Shitstorm Prevention

Shitstorm, Shitstorm, Shitstorm – überall liest man in den letzten Tagen dieses so garstige Modewörtchen, mit dem man auf Twitter und in den Blogs nur so um sich wirft. So wie hier gerade aktuell bei der Nerdcore-Geschichte oder vor kurzem beim Caschy. Kommt mir das nur so vor, oder gab es das letztes Jahr noch nicht in dem Maße? Oder ist gar das Wort schon alt, nur die Häufigkeit der Shitstorms höher als zuvor?

Bei der Gelegenheit küre ich den Meister der Shitstorm Prevention – geiles Wort, oder? Kollege MacMacken hat’s drauf. Er schließt bei einem Shitstorm einfach die Kommentare. Nicht zum ersten Mal, aber diesmal gleich von Anfang an. Schade. Oder vielleicht auch besser so…

25 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Aloha,

    gut, “Shitstorms” sind nicht neu und gab’s auch schon immer. Für meinen Geschmack sowieso zu viel, aber in den letzten Jahren noch mehr. Allerdings ging man dabei nicht unbedingt in diesem Maße gegen Blogger vor. Und dabei wird’s dann jetzt auch schon sehr spannend. Was ist heute mehr Wert und wie wird man sich einigen. Meine persönliche Meinung ist, dass eine Firma nicht derart vorgehen kann und es sich in Blogs um die persönliche Meinung handelt. Doch wir werden sehen was dabei rauskommt… wenn René einen Spendenaufruf für die Gerichtskosten machen sollte, bin ich definitiv mit dabei. Solche Firmen gehören verboten, derartiger Umgang sowieso. Und das war meine persönliche Meinung.

    (Welcher irrational denkende Verein gibt diesem Unternehmen bitte einen Gründenpreis? Da schäme ich mich für meine Firmen ja in Grund und Boden. Bin ich froh, dass ich auf Werbung dafür verzichte und lieber KnowHow verkaufe. Okay, jedes Unternehmen wie es will. Vor allem eins, dass gar schon Fernsehbeiträge entfernen ließ (Oops, war Einvernehmlich …) und vor sehr hohen Gerichten sich aufbauen musste.)

    Cheers, Andi

  2. Find ich teilweise auch unpassend, was manchmal so abgeht. Bei TouchTalk hatten wir ein zweimal beleidigende Kommentare gegen Mitglieder des Teams; kam aber danach nicht wieder vor.

    Ich selbst würde bei Werbeartikeln (auch ich hab sowas ähnliches schon mal gemacht, werde es aber nicht wieder tun) wie dem Casino-Artikel die Kommentarfunktion abschalten. Da der Artikel schon prinzipiell ja Werbung ist und daher nur bedingt die Meinung des Bloggers darstellt bzw. wirklichen “Inhalt” darstellt, darf man auch keine “wirklichen” Kommentare erwarten. Versteht ihr was ich meine? Irgendwie bring ich’s grad nicht so zu Papier…äh… Bildschirm, wie ich mir das vorstelle.

    Aber generell unangemessen, wenn Leute die vielleicht teilweise mit der Materia nur lesenderweise zu tun haben, sich anmaßen beleidigend zu werden. Der Admin muß immer selber wissen, ob er das Risiko eingeht den einen oder anderen Artikel zu posten.

    Und generell: Jeder sollte dank seiner Kinderstube auch mit der Nettiquette umgehen können.

  3. So kann man sich auch die Leser verprellen. Entweder man steht zu der Werbung die man macht, oder nicht. Dann muss man es sein lassen.

  4. Der Casinobeitrag wird bestimmt noch ordentlich honoriert von Google. Ich lese heute schon den Heul-Artikel…

  5. @Kalliey
    Eben, genau darum, solch Artikel hätt ich persönlich nie geschrieben. Ob’s gefällt oder nicht – Google sieht eben alles.

  6. Was ist euch eigentlich wichtiger – Google oder die Leser?

    Insofern lest mal, was Caschy geschrieben hat. Recht hat er. ;)

    • Beides Martin, die Bestrafung der Leser ist das die im schlimmsten Fall nicht mehr kommen und die Bestrafung durch Google weil keine Leser mehr angespült kommen.

      Da kann ich auch Zuhause auf einem Leitz-Block meinen Blog weiterführen.

      Ich steh zu meiner Werbung und lasse da auch unschöne Kommentare zu, ich bin nicht der typische Kommentarschleimer der alles toll findet.

      Wenn mir ein Kommentar auf dem Blog zu unpassend erscheint, antworte ich per Email.

      Sprich: Ich nehme jegliche Kritik in positiver wie negativer Art an.

      • Wobei man ja auch unterscheiden muß ob es einfach nur Kommentare sind, die nicht gefallen, weil einfach nicht “nett” oder ob es persönliche Beleidigungen sind. Sowas würde ich nicht tolerieren. Alles andere ist ja legitim, Gusto und Geschmäcker sind ja unterschiedlich.

