Bloggt doch wie ihr wollt…
Vorhin im Feedreader sprang mir wieder mal der obligatorische “Wie schreibe ich tolle Blogbeiträge”-Ratgeber ins Auge. Ihr kennt sie sicher auch – die ultimativen HowTos erfahrener Blogger, in denen sie Einblick in ihr geheimes Nähkästchen gewähren – und dass, obwohl sie bereits täglich daraus plaudern. Hunderte Kommentare werden euch versprochen und überhaupt – Blogger sind die besseren Journalisten, weil sie viel moderner sind, denn sie können Twitter und Facebook, und das beides gleichzeitig und mit Bildern. Nein, ich nenne keine Namen. Die entsprechenden Alpha-Tierchen, formerly known as A-Blogger, kennt ihr alle selber.
Jetzt mal im Ernst. Eigentlich gibt es nur eine Regel und die lautet: Bloggt doch wie ihr wollt. So wie euch die Schnauze gewachsen ist. Und wenn ihr meint, ihr müsstet das tausendste Macnews-Blog aufmachen oder Pressemitteilungen eins zu eins übernehmen – dann macht das, wenn es euch Spaß macht. Mir nicht, darum blogge ich ebenso wie ich es tue und nicht, wie es mir jemand vorschreiben will. Auf jeden Topf passt ein Deckelchen, und für jedes Blog gibt es die passenden Leser. Na gut – für fast jedes…
Amen.
Schön Dampf abgelassen.
Aber Recht hast du natürlich. Nur so kann man sich von der Masse abheben und etwas eigenes erschaffen.
Wie Recht du hast
Trifft das oben gesagte nicht auf jeden Aspekt des Lebens zu? Alles Lemminge das…
“die ultimativen HowTos erfahrener Blogger, in denen sie Einblick in ihr geheimes Nähkästchen gewähren”
Und dann ihre natürlich komplett optimierte Seite präsentieren, die vor Werbung platzt.
Auch das ist des Bloggers gutes Recht – ich kann darauf verzichten, manch einer braucht das Zubrot. Ich als Leser muss es mir ja nicht anschauen, wenn es mich stört. Entweder mich interessiert der Inhalt – dann akzeptiere ich auch die Werbung, oder ich lasse es.
Dies war gar nicht meine Intention, prinzipiell gegen Werbung auf Blogs zu sein, sondern dass diese “Ich zeige euch, wie man bloggt”-Artikel zu oft reines Fishing ist, um mehr Klicks zu bekommen
Ah, ok. Dann habe ich das missverstanden.
In dem Fall hast du recht.
Mir gehen diese angeblichen “Ratgeber” auch langsam tierisch auf die nerven, genauso wie die SEO-Ratgeber und sonst was.
Da wurde das Prinzip des Bloggens einfach nicht verstanden!
Das war doch dann aber auch ein “Wie schreibe ich tolle Blogbeiträge”-Ratgeber von dir Ad oder? Ok … war genau genommen ja nur ein Tipp.
Ich wusste, das jemand damit kommen wird…
Hmmm… Wenn man die größtmögliche Aufmerksamkeit und Werbeeinahmen will, kann ich verstehen, dass einige so bloggen wollen wie die “A-Blogger”. Irgendwas werden die ja wohl richtig gemacht haben, sonst wären sie nicht da, wo sie sind…
Und auch wenn ich meistens eher nach deiner Regel vorgehe, kann ich nicht abstreiten, ab und zu mal den ein oder anderen Tipp auszuprobieren.
Schau dir mal den Herren an, der hier in dem Beitrag als Erster kommentiert hat – ist auch A-Blogger und schreibt so, wie ich es beschrieben hat – so wie ihm der Schnabel gewachsen ist. Klappt doch, oder?
Sehe auch so. Jeder so wie er mag.
Moin,
da kann ich Dir einfach nur zustimmen. Mir ist es auch total egal….ich mache es ja weil es mir Spaß macht und wenn es nur eine Person gab, die daraus irgendeine Info oder Nutzen gezogen hat, dann freut es mich noch mehr!
