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Toll sieht er ja aus, der G5. Und auch der Sound der Lüfter beim Einschalten – herrlich, so imponiert weder das iPhone noch ein iPad. Und überhaupt, all den neuen Gadgets fehlt ein wenig der Charme, den diese Rechner vergangener Zeiten noch immer ausstrahlen. Da wäre nur ein Problem: so richtig up-to-date ist der Bolide nicht mehr. Als His Steveness im Juni 2005 ankündigte, ab 2006 nur noch Intel-Prozessoren in unseren heißgeliebten Macs zu verbauen, war das Geschrei groß. Im Nachhinein betrachtet war das sicher die richtige Entscheidung, denn die Entwicklung der PowerPC-Prozessoren hätte sicher nicht mit der der Intel-CPUs mithalten können.

Ich hab ja nun mitterweile mehrere PowerPC-Macs hier stehen, und gerade bei dem iMac und dem PowerMac G5 muss ich ehrlich gestehen, dass die im Vergleich zu meinem zugegeben auch schon älteren MacBook Pro gar keine so schlechte Figur machen. Da kann man noch gut mit arbeiten, wenn auch vielleicht nicht mit der neuesten Software.

Mich würde mal interessieren, wer von euch noch mit einem PowerPC-Mac produktiv arbeitet. Falls dem so ist – warum habt ihr immer noch nicht den Intel unter der Haube?

Ok, die Wahrung der GPL macht Sinn. Sehe ich ein. Aber die nicht endende Debatte, die da zwischen der WordPress Gemeinde und den Thesis Fanboys ausgetragen wird, geht mir ziemlich auf die…- na ja, ihr wisst schon. Und wenn ich dann solche Kommentare lese…

I can’t disclose security flaws without contributing to dev of software that flaunts license.

…kommt mir die Galle hoch. Da wird was von großer Community gefaselt, aber der Kleinkrieg wird dann auf dem Rücken der User ausgetragen. “Da ist ‘ne Sicherheitslücke in Thesis, aber ich sag euch nicht wo. Nänänänä.” – Kindergarten!

Konsequenzen ziehen?

Ich frage mich, ob ich Konsequenzen aus der Geschichte ziehen und auf ein anderes Theme wechseln soll. Wenn ich mir das jedoch richtig überlege, wäre das mindestens ebenso kindisch. Schließlich habe ich nicht nur Euros, sondern auch Arbeit in dieses Theme investiert.

Ich habe noch ein kleines Fünkchen Hoffnung, dass sich beide Parteien am Riemen reissen. Denkt an die Nutzer, denkt an die Community. Pappnasen. Oder ist es etwa unsere Aufgabe, uns erst mit dem Paragraphen-Dschungel der GPL auseinanderzusetzen, bevor wir ein Theme kaufen?

Wie seht ihr das?

[Update] Thesis nun unter einer Slit-GPL-Lizenz

Wer hätte das gedacht. Chris Pearson gibt nach und stellt den PHP-Part von Thesis unter die GPL. Der Klügere gibt nach?

Die beiden Teaser haben es bereits verraten. Ich bin mal wieder um einen feinen Apfelrechner reicher. Im Rahmen der Aktion Link gegen Mac habe ich tatsächlich einen PowerMac G5 2.0 GHz DP ergattern können. Daher zitiere ich doch gerne mal den ersten Kommentar zu dieser Aktion:

Haha, ich bezweifle, dass das funktionieren wird. Aber ich lasse mich gern vom Gegenteil überzeugen!

Und? Überzeugt das? Ich denke schon und freue mich natürlich diebisch darüber, dass die Idee einschlug, wie eine Bombe. Apropos freuen: über diesen G5 freue ich mich besonders, weil diese Baureihe mein persönlicher Einstieg in die Apple-Welt war. Meine Frau hatte bereits ein iBook G3 900, doch mein erster Mac war ein PowerMac G5, allerdings nur mit dem 1.6 Ghz Prozessor. Ihr erinnert euch vielleicht – der mit der Lüftertausch-Story.

Wo wir gerade beim Freuen sind – der Witti, von dem ich diesen Mac habe, hat in Sachen Versand echt den Vogel abgeschossen. Damit das gute Stück auf seiner Reise von Österreich ins heimische Nordhessen wohlbehalten eintrifft, hat er tatsächlich eine Holzkiste zimmern lassen, die erst nach dem Entfernen von drölfzig Schrauben zu öffnen war. Und dass die Kiste auch den Highscore in Sachen Transportgewicht gesprengt hat, muss ich nicht erwähnen, oder? Apropos Kiste – Kommentar meiner Frau zu der Verpackung: “Praktisch denken, Särge schenken.”

