Bowers & Wilkins P3 – i can has bass?

Mit Kopfhörern ist das ja immer so eine Sache. Entweder sind sie klein und unauffällig – dann klingen sie meistens entsprechend. Nämlich gar nicht – mal vom kürzlich getesteten B&W C5 abgesehen. Letztere sind allerdings In-Ears und das ist auch nicht jedermanns Sache, denn viele empfinden es als ungewohnt, das Ohr so zuzuzimmern, dass man nichts mehr von der Außenwelt mitbekommt. Und den “richtigen”, voluminösen Bass bekommen eh nur Kopfhörer zustande, die das Ohr komplett abdecken. Also alles, was nicht Stöpsel ist.

Stilberatung

Als alter Markenfetischist könnte man jetzt zu einem Exemplar greifen, welches uns Fußballstars, Celebrities und andere A- bis Z-Promies täglich im TV präsentieren – ihr wisst schon, dieses Teil, wo dieser promovierte Rapper Namensgeber war, aber mal ehrlich – das wäre doch albern. Schließlich hat man ja Stil. Und da kommt es sehr gelegen, dass die Jungs und Mädels von Bowers & Wilkins so nett waren, mir ihren neuen P3 zum Testen zu schicken.

Um gleich mal beim Thema Stil zu bleiben – der Kopfhörer passt wie zu erwarten perfekt zur Apple-Hardware. Auch an die Mädchen wurde gedacht – den Kopfhörer gibt es auch in Weiß. Passend zu iPhone oder iPad in der nicht-maskulinen Farbe.

Hehehe – der musste sein. Aber der Herr Lumma scheint auch so zu denken, sonst hätte er den Testbericht nicht seiner Angetrauten überlassen…

Brotdose mit Einlage

In der Verpackung schlummert eine weitere Verpackung – nämlich die passende Transportbox in der Größe einer Tupperdose, in welcher man üblicherweise sein Pausenbrot transportiert. Der (zusammengefaltete) Hörer passt wie zu erwarten perfekt in die Box und lässt sich so sicher transportieren.

Weiteres Zubehör: ein zweites Kabel ohne iPhone-Fernbedienung. Finde ich gut, diese Mannigfaltigkeit. Aber hey – wer hat schon kein iPhone? Trotzdem gut zu wissen, dass man das Kabel wechseln kann. Bei einem Kopfhörer dieser Preisklasse sicher eine Art Versicherung.

Die Steckverbindung findet sich unter den Ohrpolstern, die magnetisch befestigt sind. Ein Detail, welches auch aus Cupertino stammen könnte. Wobei man zum Wechseln der Stecker bei Apple in einen Store eiern müsste, weil die mit einem Spezialgewinde verschraubt wären, wetten?

Thema Tragekomfort & Frauen

Wenn der Lumma schon sein Eheweib zum Testen heranzieht, kann ich das schon lange. Meine Holde durfte ihr unabhängiges Urteil zum Thema Tragekomfort abgeben. Ein “oh, schön” von ihr gleicht der höchsten Kategorie, die solch ein Gadget erreichen kann. Ihre Meinung zum Klang werte ich nicht, da sie die Lautstärke nur so weit aufdreht, dass Grobi euch das Wort “leise” erklären kann.

Bass. Bass. Wir brauchen Bass!

Womit wir nun endlich zu dem Thema kommen, was einen Kopfhörer kaufenswert macht – den Klang. Tja, was soll ich sagen? Ich habe von dem P3 nichts anderes erwartet, als dass er mich vom Stuhl reisst. Und das tut er. Ich stehe ja auf Bass. Liegt daran, dass ich Dance, Pop und Rock höre. Wenn der Bass so voluminös wummert, dass ich eine Gänsehaut bekomme, dann hat das Produkt seine Schuldigkeit getan – der P3 setzt noch ein Sahnehäubchen drauf. Insofern hat er den Test mit Bravour bestanden.

