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Path. Noch ein soziales Netzwerk, aber eins mit Herz und Seele…

Eigentlich wollte ich das erste Posting seit langer Zeit und wohl auch das letzte in diesem Jahr für den üblichen Jahresrückblick nutzen, zumal das ja derzeit Mode zu sein scheint. Ehrlich gesagt war 2011 aber kein Jahr, auf das ich jemals gern zurück blicken möchte, insofern schenke ich mir das.

Es gibt Menschen, bei denen könnt ihr all den privaten Kram in der Facebook-Timeline nachlesen – ein Ereignis, wie die erbrochene Hauptmahlzeit des Nachwuchses will schließlich reich geteilt und bebildert der Nachwelt erhalten bleiben. Ich persönlich übe mich in Zurückhaltung, was das Posten privater Dinge angeht. Irgendwo gibt es eine Grenze, die ich nicht überschreite, und mir fällt auf, dass viele Kontakte es ähnlich handhaben. Und genau hier kommt Path in’s Spiel…

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Das hört sich ziemlich schwülstig an, erklärt jedoch ganz treffend den Unterschied zu Facebook, Twitter und all den anderen Kandidaten, die uns sozial vernetzen und dabei unser Mitteilungsbedürfnis aufsaugen wie ein Schwamm. Path geht einen anderen Weg. Nur auf Android und iPhone. Kein Teilen und Rumplussen, keine Linkspammerei, keine YouTube Videos. Und vor allem kein Freundesammeln auf Teufel komm raus, denn bei 150 Kontakten ist Schluss. Vielleicht ist das der Grund, wieso sich die üblichen “Weblebrities” damit ein wenig schwer tun – hier zählt allein Sympathie und nicht die Zahl der Follower.

Achtung – jetzt kommt der Teil mit der Zwickmühle, die da ist: Unter welchen Kriterien akzeptiere auf Path Kontakte? Zunächst einmal muss mir der Name was sagen. Klingt komisch, ist aber im Zeitalter von Nicknames gar nicht so einfach. Wenn dann einem noch das Nutzerbildchen nicht bekannt vorkommt, ist es schwierig die Person einzuordnen, obwohl man sie vielleicht schon länger “kennt”. Apropos kennen – und hier wären wir beim zweiten, entscheidenden Kriterium: Viele Kontakte, die ich dort habe, stammen noch aus der Zeit, in der ich mit dem Bloggen angefangen habe und die mich daher schon lange auf meinem (Achtung: Wortspiel) Pfad durch das Netz begleiten. Und selten habe ich so viele Einblicke in deren Privatleben erhalten, wie auf eben dort auf Path. Ich denke genau das macht diesen Dienst so einzigartig. Und genau aus dem Grund werden Google+ und ich nie Freunde werden, denn da fehlt mir das Herz und die Seele.

Colophon

ad |æd| infml admartinator - SocialMedia Junkie, Tech Blogger, WordPress Freak, Apple Evangelist & Founder of apfelquak. [...]

Syndicate

30 Reaktionen zu „Path. Noch ein soziales Netzwerk, aber eins mit Herz und Seele…

  1. Also das ist ja alles ganz schön, aber ich persönlich habe keinen Bock mich auf 1000 Seiten zu registrieren.
    Mir reichen Facebook und Twitter vollkommen aus. Google+ habe ich wieder gelöscht, irgendwie passiert da nicht mehr viel.

  2. Ich selbst habe ja Path auch schon bei Freunden und bekannten unglaublich gehyped. Klar, es geht einen anderen Weg und es macht für uns Netzleuten auch unglaublich viel Sinn und für uns ist es auch schon was ganz besonderes. Dieses Path. Leider nicht so bei der breiten Masse. Dort hört man oft “ach, ich hab schon Facebook. Das reicht mir”

    Daher hat man da jetzt Leute die man leider noch nicht so gut kennt und träumt ein Wenig von Path mit all seinen Freunden. Die eigentlich das Erbrochene ihrer Kinder posten. Im Grunde ist alles also gut wie es grade ist.

    Achja, man sollte auch noch erwähnen dass die App wirklich wunderschön und ziemlich smart ist und vom Design und UI so ziemlich alles richtig macht.

  3. haha, Pooly. Danke. Einen besseren Kommentar über mir hätte ich einfach nicht haben können.

