschland fertig wird. Ich nutze es zum Lesen, Surfen, Videos schauen.

Ins Netz kommen diese drei Geräte, sowie das MacBook und Windows-Notebook meiner Frau über WLAN. Unser Haus ist an eine 100 Mbit-Glasfaserleitung angeschlossen. Um die Leitung zu nutzen braucht man ein spezielles Modem, das mich aber überhaupt nicht interessiert. Ich habe deshalb alle Zusatz-Funktionen abgeschaltet und eine Airport Extrem-Basisstation drangehängt. Daran sind eine große Festplatte für Time Machine-Backups und ein Schwarz/Weiß-Laserdrucker von Samsung für Textausdrucke angeschlossen. Den Scanner habe ich abgeschafft. Zum Digitalisieren verwende ich mein iPhone 3GS. Eine AirPort Express holt die Internet-Verbindung vom Büro in unsere Wohnung, die sich im gleichen Haus befindet. An diese Station ist auch unser Küchenradio angeschlossen. So kann ich beim Kochen die ganze Musik von meinem Mac und vor allem Internetradio hören.

Welche Software?

Im Programmordner meines MacBook befinden sich heute exakt 416 Apps. Meine iTunes-Mediathek (Mediathek, klingt nach ZDF) listet 421 Apps für das iPhone. Wer sehen will, welche Programme bei mir laufen, kann das bei Wakoopa tun. Die Aufzählung dort stimmt genau mit meinen Gewohnheiten überein.

Was den Mac (und das iPhone noch mehr) auszeichnet, ist die Eleganz der Software. Sie ist so einfach wie möglich, ohne dabei die Möglichkeiten einzuschränken Deshalb benutze ich praktisch alle Apple-Programme, weil sie diesem Ideal sehr nahe kommen (die Pro Apps ausgenommen).

Mein Browser heißt Safari. Mit folgenden Erweiterungen macht er alles, was ich will: 1Passwort speichert Logins und erstellt automatisch Passwörter, Cosmopod lädt Videos und konvertiert sie fürs iPhone, Add to Evernote speichert Webseiten in Evernote, meinem universellen Eingangskorb und Archiv für alles Mögliche. In der Lesezeichenleiste liegen Bookmarklets für Delicious, Twitter und andere Aktionen, die ich über das Tastaturkürzel ⌘-1 bis ⌘-9 aufrufen kann.

Für Web-Apps, die ich besonders häufig nutze, baue ich mir mit Fluid eine eigene App. Ich habe eine App für Hootsuite, mite, Facebook und basecamp.

Für E-Mail (und nicht für Aufgaben oder RSS-Feeds!) nutze ich Mail.app, erweitert um Mail Act-ON, Adressen stehen im Adressbuch und Termine verwalte ich mit iCal.

Ach ja, ich bin zufriedener Nutzer von MobileMe. Es gleicht meine Daten drahtlos mit iPhone und iPad ab, stellt mir Webspeicher zum Austauschen großer Daten zur Verfügung und lässt mich Kalender und Adressbücher gemeinsam mit meiner Frau nutzen.

Mein Organisationssystem ist sehr stark inspiriert von David Allens GTD. Der Grundgedanke ist, für alle Dinge, die auf einen zukommen, immer einen Auffangbehälter und einen Arbeitsfluss parat zu haben. Aufgaben, Termine, Daten finden sich dann praktisch wie von selbst.
Egal, was Sascha Lobo und andere dazu sagen: Wenn man dieses System als Anregung versteht und nicht als verpflichtende Anleitung, ist es sehr hilfreich. Und Mac und iPhone unterstützen es perfekt.

Und jetzt kommt TaskPaper. Wem die Definition von Eleganz weiter oben zu vage ist, dem zeigt dieses Programm die praktische Ausführung: Oberflächlich gesehen handelt es sich um einen Texteditor mit automatischer Formatierung. Während der Arbeit kann erkennt man aber bald, wie sich ein altes Dilemma in Luft auflöst: “Wer als Werkzeug nur einen Hammer hat, für den sieht jedes Problem wie ein Nagel aus.“ TaskPaper ist so flexibel, dass es den eigenen Vorstellungen keine Grenzen setzt. Schon gar nicht im Dateiformat. Gespeichert wird in einfachen Textdateien.