Wie ihr neulich lesen konntet, habe ich mich für einen Spotify-Premiumaccount entschieden. Mit 320 kBit/s macht es einfach mehr Spaß. Merkt man nun erst recht mit dem P3. Ich hab mal eine Playlist zusammengestellt, mit der ich den Kopfhörer getestet habe. Vielleicht habt ihr ja die Gelegenheit, in irgendeinem Store euer iPhone an einen B&W P3 anzuschließen und mal reinzuhören. Viel Spaß dabei…

37 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Wie schaffst du es, dass die B&W solche edlen Teile zum Testen schickt????
    Vielen Dank für den Test. Da ich demnächst quasi mal den Apple Store Zürich vor der Nase habe und ich da letztes Jahr die P5 probegehört habe (aber mein Geldbeutel gesagt hatte: nix is), werde ich dieses Jahr die Chance auf die P3 nutzen und sie mir mal anhören. Aber da hat man ja wenig Ruhe und Zeit, weil so kleine Kiddies immer nerven und mit den iPhones spielen wollen.
    Insofern ist ein (subjektiv-) objektiver “Vortest” sehr hilfreich.
    Mal von dem Bass abgesehen: verhalten sich die P3 wie die C5/P5 und sind auch bei den Mitten und Höhen extrem sauber? Wie ist der Tragekomfort/Feeling der Gummi/Plaste/Stoff-Abdeckung fürs Ohr? Bei den P5 ist es ja feinstes Leder, was sich sehr angenehm trägt.

    • Die P5 habe ich nie testen können – kann ich also nichts zu sagen. Der Stoff hat zwar so eine Art Muster, das merkt man aber nicht. Er ist recht weich, daher angenehm zu tragen. Ich hatte mal MB Quart Hörer – auch mit Leder – die haben nach einiger Zeit immer angefangen zu kleben. Hier nicht der Fall.

      Mitten und Höhen? Bin nicht unbedingt der HiFi-Experte. Ich empfinde sie als angenehm. Ein Kumpel von mir hatte mal eine Anlage im Wert von damals 10T-DM, die klang besser. Aber das kann man jetzt nicht als Maßstab nehmen… ;)

      • Mit Mitten und Höhen meinte ich: sind bei deiner Playlist die Lieder klar und sauber zu hören oder gibts irgendwie verzerrungen/Kratzen/…..? Also einfach : klingen die Lieder ausgewogen? Weil ich hab zu den von dir oben beschriebenen Kopfhörer, die aufgrund des Stiles rausfallen (und wegen x anderen Gründen), dass sie sehr basslastig sind und dann bei den normalen Liedern net mehr wirklich toll klingen.

      • Dein Bericht über den P3 ist interessant.
        Ich selbst habe den P5. Wenn du von dem P3 so begeistert bist und seinen Bass magst, dann solltest du unbedingt mal den P5 länger testen. Der reist dich dann endgültig vom Hocker. Und statt mit gemustertem Stoff gibts neuseeländisches Schafsleder auf die Ohren! Empfehlenswert.

  2. Die Kopfhörer sehen gut aus und wenn der Klang auch noch so ist, wie du ihn beschrieben hast könnte man sich die mal näher ansehen.
    Ich habe welche von Phillips und leider bin ich nicht besonders angetan. Sie drücken nach einer Zeit und wenn man mal bessere Klangqualität testen durfte hören diese sich nicht mehr ganz so gut an.

    • Nee, drücken tun die hier auf gar keinen Fall. Und ich habe keinen schmalen Kopf. :hehehe:

  3. Also hörne se ma gut zu junger Mann, der Lumma hat seine Angetraute nicht zum Testen herangezogen, sondern ich habe mir das edle Teil gegriffen, damit herumgespielt und es für toll befunden. Aus Spaß an der Freude habe ich _meine_ Meinung in einen Artikel verwurstet. Was er zu den P3 denkt wird er garantiert in einem eigenen Beitrag kund tun. Und von wegen Mädchenfarbe, ich mag keine weißen Kopfhörer und auch mein iP ist schwarz. Nix für ungut :)

    • Ja ja… ;)

      :D

      BTW: danke für deinen tollen Beitrag. Meine Angetraute et moi haben uns sehr unterhalten gefühlt!