Grüße
Stephan
Mach das noch in eine Liste “10 Tipps zum besseren bloggen” und du kriegst mehr lese als du je haben wolltest. *unverständnissmiley* *zustimmsmiley*
Ich finde es prinzipiell nicht schlecht, wenn man Ratschläge zu seinem Schreibstil bekommt. Aber dann sollten es schon persönliche Ratschläge sein, und keine How-To´s. Früher habe ich immer sehr lange, komplizierte Sätze geformt, bei denen dann natürlich die Fehlergefahr sehr hoch ist.
Und anstatt eben diese How-To´s zu lesen, sollte man lieber mal ein paar Gastbeiträge auf etablierten Blogs verfassen. Das bringt im Normalfall ein paar neue Besucher und wenn man Glück hat eben auch Ratschläge wie man noch besser wird.
Sollte man wirklich vom Bloggen und als freier Journalist leben wollen, so sollte man aber meiner Meinung nach auch die selbe Ausbildung wie “echte” Journalisten machen. Die Beiträge von Herrn Olma (iphoneblog.de) finde ich z.B. sehr gut geschrieben. Kaum Wiederholungen, sehr persönlich, Zitate.
Aber das muss jeder für sich selber wissen.
So meine Meinung.
Nils
Den Schreibstil entwickelt man doch im Laufe der Zeit selber weiter, sprich man bekommt Übung – auch ohne Ratschläge von anderen. Ich blogge hier jetzt seit 2005 und meine, dass mir das Schreiben mittlerweile deutlich leichter fällt.
Ich weiß ja gar nicht ob ich nun A oder eher Z Blogger bin. Egal, der Schnabel ist gewachsen und wird auch so verwendet. Passt.
Amen Reverend,
aber ich blogge auch so… wahrscheinlich die meisten… Manche nehmen sich einfach zu ernst
MfG Bastian
Ich habe einmal irgendwo gelesen: “Wenn Du einen guten Brief schreiben willst, dann verfasse ihn so, wie Du mit den Leuten sprechen würdest, wenn Du sie in der Realität triffst oder am Telefon mit ihnen sprichst.” – daran sollte man sich auch beim Bloggen halten, dann klappt’s auch mit den Lesern und braucht keine tollen Ratgeber aller Art.
Recht hast du, zumindest was das mit dem Schnabel angeht
Was die How-To’s angeht: Ich finde das ok, es gibt nur eine Sache die dabei wichtig ist. Man sollte wenn dann von seinen Erfahrungen erzählen und eben ein Erfahrungsbericht daraus machen und kein Gesetz des Bloggens.
Also ich meinen Blog gestartet habe haben sich auch viele gefragt, ob die Welt den noch ein Blog über WordPress, Soschl Midiaa usw braucht. Aber scheinbar gibt es 4-5 Leser, denen meine Schreibe und meine Themen zusagen
Wie auch immer, das schöne ist doch das man nicht lesen muss und alles ignorieren kann, wenn man das für die bessere Alternative hält. Und da du Herrn Knobloch schon angesprochen hast – Genau wegen seiner Art zu schreiben lese ich stadt-bremerhaven und eher weniger heise & co.
Bloggen ist wie Sex, nur mit mehr Wörtern!
That´s right!
Menschen die solche Wie tue ich es richtig Beiträge sind hohl, noch hohler sind aber die Leute die so etwas lesen um sich dann aufzuregen und andere auffordern sich nicht daran zu ergötzen und lieber ihr eigenes Ding machen sollen. Obschon es einfacher wäre niemand darauf hinzuweisen und andere aus ihren Fehlern lernen zu lassen. So eine Art Publicity machen, so von wegen schlechte Werbung ist auch gute Werbung und darum gibt es jetzt 20% auf alles ausser aus Tiernahrung.
Aber am aller, aller, aller, aller, hohlsten sind die welche das ganze dann mit Amen oder thats right kommentieren!
Btw. lässt du auch ganz schön nach, nur noch jammern, attern, lästern und jammern. Ich bin geneigt dich Bildzeitung der Nerds zu nennen und dich aus meinem Feedreader zu verbannen.
Denk mal drüber nach, noch bin ich dein wichtigster Konsument!
