Zeichen setzen

Mein Seite war bisher politisches Brachland. Und dann kam Japan. Der Tsunami und nukleare Katastrophe. Ein Grund, wieso es in den letzten Tagen still war, hier bei mir und auch auf vielen anderen Blogs. Wahrscheinlich ging es vielen so wie mir. Über Banalitäten wie Lieferengpässe von iPads zu bloggen, während auf der anderen Seite des Erdballs das Leid und die Angst keine Grenzen kennt, fällt mir schwer. Fast genau so schwer, wie hier nicht ausfallend zu werden, obwohl das Agieren unserer Politiker weiß Gott Grund dazu geben würde. Ich gehöre zu der Generation, die Tschernobyl in einem Alter mitbekommen hat, in dem man sich eigentlich mehr Gedanken hätte machen müssen. Aber auch ich habe geglaubt, dass so ein Unglück mit “unserer” Technik eher unwahrscheinlich ist. Fukushima hat uns allen die Augen geöffnet.
Schluss mit Atomkraft!
Setzt ein Zeichen in euren Blogs – wie wär’s hiermit?
Was machst du nun? Was änderst du?
… ein erster Schritt wäre der Wechsel zu zertifiziertem Ökostrom und den Energieriesen zeigen, was man will. Der Kunde hat noch immer die größte Macht, nicht immer nur billig – Regional und bewusst einkaufen.
Anders wählen. Anders konsumieren. Kritischer sein.
Und ja, Ökostrom gehört sicher auch dazu.
Applaus – erst einmal für dich, Martin, und diesen Eintrag. Ein wenig Tiefgang tut auch diesem Blog gut …
Scheint ja wieder mal modern zu sein, gegen die Kernkraft zu wettern. Herzlich willkommen im Mainstream.
Wenn das so ist – nie habe ich lieber Mainstream betrieben, als in diesem Fall.
Also ich stimme deinen Eintrag grundsätzlich zu.
Ich kann mich auch noch genau an Tschernobyl erinnern, damals durften wir auf einmal nicht mehr im Sandkasten spielen.
Und hat daraus der Mensch gelernt? Nein.
Genau so wird der Mensch auch nicht aus Japan lernen.
Leider…
Bravo! Guckt auch auf http://www.ausgestrahlt.de/
Kompliment!
Selten so viele Diskussionen mit Familienmitgliedern geführt, wie im Moment…
Es ist schwer erträglich für mich zu sehen, wie eine Technologie noch immer argumentativ verteidigt wird, die letztlich nie beherrschbar war/ist/sein wird…
Wenn ich mir überlege, wie viele Milliarden in diese Technologie gepumpt wurden, wäre dieses Geld besser in der forcierten Entwicklung alternativer Energieformen investiert worden… Nun, zukünftig kann man das ja machen!
Was leider auch noch von den Grünen zu wenig thematisiert wird, ist, dass wir egal wie, ein wenig weniger konsumieren müssen, dass wir auch neue Strommasten in unserer Nähe verdauen müssen, genauso wie zukünftig Windräder unser Landschaftsbild mitprägen werden…
Fabian
Die Milliarden, von denen du sprichst, könnten sicher auch dafür verwendet werden, statt den Strommasten, die zugegebenermaßen suboptimal sind, Erdkabel zu verlegen. Für Gasleitungen wird ja schließlich auch die ganze Landschaft aufgebuddelt. Oder sehe ich das falsch?
Sehe ich auch so. Was ich vor allem so krass finde – ich hab da die Tage einen Bericht gesehen, wo gezeigt wurde, was bei einem Rückbau so alles gemacht werden muß, und wie hochkompliziert auch das ist. Von den Kosten will ich gar nicht reden.
Das zeigt auch wieder – man hätte in so eine Technologie erst gar nicht reingehen dürfen. Da wurde von Anfang an nicht richtig zuende gedacht.
Seit wann denken Politiker weiter oder sogar bis zum Ende?
Aber Politiker, die “weiter und bis zum Ende denken” werden aber zumeist nicht mehr gewählt. Ein Volk hat in der Demokratie immer die Regierung und Politiker, die man wählt…
Endlich ist es wieder Top-Thema.
