Ping, das voll soziale Ding. Wetten?

Endlich mal etwas, womit ich nicht gerechnet habe. Nur – was haben die sich denn dabei gedacht, die Jungs und Mädels aus Cupertino, die Taschenträger und Fahrstuhlaufhalter vom Steve? Nein – ich meine jetzt nicht das lieblos gestaltete neue Icon von iTunes, sondern Ping. Also das Ding, was da das neue soziale Netz von Apple darstellen soll.

Selten war ich so unschlüssig, ob ich sowas gut finden soll oder eher nicht. Derzeit sieht das für mich aus, als wäre es nicht mehr als ein weiterer geschickter Marketingschachzug. Gratiswerbung durch die User mit einem ordentlichen Hauch von viralem Marketing unter dem Deckmäntelchen eines ach so hippen Social Network – gar nicht mal so doof. Und bei der Useranzahl, den Apple da schon von Beginn an am Start hat, bekommt Herr Zuckerberg weiche Knie. Rein darf man nur via iTunes und den mobilen Endgeräten mit dem Apfel drauf – na, das haben wir ja mal ganz gefickt eingeschädelt.

Ihr findet mich hier. Mal sehen, wie lange. Und ihr so? Meinung anyone?

35 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Ich finde das war abzusehen. Aber bisher leider sehr lieblos umgesetzt und wieso nur für Musik, nicht für Apps, Podcast usw. Naja man kann ja noch nach bessern.

  2. Wenn es die Möglichkeit gibt, das ganze noch über andere soziale Netzwerke wie eben facebook oder Twitter zu teilen, kann ich mir durchaus vorstellen, dass das Ganze eine Zukunft hat, etwa als Alternative zu Blip.fm, aber als hermetisch abgeriegeltes Apple-Ding hat es kaum Überlebenschancen.

  3. nun, auch apple entgehen die userzahlen von blip.fm, last.fm und co. nicht. und warum sollten die all´ die feinen korrelationsdaten sammeln dürfen und apple nicht? genau darum geht es nämlich im grunde. macht ja das fratzenbuch nicht anders.

    der move von apple ist insofern clever, dass sich so manche/r (vor allem erst einmal die musiker selber) überlegt, ob er sein/ihr engagement von etwa myspace weg zu iTunes verlagert.

    denn im idealfall trifft man seine kunden immer am POS, nicht irgendwo auf der strasse :)

  4. Wenn es auf dem Level bleibt, wird sich das selber ganz schnell zu Grabe tragen.
    Ich glaube ja, dass Ping nur geschaffen wurde, um die Rezensionen anzukurbeln. Denn besonders im Musik-Sektor ist doch das ausführliche Bewerten von Alben und Titeln eingeschlafen. Im App-Store tummeln sich in den Rezensionen dafür nur Kiddies herum, die unfähig waren, die Leistungsbeschreibung der App durchzulesen oder sich wundern, dass die kostenlose App ein Abo-Fallen-Modell beinhaltet.

    Interpreten scheint es bei Ping auch nur den Mainstream zu geben und selbst dort nicht all zu viele. Da bin ich zur Zeit mit den Features von last.fm besser bedient, was das Entdecken von Musik angeht. Schaun mer mal…

  5. Ich muss dir vollkommen widersprechen. Ich finde für Musikliebhaber ist das eine super Sache. Es ist teilweise relativ schwer, gute neue Musik zu finden, die sich nicht in einem Genre-Kreis dreht.

    Natürlich ist das ganze mit Marketing verbunden und soll am ende einfach nur mehr Umsatz generieren, aber trotzdem sehe ich da für viele einen Mehrwert.

    Andere Social Networks bestehen ja auch nicht zum Spaß, sonder um Umsätze zu generieren, nichts anderes macht Apple nun auch. Die Userbase ist bereits vorhanden und die Technik mehr oder weniger auch. Keine komplizierten Anmeldungen, einfach iTunes starten und loslegen.

    Ich denke nur das nun Cupidtino einpacken kann , denn die Partnersuche unter Macuser, wird nun wohl auf Ping stattfinden.

    • Ich finde genau das Gegenteil ist der Fall, es ist dank Musikblogs sehr leicht geworden neue gute Musik zu finden.
      Blogs wie stereogum.com oder consequenceofsound.net bieten eine großartige Plattformen dafür und YouTube-Channels wie der von Antony Fantano(theneedledrop.com) bringen regelmäßig Reviews großartiger “Underground”-Musik.
      Wenn Ping es schaffen würde das mit der Komponente eines sozialen Netzwerks zu vereinen könnte es wirklich gut funktionieren.