Ja, dann mach halt. Das erinnert mich jetzt an die Stones. Die wollen auch schon seit gefühlten 50 Jahren die letzte Tour machen…
Meine Tante sagte immer: “Lasse die Kinder lallen!”
“Ich-schmeiß-dich-aus-dem-Feedreader-bla-bla” zum 100. Mal.
Hättest ja wenigstens so tun können als wenn ich dir wichtig wäre und dich meine krittelnde Meinung interessiert, aber warte mal ab wenn ich rausgefunden habe wie ich bei google reader Abonements wieder löschen kann. Dann, ja dann bist du fällig! Und wenn sich dein eh viel zu weiches Daunenkissen mit salzigen Tränen vollgesogen hat, brauchst du auch nicht mehr ankommen. Denn ich hatte dich vorgewarnt!
Tut mir leid. Wusste gar nicht, dass du so dünnhäutig bist. Also:
BITTE, BITTE – lösch meinen Feed nicht. Ich hab doch nur dich! [*]
* hier Heulsmilie hindenken, den ich nicht im Angebot habe.
spannend finde ich jetzt wieder, wie man erfolgreicher blogger wird. erfolgreich, im sinne der gesamtheit von möglich vielen klicks und kommentaren, wird man, wie manche how-tos beschreiben, durch möglich vieles Kommentieren auf mehr erfolgreichen blogs, wie diesem hier. bevor, das aber sinn macht, tut es not irgendwelchen scheiss auf seiner seite zu veröffentlichen, der leser reizt. und die kommentare zur eigenpromotion, sollten das auch.
bloggen ist eigentlich eine schöne sache. wie alles.
Das ist jetzt irgendwie so ein Beitrag wie: “Wenn ihr Hunger habt dann esst doch – auch gern Nudeln mit Nutella”.
Sicherlich hast Du mit einigen Dingen recht, aber es gibt es hunderte Bücher zum Thema Programmieren, Kochen, Abnehmen etc. Also es gibt tatsächlich eine Zielgruppe für soetwas und dementsprechend durchaus auch die Berechtigung das zu machen. Da muss man sich nicht drüber aufregen – das ist nur vergeudete Lebenszeit
Manch einer betrachtet auch die Bloggerei als vergeudete Lebenszeit. Da kommt’s also auf diesen einen Beitrag (bei derzeit 961) auch nicht mehr an.
Die Hohlsten werden die dings-ten sein, denn ihnen gehört das Himmelreich.
So würde sich das bei Jesus angehört haben, hätte er diesen Blogpost hier gelesen. Den Admartinator kann man nur unter Schmerzen ertragen. Wo ist mein Diclofenac?
Habe ich versteckt. Ich sehe dich gerne leiden.
Auf die Dauer, kann man nur so bloggen wie einem der Schnabel gewachsen ist, da man sich über einen längeren Zeitraum nicht verstellen kann.
Die Zeit in der man sich Gedanken macht wie man bloggt, kann man besser in Recherche für die Artikel investieren.
Nuff said!
Mari
Pingback: HowTos | Blog ohne Namen
Besonders freue ich mich über Ratschläge von Blog-Beratern, die selbst kaum Leser haben. Soll es ja auch geben. Aber ein Thema braucht schließlich jedes Blog. Das war jetzt nicht so bös gemeint, wie es sich liest.
Naja, das ist immer etwas voreilig das als Kriterium zu nennen, genau wie SEO-Blogs ohne Backlinks.
Letztlich fängt jeder mit so einem Projekt mal an und wenn ersichtlich ist, das der gute Herr Berater auch nachweisbaren Erfolg bei anderen Projekten hat ist das sicher kein Kriterium!
Da sieht man was Bloggerei alles ausmacht ein kleiner Artikel der noch interessantere Kommentare hervorbringt (außer meiner)-admartinator alles richtig gemacht! eine glatte 10 weiter so!
Pingback: Unberechenbar | sprain's
Pingback: Link Sammelsurium {06/11} // Pooly.net
Ich würde eigentlich beiden Seiten recht geben. Natürlich soll man am Besten schreiben was man will aber gleichzeitig will man auch dass das Geschriebene gut bei den Lesern ankommt. Und es gibt schon einige Tricks wie man Dies verbessern kann.