Wie dem auch sei – zum Vorschein kam ein gut erhaltener G5 mit satten 5GB RAM. Platte ist keine drin, aber so gut wie bestellt. Ein kleines Problem hätte ich da aber noch…

[Update] Link gegen Grafikkarte

Haha. Kann man ja mal versuchen: dem Rechner fehlt die Hauptgrafikkarte. In einem seiner PCI-Slots steckt eine Radeon 7000. Ok, besser als nichts, aber auch nicht unbedingt adäquat. Schöner wäre natürlich eine der Karten, die mit solch einem Rechner ausgeliefert worden sind. Mactracker sagt, es wären folgende Modelle gewesen:

NVIDIA GeForceFX 5200 Ultra, GeForce 6800 Ultra DDL, ATI Radeon 9600 Pro oder Radeon 9800 Pro (wobei die ATI Radeon 9600 Pro wohl das Modell war, welches mit diesem Mac ausgeliefert wurde)

[Update #2] Link gegen Grafikkarte

Ok, das mit der Grafikkarte hat sich nun erledigt. Dank Torsten und Chris darf ich nun sogar wählen, ob ich eine schnelle Karte incl. Lüfterlärm (ATI Radeon 9800 XT) oder eine weniger schnelle, dafür aber ruhige Karte (GeForceFX 5200) nutzen möchte. Vielen Dank euch beiden.

Ene, mene, miste, was rappelt in der Kiste? Ja was denn wohl? Nein, kein Fail Whale und auch keine 30 iBooks G3 Clamshells. Einfach mal oben auf das Foto klicken, dann erfahrt ihr es. Im Teaser #1 hat tatsächlich niemand erraten, was mir der Witti da geschickt hat. Dabei wär’ es so einfach gewesen, denn in den Kommentaren im Beitrag Link gegen Mac hatte er es schon angekündigt.

Eine ausführliche Vorstellung des Kisteninhalts folgt in Kürze.

Here’s to the crazy ones. The misfits. The rebels. The troublemakers. The round pegs in the square holes. The ones who see things differently. They’re not fond of rules. And they have no respect for the status quo. You can quote them, disagree with them, glorify or vilify them. About the only thing you can’t do is ignore them. Because they change things. They push the human race forward. And while some may see them as the crazy ones, we see genius. Because the people who are crazy enough to think they can change the world, are the ones who do.

Habt ihr euch eigentlich schon mal überlegt, ob und in wie weit ihr euch mit diesem schon legendären Werbeslogan eines bekannten Computer-Herstellers aus Cupertino identifizieren könnt? Oh, habe ich etwa Computer geschrieben?

Ok, habe ich vergessen. Es heißt ja schon lange nicht mehr “Apple Computer”. Ich erinnere mich noch gut daran (nein, jetzt kommt keine Karamellbonbon-Story) als ich meinen ersten Mac nach Hause trug. Dieses merkwürdige Gefühl etwas total Verrücktes getan zu haben. Für knapp 2000 EUR hätte ich beim Schrauber um die Ecke einen opulent ausgestatteten PC bekommen. Aber nein – ich wuchtete einen Rechner in den Kofferaum, auf dem noch nicht mal Windows lief. DAS war anders.

Und heute? Macs sieht man an jeder Ecke, sogar der Schrauber von einst hat einen im Schaufenster stehen. Das Different-Feeling ist doch längst vorbei, spätestens seit iPod, iPhone und iPad den Markt und die Medien dominieren. Was unterscheidet uns dann von denen, die “ihrer” Marke kein eigenes Blog widmen oder sich gar dessen Logo unter die Haut tätowieren lassen?

Sind wir anders?

Sind wir wirklich anders, weil wir unsere Autos mit Apfellogos bekleben, weil wir es normal finden, zwei Stunden gebannt vor einem gelben Post-it zu verharren und allenfalls die F5-Taste zu drücken? Ist es normal, dass wir uns auf eine Keynote genauso freuen, wie auf das Endspiel einer Fußball-WM? Oder sind wir nicht mehr ganz richtig in der Birne, weil wir das Tracking unserer Bestellung aus dem Apple Store detailierter in Blogs und Foren verkünden, als es UPS und Co. jemals hinbekommen werden?

Sind wir eigentlich auf der guten oder auf der bösen Seite der Macht? Falls Letzteres – hilft es, wenn wir Linux auf dem Mac installieren? Ihr seht schon – es bleiben eine Menge Fragen offen. Viele von denen werden wir nie beantworten können. Vielleicht habt ihr eine Antwort auf das ein oder andere Rätsel. Danke an Bernd für den Denkanstoß…

Stellt euch vor, ihr habt ein sogenanntes Premium Theme für WordPress erworben und dafür dementsprechend viele Euros ausgegeben. Was erwartet ihr dafür? Neben einer qualitativen Software sicherlich auch adäquaten Support. An der Software gibt es bei Thesis sicherlich wenig zu meckern – der Support hat mich heute allerdings erstmalig enttäuscht, wenn nicht gar entsetzt.