Mir ging es ähnlich. Nichts war wichtiger als die sich ständig veränderte Lage in Japan. Auch ich teile die Sorge, dass viele sich nur so lange damit beschäftigen bzw als Sticky-Post auf der Startseite jedem Besucher entgegen halten, bis es durch das nächste Großthema verdrängt wird.
Resourcen-schonend leben sollte jedermanns Pflicht sein. Dazu gehört meiner Ansicht nach auch der (schnellstmögliche) Verzicht auf Atomkraft. Daran hätte seit Jahrzehnten intensiver dran gearbeitet werden müssen. Sprich: es wird Zeit.
Nun gibt’s erstmal ein/zwei Kommissionen. Ich würd ja lachen, wenn es nicht so traurig wär.
Oh man, Ja neue Energiegewinnungsformen sind notwendig. Das weiß wohl jeder. Windräder will nicht jeder (mal davon abgesehen, dass diese kein AKW ersetzen können), neue Strommasten sind auch böse und die Anti-Atom-Demos hier in Hamburg nerven mit lauter uninformierten Menschen die sich ans Mikrofon stellen und glauben, man könnte einfach noch gestern alle deutschen AKWs abschalten und es würde sich nichts ändern…
Neue Energien sind sicher notwendig aber zwischenzeitlich kann man nicht auf ausländische Energie setzen.
Da fällt mir das Beispiel Italien ein, das nach Tschernobyl die drei AKW abschaltete, die in Italien existierten. Seitdem beziehen sie Strom aus Frankreich (von AKWs). Das kann es nicht sein.
Eine (für uns) andere Möglichkeit bestünde darin, dem Bau eines Seekabels von/nach Norwegen zuzustimmen, damit wir Strom aus Wasserkraftwerken hierzulande konsumieren könnten. Doch das dauert Zeit (und dem steht eine Lobby entgegen). Eine Petition läuft im Bundestag.
Ich bin gespannt.
Es gibt schon jetzt Möglichkeiten, ganz auf Atomstrom zu verzichten. ROBIN WOOD hat Ökostrom-Anbieter getestet, die keine Verflechtung zu den großen Stromanbietern haben: http://www.robinwood.de/OEkost.....rom.0.html
Bei diesem Seekabel geht es vor allem darum, unseren Strom bei Überproduktion und wenig Nachfrage in die Pumpkraftspeicher in Norwegen “zwischenzuspeichern”.
Auch gut.
Da muss mehr Information ran. Ich werde das auf jeden Fall weiter verfolgen.
Gott sei Dank ist es endlich Mainstream, gegen Atomkraft zu sein. Endlich ist es nicht mehr so, dass man deshalb in die Ecke der Verschrobenen geschickt wird. Ich freue mich sehr darüber und hoffe, dass wir tatsächlich viel erreichen können und diese ganze Katastrophe am Ende zu etwas Gutem für alle führt. Und Martin: Respekt und Danke für die klare Meinungsäußerung!
Vorab, ich schwimme auch mit der anti Atomkraft Bewegung und das nun schon seit 25 Jahren. Womit man aber vorsichtig sein sollte ist die hoffnung. Es gibt weltweit 500 AKW , 17 davon in Deutschland, wenn diese durch politischen Druck abgeschaltet werden dann bauen die Franzosen, die schon 59!!!! AKW haben einfach noch ein paar mehr und verdienen gutes geld mit dem Export nach D. Weiterhin haben wir den Müll und nur weil wir jetzt aufhören wollen entsorgt sich dieser nicht von selbst. Durch das runterfahren der alten AKW haben wir keine Sicherheit gewonnen, denn die Brennstäbe sind noch dort und reagieren kräftig vor sich hin. Im Prinzip ist die Sache im Arsch. Man muss natürlich trotzdem den Druck aufbauen, um die Forschung zu fördern, denn nur wenn ich Strom für 3,5 Cent pro KW/h auf andere Weise produzieren kann werden die anderen 500 AKW weltweit auch abgeschaltet. Bei Sonne, Wind und Wasser ist das grundsätzlich möglich, es kümmert sich aber keiner ernsthaft drum.