  6. Was soll man damit anfangen, wenn a) Empfehlungen nur auf Käufen basieren oder b) Manuelles Auswählen nur mit Künstlern funktioniert, die auch im Store sind und c) das followen von Künstlern nur mit einer sehr selektiven Auswahl funktioniert?

  7. Wie soll man alle Menschen von New York kennenlernen, wenn viele schlafen oder gar nicht in der Stadt sind?

    Meine Güte… ^^

    • Falls das eine Antwort an mich war: entweder ich verstehe sie nicht, oder du hast nicht verstanden was ich sagen wollte…

      • ich nahm bezug auf die teilweise gigantische erwartung, die an diesen service gestellt wird.

        Ping ist ein soziales Netzwerk für iTunes-Kunden, und das ist in erster Linie ein Store – NATÜRLICH basieren die Empfehlungen auf den Käufen, so wie seit einiger Zeit auch nur Käufer eines Artikels diesen Rezensieren dürfen. Und das ist nur recht und billig, damit werden endlich diese unseligen “ich kenne nur ein Lied aus dem Radio und finde die Platte Scheisse” Rezensionen weniger. Damit erklärt sich auch Punkt b)

        Und Punkt c) ist einfach dem Start des Dienstes geschuldet. Ping ist wenige Stunden alt und schon ist es allen nicht voll, nicht toll, nicht Indepenant genug. Es gibt schon die ersten, die es schon heute zu Grabe tragen, dabei ist es gerade mal losgegangen.

        Eben wie in New York.

  8. Nachtrag: Interessant in diesem Zusammenhang sind die Aktivitäten von Apple mit GameCenter. Das selbe in Grün.

    Man adaptiere (aka kopiere) Steam oder die Gamer-Netzwerke von Blizzard und xbox360 – fertig ist das neue Feature.

  9. Da Ping nur auf Content vom iTunes Store basiert, könnte das schwierig werden. Auf der anderen Seite wird diese Tatsache den Mainstream Hörer kaum interessieren.

    Momentan ist es für mich YASN. Da muß ich nicht auch noch mitmachen.

  10. Das neue Icon finde ich dilettantisch. Einen Notenschlüssel mit Glow-Effekt auf einen 08/15-Button zu klatschen ist nun wirklich keine große Kunst.

    Ping ist eher eine geschlossene Community als ein Social Network. Nur wenige meiner Freunde nutzen iTunes, im iTunes Store sind noch weniger angemeldet. Ich persönlich habe keine Lust, einen extra Online-Musik-Freundeskreis aufzumachen. Noch weniger Lust habe ich, mich so an Apple und den iTunes-Store zu binden.

    Die neue Alben-Darstellung im Listview finde ich ganz gut. In der Sidebar will ich meine farbigen Icons wieder haben und die kleineren Fenster-Controls empfinde ich als unpraktisch. Außerdem frage ich mich, warum eine design- und usabilityorientierte Firma wie Apple gegen ihre eigenen GUI-Prinzipien verstößt.

    • Außerdem frage ich mich, warum eine design- und usabilityorientierte Firma wie Apple gegen ihre eigenen GUI-Prinzipien verstößt.

      Das wäre ja nicht das erste Mal, dass iTunes das Design für eine kommende OS X Version vorgibt. Lassen wir uns überraschen. ;)

      • Im Gegenteil, das GUI von MacOS X mit seinem Grau- und Silber- und Glas- und Wasser-Chaos war doch bis Leopard ein absoluter Stil-Bauchladen.

        Warum gab es denn Erweiterungen wie UNO? http://thurly.net/z5i

        • Naja, eben. iTunes hatte doch das Design für Leopard vorgegeben bzw. war das erste Programm, welches keine Aqua-Scrollleisten mehr hatte, wenn ich mich recht erinnere.

  11. Bla, bla hier scheiße, bla, bla, dort blöd. Geht doch am besten gar nicht mehr ins Internet, wenn ihr nur am Meckern seid.

    Und macht es vor allem besser!

    • Warum immer gleich das Totschlagargument mit dem besser machen? Oder findest Du alles auf der Welt toll?

      Der Punkt ist doch der, dass der Sinn und Nutzen von Ping kein sonderlich großer ist. Oder ich habe ihn noch nicht erkannt und würde eine Menge geben, wenn mir jemand diesen erklären kann. Ich nutze last.fm und dort kann ich schneller und informativer an neue Musik herankommen. Also setze ich an die Messlatte dort an und Ping kann in keiner Disziplin mithalten.
      Kritik darf doch erlaubt sein, oder nicht?

      • Ich fand einfach das argumentationslose Gebashe nicht angebracht (und es hat sich zum Glück gelegt).