  7. Beides. Wenn ich eine Review schreibe über was auch immer, will ich auch bei Google gefunden werden. Ruinierter Pagerank durch fragwürdige Beiträge und Verlinkungen sind da nicht hilfreich.

    Wenn ich ein Album auf Flickr auf meiner Seite bewerben will und das meinen Lesern mitteilen möchte, dann ist Google dafür natürlich irrelevant.

  8. Der Gute muss ja wirklich recht arm dran sein, denn in 99% der Fälle zahlen die Casino Seiten Betreiber echt lausige Beträge..

    Außerdem läuft man Gefahr, bei Google in Ungnade zu fallen.. aber das muss jeder für sich selber entscheiden..

    • Also gering zahlen die m.E. nicht. Mir hat ein Casinobetreiber 200€ für 300 Worte auf http://momworx.de angeboten. Ich habe aber abgelehnt, weil ich grundsätzlich nicht über Glücksspiele schreibe.

      • Wenn du das nur auf das Jahr hochrechnest, sind das gerade mal 16 Euro pro Monat, die dir der Beitrag bringt.. das Risiko, dass du damit mit deinem Blog bei Google in Ungnade fällst, ist dann aber recht hoch!

        200 Euro ist auch nicht die Welt.. aber immerhin mehr, als balauue.org/blog/ für die Verschandlung seines Blogs bekommt. Der kriegt ca 30 Euro pro Blogpost.. einmalig.. schon traurig, wie manche ihr einsten feinen Blogs für Kleingeld verheizen.. just my 2 cents..

        • 200 Euro ist auch nicht die Welt.. aber immerhin mehr, als balauue.org/blog/ für die Verschandlung seines Blogs bekommt.

          Ach du heilige Sch… ! :faint:

          Was ist denn in den gefahren??

          Das ist da der Ober-FAIL!

  9. Liest Du eigentlich auch noch andere Blogs? ;)

    Wer werben will, muss damit leben. Wer Geld mit seinem Blog verdienen will, der sollte auch Leistung bringen. (Und das schaffen halt die wenigsten)

    • Liest Du eigentlich auch noch andere Blogs?

      Ich lese MacMacken eigentlich ganz gerne. Bis auf so ein paar Beiträge, wo er das Haar in der Suppe findet. Und eigentlich hatte er doch immer eine recht konstante und interessierte Leserschaft, darum wundere ich mich, wieso er sie mit solch einem (sorry) Mist vergrault.

  10. Mit etwas Verspätung habe ich diesen Blogartikel entdeckt … :)

    Zum Kommentieren: Werbung konnte man bei MacMacken noch nie kommentieren. Allgemeine Rückmeldungen sind immer über die Kontaktadressen unter http://www.macmacken.com/kontakt/ möglich, für die anonymen Feiglinge unter Euch auch per Kommentarfunktion.

    Zum Advertorial: Für mich ein Experiment … ob ich nochmals Werbung dieser Art aufschalten werde, weiss ich noch nicht – Eure Kommentare haben darauf selbstverständlich auch Einfluss.

    • Gib mal Google “Glücksspielsucht” ein und frage dich dann selbst, ob das eine gute Idee mit diesem Beitrag war.

      Trigami und Co. – alles eine Frage des Geschmacks bzw. der Leidensfähigkeit der Leser. Irgendwo muss aber eine Grenze sein.

      • Auch dieser Kommentar wird bei künftigen Entscheidungen über Werbung dieser Art in meine Überlegungen einfliessen, merci!

  11. @Kollege MacMacken
    @Kollege Admartinator

    Kann es sein das Ihr euch beide wirklich lieb habt oder überseh ich da was :-? ?

    • Ich habe es oben schon mal kommentiert.

      Egal, noch einmal: ich habe keine Probleme mit dem MacMacken-Martin. Im Gegenteil – er ist in meiner Blogroll (und ich in seiner) und er ist sogar hier im Setup vertreten. Könnte ich ihn nicht leiden, wäre das sicher nicht der Fall.

      Kritik zu üben heisst ja nicht, das man sich gegenseitig nicht achtet. Und im übrigen kann Martin damit umgehen, zumindest mit der, die ich hier im Blog zu der Flattr-Geschichte und zu dem Casino-Beitrag geäußert habe.

      Ende der Durchsage. :hehehe:

      • Argh, sinnvolles Kommentieren ist Glückssache! ;)

        Obige Antwort bezog sich auf die Frage …

        Kann es sein das Ihr euch beide wirklich lieb habt oder überseh ich da was ?

        … von Joerg.

  12. Ich persönlich würde sagen, dass es wie bei jedem Sturm ist, wenn man betroffen ist muss man ihn eben Ausitzen. Ändern kann man es meist nicht und dagegen anlaufen ist oft nutzlos, da eine Welle die sich bereits bewegt auch durch noch so schöne Begründungen nicht aufzuhalten ist.

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