TaskPaper steht seit über zwei Jahren im Zentrum meiner Arbeit: Ich nutze es für meine Aufgabenverwaltung und alle möglichen Listen, schreibe Konzepte und erstelle Briefings damit, weil man mit so unglaublich viel damit machen kann. Das hat Omni weder mit dem Outliner und schon gar nicht mit OmniFocus geschafft. Seit es TaskPaper auf dem iPhone gibt, ist mein Leben vollkommen!

Habe ich es schon erwähnt? Ich liebe Text – und zwar sowohl im Sinne geschriebener Sprache, als auch als Datentyp. Deshalb nutze ich, wo es geht, einfaches Textformat (.txt).

Praktisch alle längeren Texte und alle Bücher (ja, auch das zu iWork) schreibe ich in Scrivener und zwar im Format MultiMarkdown. Aus diesem universellen Format kann ich nach Belieben HTML-, PDF und RTF-Dateien erzeugen – einfach so. Wenn ich schnell mal eine Vorschau brauche, schicke ich den Text mit QuickCursor zu TextMate. TextMate nutze ich auch für HTML- und irgendwie alle anderen Text-Dateien.

Weil sich viele Dinge wiederholen, arbeite ich gerne mit Textbausteinen. TextExpander schreibt für mich Grußformeln, Textgerüste, HTML-Schnipsel, Sonderzeichen und Symbole und das aktuelle Datum und die Uhrzeit – und zwar überall.

Screenshots am Mac erstelle ich seit Jahren mit SnapzPro (ich kann gar nicht fassen, dass das so teuer ist), bearbeite sie mit Pixelmator und verwalte sie mit iPhoto. Die einzige Schwäche von iPhoto ist die Schlagwortverwaltung – aber mit dem Keyword Manager wird auch das Taggen großer Bildmengen zur reinsten Freude.

Pages nutze ich, wenn Dokumente schön sein sollen. Ehrlich, mit diesem Programm ist es beinahe unmöglich, unansehnliche Dokumente zu erstellen. Es ist auch die erste Wahl beim Austausch mit Kunden (und mit meiner Frau), die sehr viel mit Microsoft Word arbeiten. Die Korrekturfunktionen von Word funktioniert sehr gut mit Pages zusammen. Microsoft Word besitze ich, aber verwende ich nie.

Für Präsentationen und alle möglichen visuellen Darstellungen nutze ich Keynote. Häufig auch nur zur Bildbearbeitung, weil die Werkzeuge so fantastisch sind. Haare freistellen war noch nie so einfach.

Früher war ich mal großer FileMaker-Fan. Ich habe damit alle möglichen Daten und Berechnungen erstellt. Bis ich entdeckt habe, dass man mit Tabellenkalkulationen meistens schneller ans Ziel kommt. Und mit den Filtern und Kategorien in Numbers kann ich spielend Daten auswerten und bearbeiten.

Ein Werkzeug habe ich mir bis zum Schluss aufgehoben. Es ist sozusagen die Klammer, die das Ganze umfasst. Die Klammer heißt LaunchBar. Es erlaubt mir, praktisch alle Funktionen am Mac über die Tastatur zu nutzen: Programme starten, Adressen finden, Websites aufrufen, Dateien suchen und öffnen. Wenn der Hersteller weniger stur wäre, würde er das Werkzeug mit der Optik von Quicksilver) versehen und damit sicher nicht nur mich glücklich machen.

Mein Traum-Setup?

Mein aktuelles Traum-Setup steht auf meinem Schreibtisch. Das einzige, was mir noch fehlt ist Speicher, Speicher und Speicher.

Außerdem träume ich weiter von einem kleinen tragbaren Computer (OS X) mit normalgroßer Tastatur, dessen (Touch-)Display sich in der Größe an meine Wünsche anpasst. Bitte kein 3D, das kann ich nicht sehen.

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2 Reaktionen zu „Hans Dorsch

  1. Pingback: Das Setup – Nerds im Interview « Gebrüder Dorsch

  2. Martin

    Setup klingt nach einen trad. Macuser – wobei es wirklich schade ist, dass Papyrus keinen Zugang gefunden hat.

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