  4. misu

    dein artikel kommt zur richtigen zeit, frage mich seit tagen wozu path. dies hatte ich heute morgen auch mal gefragt. dein artikel ergänzt perfekt die antworten :-)

  5. Ich werde weder mit Google+ noch mit Path warm. In Google+ treibt sich nur die Techszene herum, die sich gegenseitig mit dem neuesten, heißesten Scheiss selbstreferenziert. Path geht zwar einen Weg eines einfachen sozialen Netzwerks, vergisst dabei aber, dass es genau nicht ausreicht, zwei Plattformen zu bedienen, um eine kritische Masse an Nutzern zu generieren. Außerdem würde ich auch mit wenigen Kontakten in Path es zu schätzen wissen, wenn man gewisse Dinge filtern könnte. Mich interessiert halt weniger, wann meine Kontakte ins Bett gehen oder aufstehen. Das ist fast so schlimm, wie Berichten von Klogängen öder das tägliche Bild des Mittagessens auf Twitter.

    Ein Netzwerk, in dem ich genau bestimmen kann, was andere sehen und auf dem ich selber bestimmen/filtern kann, was ich von anderen sehen möchte. Das wäre es!
    Und jetzt bitte nicht mit “selber programmieren” kommen. Denn dann gelangen wir wieder an den Punkt mit der kritischen Masse. ;-)

  6. @all

    Die ganzen Dienste und Networks haben natürlich ihre Berechtigung und es ist auch gut so, dass man eine Auswahl hat.
    FB ist nun einmal der Platzhirsch und die 0815 User, wohl die meisten realen Freunde, werden wohl nie zu Google+ und Co wechseln.

    Außerdem finde ich das oft genannte Argument “Facebook ist böse” nicht ganz treffend, dann darf man auch keine Google Dienste oder sonst etwas im Netz nutzen.

  7. Finde Path sehr schick. Allerdings ist es ja kein direkter Ersatz für Google+, Facebook, Twitter und Co. sondern soll aus meiner Sicht eine Art Familien Netzwerk sein, daher so eine geschränkte Anzahl an Freunden. Mir gefällt es zwar gut, aber es nutzen noch weniger als G+…

    Viele Grüße,
    Vincent

  8. Ich finde Path toll. Was zum Einen am Aussehen und der Bedienung liegt, zum Anderen aber auch daran, dass sich mittlerweile mein kompletter engster Freundeskreis darin (oder darauf?) versammelt hat.

    Allerdings gibt’s noch einige kleine Fehlerchen, die endlich mal ausgebessert werden sollten, wie z.b. das Deutsch-Englisch-Mischmasch.

  9. “Available for iPhone & Android”

    Isch ‘abe aba gar keine Smartphone

    :hehehe:

  10. Finde Path auch richter gelungen. Habe dort nur Familienmitglieder und enge Freunde aufgenommen. So kann ich dort auch über sehr persönliche Dinge berichten, die Bekanntschaften auf Facebook und Follower auf Twitter einfach nichts angehen.

  11. ich find es auch ganz schickt, habe aber den unterschied zu twitter noch nicht ganz verstanden. es wirkt “noch” übersichtlicher, da es aber noch nicht so voll ist. ich hätte jedoch gerne mac client…

  12. Switchpack

    Prima Artikel, Martin. Du sprichst mir aus der Seele.

  13. Stimme ich Dir absolut zu. Google+ scheint irgendwie immer noch ein unvollendetes Projekt zu sein, dessen Nutzen / Sinn sich nicht mal den Programmierern / Betreibern zu erschließen scheint. Facebook ist für mich (sorry) mehr das RTL der sozialen Netzwerke ……
    Path dagegen ist einfach auch optisch eyecandy-mäßig gefrickelt. Eine wunderbare GUI und ein dahintersteckender Sinn und Zweck wlecher mich förmlich dazu drängt hier nicht inflationär mit dem adden von “Freunden” umzugehen.
    By the way: Das mit Deinem Wortspiel musst Du nochmal erklären ….. :-P

  14. Also ich spiele immer wieder damit rum, gerade weil einige meiner geschätzten Kontakte sich dort nach und nach einfinden  Die Begrenzung auf 150 Leute ist zwar für mich noch nicht relevant, aber ich finde sie eher lästig. Ich mag es lieber offen. Reaktionen auf Tweets zum Beispiel bekomme ich von allen möglichen Leuten, die ich nicht oder schon lange nicht mehr auf dem Radar hatte. 

