Eine Woche App.net – ein kurzes Fazit

Irgendwann in den 90ern war ich mal auf einer Veranstaltung des CCC. Frauenanteil dort gefühlt unter 1%, Gesprächsthemen jenseits von Bits und Bytes waren offensichtlich tabu.

Nach einer Woche App.net kam mir das erneut in den Sinn. #Fussball, #Tatort, #SdR – das, was auf Twitter am Wochenende Trending Topic ist, hat im elitären Internet-Zirkel nichts verloren. Und das ist eigentlich auch gut so, deshalb hoffe ich, dass der Verfasser des zuvor verlinkten Beitrages mit seiner Einschätzung falsch liegt. Bei mir wächst nicht nur die Hoffnung, sondern auch die Erkenntnis, dass App.net viel mehr ist, als nur ein Twitter-Klon, wie einst identi.ca. Somit besteht auch keine Veranlassung, meinen Twitter-Account zu löschen.

Ich habe mich nach kurzer Zeit entschlossen, auf die ein oder andere Bratwurst zu verzichten und statt dessen ein paar Euro in das Projekt zu investieren. Warum eigentlich? Naja, ich zitiere mal den genialen Ball- und Wortakrobaten Andi Möller: “Ich hatte vom Feeling her ein gutes Gefühl.” Das lag schon allein daran, weil ich dort die ganzen alten Hasen aus der Anfangszeit meiner Bloggerei wiedergefunden habe. Ähnlich wie ein Klassentreffen, nur mit dem Unterschied, dass ich die Leute diesmal leiden kann. (Falls jemand aus meiner alten Klasse hier mitliest – hey, dich meine ich nicht!)

Zum Zeitpunkt meiner Anmeldung hatte App.net genau 55608 User. Das ist erschreckend wenig, finde ich. Vielleicht können wir gemeinsam etwas dagegen tun und ein wenig die Werbetrommel rühren sowie Einladungen verteilen. Fünf davon habe ich. Wer will?

Mach den Schrott flott – PowerBook G4 Titanium

PowerBook G4 400

Schlappe 23,47 EUR. Da kann man nicht viel falsch machen, habe ich mir nach dem Ende der ebay-Auktion gedacht. Ein defektes PowerBook G4 400 Titanium, welches nicht mehr booten will. Das ist primär erst mal doof. Im Gegensatz dazu: Bis auf ein paar abgeschabte Kanten noch absolut top, und die Scharniere sind nicht gebrochen, was selten sein soll – habe ich gehört. 1GB RAM, 100GB HardDisk, AirPort-Karte. Nicht übel also.

Ich mache es kurz: Läuft. Okay, es hätte auch das Logicboard sein können, aber in der Regel starten die ollen Dinger nicht mehr, wenn die Pufferbatterie leer ist. Und so war es dann auch. Willkommen in meiner Sammlung, alter Geselle.

Was Bratwürste mit Google Reader zu tun haben…

So sehr mir das Konzept von Fever° auch gefällt, desto weniger bin ich von der Geschwindigkeit der Software begeistert. Die ist ähnlich träge, wie ich mich derzeit fühle – Rüsselseuche sei Dank. Während ich meine Erkältung in ein paar Tagen hoffentlich wieder los bin, dümpelt Fever° wohl noch länger auf dem derzeitigen Entwicklungsstand herum, da Shaun Inman derzeit lieber an Retro Games rumbastelt.

Als weitere Alternative steht ja Feedly derzeit hoch im Kurs. Habe ich mir angeschaut und es vorerst dabei belassen. Vielleicht komme ich später noch mal darauf zurück, falls ich nichts besseres finde.

Kommen wir nun zur Bratwurst. Vielleicht erinnert ihr euch. Die Grillsaison hat noch nicht angefangen und schon erwäge ich den Verzicht auf das ein oder andere Würstchen. Warum? Vielleicht werde ich doch ein paar Euro in App.net investieren, denn das hier liest sich wirklich interessant:

How App.net could be helpful to next generation RSS readers →

Wie ich das so einschätze, hat man da mit Hilfe der App.net API eher etwas Brauchbares gezaubert, als dass der Herr Inman Fever° entstaubt und Google den Reader geschlossen hat. Oder was meint ihr?

Apropos – ich bräuchte dann mal eine Einladung zu App.net.

Danke @msslovi0. Nicht mal zwei Minuten nach dem Abschicken des Beitrages bin ich drin. Wahnsinn.

W3 Total Cache vs. Cachify

W3 Total Cache bringt mich noch zur Weißglut. Jetzt hat mir dieses Plugin schon zum wiederholten Male das komplette Backend blockiert. Auch bei Absenden von Kommentaren legt das Caching-Tool das ganze Blog lahm. Also genau das Gegenteil dessen, wofür es eigentlich gedacht war. Bis zur Version 0.9.2.5 lief noch alles prima, doch danach war nur noch der Wurm drin. Jetzt fragt ihr vielleicht, wieso ich nicht bei der alten Version bleibe – da sage ich nur: Toyota – die Sicherheit, die Sicherheit…

Wie gut, dass es Sergej Müller gibt. Der hat ja so ziemlich für jeden Einsatzzweck etwas parat. Unser MacGyver der WordPress-Szene geht hier mit Cachify ins Rennen. Hatte ich früher schon mal getestet, nur da hat es mit den Formularfeldern nicht so recht funktioniert. Mittlerweile gibt es die Funktion “Kein Cache für eingeloggte bzw. kommentierende Nutzer”, von der ich mir erhoffe, dass sie die Einträge vorheriger Kommentare nicht an den nächsten Besucher weitergibt. Das scheint zu funktionieren. Falls nicht, so sagt doch bitte mal Bescheid. Danke.

Google Reader macht dicht. Na endlich…

fever

…macht die seit Jahren auf meinem Webspace rumgammelnde Fever°-Installation einen Sinn.

Nicht dass ich jetzt unbedingt froh über die Nachricht bin, dass Google den Reader am 1. Juli 2013 ausknipst. Im Gegenteil – die Entscheidung finde ich Blödsinn. Aber sicher meinen Sergey & Larry schon länger, dass Feeds tot sind. Google+ ist ja eh voll hipp, was will man da mit dem alten Scheiß aus dem letzten Jahrzehnt? Nun ja – wahrscheinlich bin ich eh zu alt um das alles zu verstehen.

Wie dem auch sei – dass der gute Shaun Inman durch das Ableben von Google Reader sein dezent angestaubtes Fever° noch mal wie warme, frische Semmeln verhökern kann, hätte er sicher auch nicht gedacht, wetten?