Gut. Schalten WIR die AKWs in Deutschland ab – was ist mit denen in unseren Nachbarländern? Wenn dort eins hoch geht, dann nützt es UNS auch nichts, dass unsere abgeschaltet sind.
Ganz allgemein gesehen, finde ich die Technik und die Energiegewinnung durch Atomkraftwerke gut. Die Entsorgung der entstehenden Abfälle ist ein anderes Problem. Die Sicherheit wiederum ein Anderes.
Richtig ist, dass direkt an der Grenze französische AKWs stehen und es reale Gefahrenquellen sind.
Aber wie du schon sagtest, ist das AKW nur ein Teil des Problems. Die Entsorgung ist nicht ein anderes Problems, sondern ein weiteres Teil des selben Problems Atomkraft. Das eine kann man nicht vom anderen trennen.
Insofern kann es auch nicht möglich sein, die Stromerzeugung durch Atomkraft gut zu heißen, aber in der Entsorgung ein echtes Problem zu sehen. Das eine bedingt das andere.
Einer muß immer anfangen. Warum nicht wir?
http://www.gruene-bundestag.de.....sstieg.pdf
jaja, Mainstream hin oder her, es ist gut, ein Zeichen zu setzen. Prima Ad, ich bin an Deiner Seite.
Aber sind wir doch mal ehrlich: wer würde auf gewisse Bequemlichkeiten verzichten wollen?
Ich habe jahrelang den Ökostrom der “Stromrebellen” aus Schönau bezogen (http://www.ews-schoenau.de). Als ich dann mit meiner Freundin zusammenziehen wollte und wir endlich eine auch noch sagenhaft schöne Wohnung gefunden haben, wars vorbei. Die Wohnung hat Nachtspeicheröfen und leider bietet hier nur die EnBW AKW-Nachtspeicherstrom an.
Da war dann von Öko und atomlos usw. keine Rede mehr bei uns. Die Wohnung wegen dieser “politischen Unkorrektheit” nicht zu nehmen kam gar nicht in Frage, zu dicht ist der Wohnungsmarkt und zu lange war die Suche.
So schnell kann das gehen.
Man muss zwar in eine neue Richtung gehen aber egal wie diese aussieht, ohne jetztige Atomkraft geht es nicht. Wenn man bedenkt das z.B. Tokio eine 35 Millionen Metropole ist, diese kann man nicht mit Ökostrom versorgen. Alleine die Dimension von solch einer Stadt ist kaum vorstellbar. Es wird noch viele, sehr viele Jahre vergehen bis man von rein ökologischer Energie leben kann, bis dahin brachen wir nun mal die Kernkraft. Dieser Ökowahn ist wirklich übertrieben und was haben denn die Grünen erreicht außer das es für jeden teurer wird von Monat zu Monat. Umweltschutz muss sein, ein Umdenken auch aber die Last zahlt nur der Mittelstand. Jeder schaltet den Strom zu Hause ein und jeder will Strom haben aber wenn man alle Meiler abschalten würde, was wäre dann. Die Zukunft ohne Atomkraft ist vorstellbar, umsetzbar aber erst in vielen Jahren. Und wenn müßten alle Länder auf Atomkraft verzichten.
Ohne jetzt persönlich werden zu wollen …
Diese allgemeine Doppelmoral finde ich immer wieder zum Kotzen. Oh, wir haben ja auch AKWs im Lande, sollten wir doch mal drüber nachdenken. Und dann diese kanalisierte Betroffenheit und das oft gekünstelt wirkende Mitgefühl. Auf der ganzen Welt gibt es seit Jahren Missstände die keine Sau interessieren. Nach dem Motto: was geht mich dass an? Nun haben wir selber AKWs und plötzlich hagelt es Mitleid für Japan. Wo bleibt das Mitleid für Afrika, für die ganzen Bauern, die wegen uns zu Grunde gehen (Agrarsubventionen und Überproduktion) und die ganzen Menschen die mitunter durch unser gedankenloses Verhalten krank werden, sterben oder sich gar das leben nehmen. Aber die Überproduktion in Europa ist ja keine Gefahr für das eigene Wohl, also kann es scheinbar egal sein.