    Optisch finde ich Path nett und fluffig, aber die Bedienelemente sind zu klein für meine Dicken Finger. Und die Heiageh- und Wiedereachwerd-Funktion finde ich doof. Wie soll man denn da noch eine Weile mitlesen, wenn man sich verabschiedet hat? ;-)

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      Und die Heiageh- und Wiedereachwerd-Funktion finde ich doof. Wie soll man denn da noch eine Weile mitlesen, wenn man sich verabschiedet hat?

      Du sollst ja nicht mehr mitlesen, wenn du in der Heia liegst. Justus und so – weisste Bescheid. ;)

  15. Darf man auch kommentieren, wenn man’s nicht ausprobiert hat?

    Für mich ist es schlichtweg unnötig neben Facebook, Twitter und G+ noch ein viertes Social Network zu bedienen. Ich bleib lieber da, wo meine Freunde sind (Facebook) oder eben die Leute, mit den aktuellsten Links und schlechtesten Witzen (Twitter).

    Find für G+ schon keinen echten Mehrwert, da werd ich mir sicherlich nicht noch ein viertes in zweifacher Hinsicht kastriertes Network antun. (nur mobil und 150 Kontakte)

  16. Was aber einfach unheimlich nervt, sind die notifictation…

    “Blabla has uploaded a picture….”

  17. Martin

    Wozu noch ein Social Network? Und dann eines, das nur umständlich über das Smartphone zugänglich ist?

    Facebook, Google+ und Twitter sind eigentlich schon aufwendig genug, wobei bei mir Google+ ständig auf der Kippe steht – die Welt bewegt sich nun einmal bei Facebook, anderswo trifft man die immer gleichen Verdächtigen, auf den ersten Blick scheint das auch bei Path so zu sein … aber für alle, die sich für solche Dinge Zeit nehmen können und möchten, sicherlich nett. Aus dekorativen Gründen werde ich die Path-App bis auf weiteres auch im «Social Media»-Ordner auf meinem iPhone belassen, neben anderen Social Media-Leichen wie Foursquare, «Freunde» (Apple) und Instagramm.

  18. webharvey

    Ich finde das auch nicht so schlecht, halt immer was doof, wenn man keinen kennt , der das auch nutzt. Das scheint sich ja jetzt zu ändern ;)

  19. Finde Path auch sehr gelungen und würde es gerne mit dem vielbeschworenen “engsten Kreis” nutzen. Also Freundin+Freunde+Familie. Dumm nur, dass das fast alles Online-Muffel sind. :-|

  20. Thomas

    Wer’s braucht… Ich treffe meine Freunde und die Familie lieber offline. Da klappt das mit dem Herzen und der Seele auch gleich viel besser. Ausserdem schliesst man dann auch nicht die Hälfte aus, weil sie keine Nerds sind und Android für einen humanoiden Roboter halten.

    • ad

      Hey, es soll durchaus Leute geben, die beides auf die Reihe bekommen – echte und virtuelle Freundschaften. ;)

    • Es hat auch nicht jeder das Glück, alle auf einem Haufen in irgendeinem Dorf zu haben. Wenn sich Familie und Freunde auf mehrere Kontinente verteilen, ist man froh über jedes Hilfsmittel…

  21. Pingback: Auf neuen Pfaden in 2012 – Guten Rutsch! | bastelschubla.de

  22. Thomas

    Ich kann ja auch nur für mich sprechen. Für mich macht sowas wie Path keinen Sinn. Jeder Jeck ist eben doch anders… ;-)

  23. Pingback: Social Love! Path richtig nutzen! • intim, neu, path, privat, social network • Der LeuMund.ch

  24. Dry

    Ja, ja. Und langsam werde ich da doch auch unkalt mit.

  25. Ich finde Path wirklich SEHR geungen!
    Gerade die Begrenzung auf 150 Freunde pro Person sorgt dafür, dass wirklich nur die “engsten” Freunde und wichtigsten Personen Platz finden. Ansonsten sammeln sich wieder zu schnell zu viele Kontakte an, mit denen man die privaten Dinge eigentlich garnicht teilen möchte.
    Mein großes Problem an Path: Genau 2 meiner Freunde haben sich Path installiert. Es ist mehr oder weniger ein Stillschweigen in der App…

    Aber: Toller Bericht und eine tolle Seite (die ich soeben erst entdeckt habe)!

    Yoshi

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