Nutzer des Themes, die in den letzten Tagen die Version 1.7 oder die Beta der Version 1.8 geladen haben, sollten dringend überprüfen, ob sie nicht ein mit einem Trojaner infiziertes Installationspaket erwischt haben. Wie Gerd auf Thesis World berichtet, dürfte dies für alle Downloads gelten, die zwischem dem 12. Juli und heute nachmittag getätigt worden sind. Mittlerweile ist der Schadcode zwar entfernt, doch wie es zu diesem Malheur gekommen ist, was die potentiellen Gefahren für infizierte User sind – all das wird bisher totgeschwiegen, zumindest von offizieller Seite her.

Unter den Teppich kehren sollte man sowas sicher nicht, auch wenn es der Super-Gau im Marketing ist. Ich erwarte von einem Entwickler, dass er Sicherheitslücken mit dem Anwender kommuniziert und sich nicht darauf ausruht, dass dies die User in Foren und auf Twitter für ihn erledigen.

Durchaus amüsant – zumindest für diejenigen, die nicht von dem Hack betroffen sind – wird jetzt die Diskussion im Netz und auf Twitter sein, die jetzt dazu entsteht. Matt Mullenweg, bekannt als WordPress-Obermufti und Feind von Thesis (wegen GPL-Verletzung) legt schon mal vor. Der Hieb ging allerdings ein wenig daneben, schließlich hat das nichts mit dem Code von Thesis zu tun, sondern mit der mangelhaften Absicherung des Download-Servers.

[Update] Diskussion um die Einhaltung der GPL auf #thesiswp

Anscheinend hat der Hack eine ordentliche Lawine losgetreten. Der Fokus liegt jedoch keineswegs auf dem Angriff, sondern eindeutig auf der GPL-Geschichte, wie man unschwer anhand des vertonten Schlagabtausches beider Kontrahenten erkennen kann und wird gekrönt mit diesem bemerkenswerten Tweet von Matt Mullenweg:

Just to reiterate, if anyone wants to try a premium GPL #thesiswp alternative I’ll buy them a copy. http://ma.tt/contact/ Please RT

Danke, Matt. Nett gemeint, aber lass mal stecken. Mein nächstes Theme wird garantiert kein Premium-Theme mehr sein. So ein Affentheater – oder wie hier so schön betitelt, ganz einfach Futter für das Sommerloch.

[Update #2] Nachtrag

Was soll man bitte davon halten?

Unfortunately it ends with Mr Pearson basically saying “sue me.”

Bin gerade etwas angepisst, insbesondere als ich von den beiden Tweets [1,2] erfahren habe (siehe Kommentar weiter unten). Der Hack war schon am 12. Juli bekannt, behoben wurde er erst gestern.

Unglaublich. Soeben wurde die 100er Marke im Setup geknackt. Nachdem ich kürzlich mehr als penetrant (und fast peinlich) die Damen zum Mitmachen genötigt habe, fanden sich auch noch drei Herren, die dabei sein wollten, so dass das runde Jubiläum – öhm ja – ausfallen musste/konnte.

Dabei hätte es die Aktion wahrlich verdient. Achtung – Augen zu und durch – es folgt Eigenlob, der bis zum Ende der Milchstraße stinkt: Das Setup dürfte so ziemlich die genialste Sache sein, die ich hier im Blog gestartet habe. Finde ich zumindest. Und ich habe auch keinesfalls vor, die Aktion einzustellen. Hätte ich übrigens auch nicht, wenn sich keine fünf Damen gefunden hätten. Man(n) kann ja mal drohen, oder?

Ich danke jedenfalls – für’s Mitmachen und für euer Interesse.

Damit es euch nicht so geht, wie mir vor einigen Wochen, erinnere ich noch einmal eindringlich daran, euch mit der Sicherheit eurer WordPress-Installation zu befassen. Der wunderbare Artkel WordPress Security Lockdown bietet genügend Anregungen, wie ihr die Schotten dich machen könnt. In diesem Beitrag wird auch das Plugin WordPress File Monitor erwähnt, welches ich bisher noch nicht kannte. Es überwacht die Installation auf geänderte, hinzugefügte oder gelöschte Files. Hört sich interessant an – werde ich testen.

Und auch wenn es keinen Spaß macht – ein Backup kann keinesfalls schaden. Selbiges funktioniert auch automatisiert, was allerdings nicht davon abhalten sollte, regelmäßig die gesicherten Daten auf Funktionialität zu überprüfen.

So, das soll’s gewesen sein. Bei der Hitze auch noch den Oberlehrer mimem – das macht nicht gerade beliebt…