Sicher, man kann sich nicht um alle weltlichen Belange kümmern, aber dann bitte jetzt nicht so tun, als wäre die Sache in Japan so extrem viel schlimmer als andere Missstände, Unglücke und Unfälle dieser Erde. Und dann auch noch den Eindruck erwecken, man wäre immer besorgt um die Weltgemeinschaft.
Nicht missverstehen. Ich finde es gut, dass dieses Thema durch die Blogs und Medien schwirrt, nur hoffe ich, dass man dadurch auch mal wieder mehr in andere Ecken der Welt schaut und nicht nur die, welche für einen persönlich relevant sind.
Meine Kritik zielt auch nicht mal auf Martins Beitrag ab, sondern eher um das Getue der Menschen in diesem Land.
Natürlich ist das mit Afrika auch schlimm, aber meiner Ansicht nach hat das Thema Atomkraft schon eine weitreichendere Relevanz. Immerhin “versauen” wir uns damit die Erde um 1000te von Jahren.
Das streitet auch keiner ab, nur ist die Relevanz ja nichts neues, die war schon vor dem ersten Kraftwerk bekannt und viele haben das auch noch mal in der Schule durchgenommen. Trotzdem tun jetzt alle so überrascht und schockiert und tun auch noch so als wäre nur das Thema beachtenswert.
Pingback: Exit! Warum erst jetzt? » Station 9.111
Mach dir keine Sorgen. Alles ist vergänglich.
Und in 2-3 Wochen berichtest du wieder fleißig über die Lieferengpässe von iPods. Die AKW’s in Deutschland stehen immer noch und alles ist genau so wie vorher… bis halt es einen selber trifft..
…und schon den stromanbieter gewechselt? …das geht ganz einfach!
Löblich, dass endlich wieder über diese Thematik diskutiert wird. Traurig, dass es dazu ein Vorkommnis wie Japan brauchte.
Zum Thema Kernenergie möchte ich betonen: Kernenergie ist nicht gleich Kernenergie. Es ist wirklich schade, dass bei der derzeitigen Diskussionen die Kernenergie grundsätzlich schlecht geredet wird. Die herkömmlichen AKWs, welche es rund um den Globus gibt, betreiben Kernspaltung. Und darüber sprechen alle.
Niemand spricht aber über Kernfusion. Kernfusion wäre sicher und kontrolliert zu betreiben, Ressourcen (erneuerbare) sind dazu zuhauf vorhanden, es entstehen keine Abfälle.
Das Problem, und darauf will ich heraus: Die Technologie ist längst nicht einsatzbereit. Wenn jetzt also alle von Förderung erneuerbarer Energien sprechen, vergesst die Kernfusion nicht. Deren Entwicklung gehört genauso konsequent gefördert. Denn Kernfusion wird die Energieprobleme der Menschheit lösen. Irgendwann. Hoffentlich.
Folgende Doku zum Thema Kernfusion ist sehr empfehlenswert.
http://www.youtube.com/watch?v=k9pam4Coxtk
Danke für den Link. Fand ich sehr interessant. Da hört man wirklich nicht viel drüber. Da wird die Forschung bestimmt weiterlaufen. Allerdings wird wohl ein Ende der Forschung erst in Jahrzehnten der Fall sein. Handeln müssen alle bezüglich der Kernspaltung jetzt.
Sehe es genauso wie Ronny. Dieses Geschwafel von wegen sofort abschalten ist Blödsinn, weil dann gleich der Aufschrei kommt, wenn eben nicht einfach der Strom aus der Steckdose kommt. Es gibt derzeit keine effizientere Methode Strom zu gewinnen als mit Atomstrom. Wenn all die Studenten mal weniger demonstrieren würden und dafür lieber mehr Zeit in Forschung von wirklichen Alternativen stecken würden, dann wären wir sich schon weiter.