  4. In der iPhone Fernbedienung ist nicht zufällig noch ein mikro drin, oder ?

    • Ok .. laut Homepage ist ein Mikro drin, das finde ich schon erwähnenswert …. hmm.. sind ja doch schon einiges wertiger als die von Kipsch die ich im Moment habe .)

      • Ja das mit dem Mikro las ich auch nach, konnte es noch nicht testen. Meine jetzigen sind auch Klipsch und klingen dagegen doof :)

  5. Was mich ja interessieren würde: Gehe ich mit dem Ding anderen Menschen in der Bahn auf den Sack, wenn ich laut Musik höre?

    Ich höre gerne laut Musik, aber ich finde Menschen furchtbar, die andere Leute zwingen mitzuhören.

    • Im Vergleich zu den Standardhörern vom iPhone sind sie merklich leiser, auch wenn man die Lautstärke voll aufdreht.

      • Meinst Du in der Außenwirkung oder für den eigentlichen Nutzer? Finde nämlich auch, daß man bei beiden Modellen von B&W die Lautstärke mehr aufdrehen muß als bei anderen.

        • Hehe, so gesehen – beides. Wobei ich die Lautstärke für den Nutzer durchaus ausreichend finde. Kommt aber sicher auf das Gerät an, an den man den Hörer anschließt und auf die Musik.

  6. Nur interessehalber: Schickst du den Kopfhörer nach dem Test an B&W zurück?

      • Das ist schade. Ich würde dem Test sonst mehr Bedeutung zumessen. Stichwort Objektivität.

        • Was soll ich dazu sagen? Du unterstellst mir mangelnde Objektivität, wenn ich Testexemplare behalten kann. Da muss ich mit leben.
          Frage mich nur, ob du dann überhaupt Reviews in Blogs lesen solltest.

  7. Wenn B&W immer noch eine 60 Tage Probeabo ihrer “Society of Sound” dazugibt würde ich das mal ausprobieren. (Falls noch nicht geschehen)
    Bei FLAC oder Apple Lossless zeigen die Kopfhörer erst recht was sie können.
    Ich kanns nur empfehlen.

  8. Ich habe nach Deinem Test einfach mal zugeschlagen und bin begeistert!!!
    Zuhause habe ich die 702 von AKG für den iMac und die Anlage. Der kann aber am iPad nicht punkten. Sie sind (P3), wie ich in manchen Tests gelesen habe ein wenig dumpfer gehalten, empfinde es aber als sehr angenehm beim längeren Hören. Die Verarbeitung ist Traumhaft und B&W typisch. Die P5 hatte ich beim Erscheinen mal getestet. Vom Hocker gehauen haben sie mich nicht. Danke nochmal für Deine Mühe!

    VG Markus

  9. wow raten scharfes Design die Dinger, gefällt mir richtig gut und B&W war nicht wirklich ein Begriff, jetzt ja :-)

  10. Hallo Martin,

    echt ein schöner Test. Du hast mir soeben die Dinger richtig schmackhaft gemacht.
    Hab noch eine Frage bezüglich der Lautstärke. Hör gerne mal Klassische Musik (Klavier), und oft sind diese Stücke ja etwas leiser aufgenommen als Linkin Park & Co. Erreicht man damit auch noch eine angenehme Lautstärke?

    Vielen Dank :-)

    Liebe Grüße,
    Stefam

    • Ja, auf jeden Fall. Wie schon oben erwähnt, kommt das auch ein wenig auf die Hardware an, in du die Hörer reinstöpselst. Habe sie hier gerade an einem Lenovo ThinkPad – da kann ich nicht voll aufrehen, ohne dass es zu laut wird.

  11. Tolles Teil und super Bericht. Sieht nicht nur gut aus sondern bringt auch noch ordentlich was auf die Ohren.

  12. Ich habe nun auch die B&W P3 seit zwei Wochen und kann dir in allen Punkten zustimmen.

    Echt top – super Sound und 1A Design. :-)

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