        Auch wird die Erwartungshaltung merkwürdigerweise immer höher. Bei der nächsten Keynote erwarten die User dann ein iPhone, welches einen auf den Mond befördern kann?

        Ich denke, dass Apple keine Revolution mit den jetzigen Produkten gezeigt hat, doch aber eine gelungene Produktpflege. Sie muss nicht gleich jedem gefallen, doch muss man auch nicht darauf in so kurzer Zeit herumreiten.

        • Finde ich auch. Gerade am neuen iPod touch gibt es nun wirklich nix zu meckern und den Nano finde ich auch gelungen.

  12. Ich finde auch, das jede Menge Kritik an Ping erlaubt ist. Nur sind “braucht kein Mensch” und “das bekomme ich von Haribo aber besser” eben keine Kritik, sondern selber Totschlagargumente :)

    Berechtigte Kritik wäre etwa:

    - Warum ist es so unübersichtlich aufgebaut und so schrecklich in Sachen Navigation?

    - Warum braucht es 12 Anläufe, ein Profilphoto hochzuladen (jawohl ich habe es geschafft!)?

    - Warum kann man Nachrichten und Stati nicht filtern wie etwa bei Facebook? Der “Noise” wird schon mit 20 Followern unerträglich

    - Überhaupt: Social Networks. Wo kann ich Twitter anbinden? Wo kann ich die Facebook-Anbindung vom Setup wiederholen oder generell kontrollieren?

    Es gibt genügend sachliche Kritik, die weit über dieses debile “brauchschnedd, willschnedd, gemerwech” hinausgeht. Nur liest man davon nicht arg viel, finde ich, außer vielleicht bei Basic Thinking http://thurly.net/z5a

  13. Tja ich reih mich mal ein in die anderen Meinungen…

    Gut:
    - Apple bringt normalerweise Produkte, die mich deutlich mehr zufrieden stellen als andere. Von daher hoffe ich dass diese Ping “Beta” noch den Wünschen entsprechend erweitert wird, dann bin ich auch zufrieden.
    - Ich finde es sehr interessant die Empfehlungen “gleichgesinnter” Musik-Hörer einsehen zu können um neue Ideen zu bekommen, auch wenn das ganze v.a. Apple mehr Umsatz beschert. Soll es ruhig, gute Sachen verdienen es, das ist meine Meinung.
    - Bessere Auswahl an wen man seine posts sichtbar werden lässt als bei Facebook

    Schlecht:
    - bis dato fehlt die Einbindung in Facebook, Twitter etc., ABER vielleicht wird Apple nachbessern und Facebook ablösen?!
    - Das Socialising sollte über die Musik hinaus gehen, dann erst wird es ein ernstzunehmendes social network werden und vermehrt genutzt werden.
    - Die Einbindung über ausschlieslich iTunes ist irgendwie einengend, wäre schön wenn man das via Browser machen könnte. Von überall her nicht nur vom iPhone etc.

  14. Das ganze wirkt für mich noch zu sehr nach einer Beta-Version und “Wir wissen noch nicht so richtig was wir eigentlich wollen”.
    Da muss definitiv noch jede Menge nachgebessert werden.

  15. Ich denke, für Apple ist es ein Testballon. Man möchte bei diesem schicken Sozial 2.0 mitmischen, also wirft man es auf den Markt. Beobachtet wie es ankommt, mit was man es noch ergänzen kann.
    Kann mir aber nicht vorstellen, das es so endet wie Google Wave. Dafür hat Job seinen Stolz.. :)

  16. Ein geschickter Schachzug, um irgendwann Facebook gänzlich abzulösen.
    Im Gegensatz zu Facebook bietet Apple eine eigene Plattform, die immer weiter expandiert und sich entsprechende Synergieeffekte umsetzen lassen.

    Momentan ist Ping Panne. Aber warum auch viel investieren, wenn der Bedarf noch gar nicht da ist. Also abwarten und von mal zu Mal die Sache weiter ausbauen, bis sie so interessant ist, dass all diejenigen, die ihren Ping-Account haben Brach liegen lassen, wieder einsteigen. Raffiniert!
    Und der Fehler, den sich Google leistete, als mit Buzz ein „Facebook-Killer“ angekündigt wurde, wird dadurch nicht wiederholt.

  17. Ich mag Musik ja wirklich gerne und Apple macht auch meistens Sachen die hübsch sind und gut zu bedienen. Aber hier kriege ich langsam ein Problem. Twitter und Facebook sind schon zeitaufwändig. (Manchmal) Wenn man sich bei Social Networks einbringen will, dann ist das irgendwann mal ein Fulltime Job. Insofern muss Ping (erst mal :-) ohne mich auskommen.

Hinterlasse eine Antwort

Pflichtfelder sind mit * markiert.