Aber leider ist die komplette Debatte nur eine Mischung aus Medienhetze, Wahlkampf und Lobbyismus. Ich würde mir wirklich wünschen, dass man mal wieder mit gesundem und vor allem realistischen Menschenverstand an die Sache heran geht.
Mensch Martin, mit so einer Argumentation würde nicht mal mehr ein CDU-Politiker auf Wahlkampf gehen. Sowas hat man in den 80ern gehört. Heute weiß man es doch eigentlich besser, dass es auch auch ohne geht – wenn man will.
Was sind denn die Alternativen?
Wurde oben von Macwoern schon verlinkt. Lies dir das mal durch.
Zu dieser/deiner Argumentation einfach mal das Buch von Herrmann Scheer lesen:
Der Energethische Imperativ – wie der vollständige Wechsel zu erneuerbaren Energien zu realisieren ist
Faszinierendes Buch, das u.a. auch die Problematik einer zentral(istisch)en, fast oligopolen Energieerzeugung (zu der auch die Kernfusion gehören würde) darstellt.
Interessant dabei auch der historische Rückblick, dass stets behauptet wurde, regenerative Energiequellen könnten NIEMALS mehr als 5% der Energie abdecken, und schon jetzt sind wir (trotz vieler Hindernisse die in den Weg gelegt wurden) bei mehr als 17%
Alternative Entwicklungswege werden aufgezeigt und verdeutlichen, dass es funktionieren kann, u.a. die Energieleistung der Sonne, die im Überfluss vorhanden ist, abzugreifen…
usw….
Hehe. Das habe ich gerade vor ein paar Tagen geordert: Klick!
Zweifellos hätte niemand etwas dagegen, wenn wir unseren Strombedarf ohne Kernenergie bewältigen. An der derzeitigen Debatte stören mich sowohl die sturen Befürworter der Kernenergie wie auch die enervierten Gegner, welche kaum in der Lage sind, ein realistisches Bild des Atomausstiegs zu zeichnen.
Wer davon ausgeht, dass ein Kernkraftwerk innerhalb von wenigen Tagen abgeschaltet werden kann und damit die Gefahr gebändigt sieht, ist schon sehr naiv.
Die Gefahr der atomaren Katastrophe besteht auch bei einem stillgelegten Kernkraftwerk – und zwar so lange, bis es vollständig rückgebaut wurde. Dieser Rückbau dauert mehrere Jahrzehnte und verschlingt pro Kraftwerk mehrere hundert Millionen Franken/Euro.
Selbstverständlich sind diese Kosten durch die Kraftwerksbetreiber zu berappen. Das wissen die auch und legen Jahr für Jahr Geld für diesen Rückbau beiseite. Wird nun aber ein solches Kraftwerk frühzeitig stillgelegt, fehlen in der Kasse für den Rückbau viel Geld. Da die Stilllegung ein politischer Akt ist, muss für den Fehlbetrag die öffentliche Hand aufkommen.
Neben der Illusion der sofortigen Sicherheit muss der Staat also Milliarden an Steuergeldern aufwänden, um den vorzeitigen Rückbau zu finanzieren. Geld, das für die Förderung alternativer Energiegewinnung fehlen wird.
Ich persönlich befürworte einen pragmatischeren Ausstieg. Die aktuelle Sicherheit muss stärker in den Fokus gelangen und auch öffentlich diskutiert werden. Kernkraftwerke, welche die Standards noch erfüllen, sollten am Netz bleiben, bis deren Rückbau gesichert ist. Denn wäre dies nicht der Fall, würde sich auch der Rückbau in die Länge ziehen. Damit sässen wir ebenso auf einer Zeitbombe, nur dass diese dann keinen Strom mehr liefert.
Da gehe ich volkommen mit….Schluß mit Atomkraft. Ich habe in den letzten Tagen auch mal Luft abgelassen in meinem Blog (Atomkraftkatastrophe in Japan – Warum wird jetzt debattiert über deutsche Atomkraftwerke), mich nervt viel mehr noch, dass immer erst alle aufwachen, wenn irgendwo eine Katastrophe passiert. Man stelle sich nur vor, unsere alten Atomkraftwerke hier in Deutschland sind von so einer Katastrophe betroffen!!!