Think different?

Here’s to the crazy ones. The misfits. The rebels. The troublemakers. The round pegs in the square holes. The ones who see things differently. They’re not fond of rules. And they have no respect for the status quo. You can quote them, disagree with them, glorify or vilify them. About the only thing you can’t do is ignore them. Because they change things. They push the human race forward. And while some may see them as the crazy ones, we see genius. Because the people who are crazy enough to think they can change the world, are the ones who do.

Habt ihr euch eigentlich schon mal überlegt, ob und in wie weit ihr euch mit diesem schon legendären Werbeslogan eines bekannten Computer-Herstellers aus Cupertino identifizieren könnt? Oh, habe ich etwa Computer geschrieben?

Ok, habe ich vergessen. Es heißt ja schon lange nicht mehr “Apple Computer”. Ich erinnere mich noch gut daran (nein, jetzt kommt keine Karamellbonbon-Story) als ich meinen ersten Mac nach Hause trug. Dieses merkwürdige Gefühl etwas total Verrücktes getan zu haben. Für knapp 2000 EUR hätte ich beim Schrauber um die Ecke einen opulent ausgestatteten PC bekommen. Aber nein – ich wuchtete einen Rechner in den Kofferaum, auf dem noch nicht mal Windows lief. DAS war anders.

Und heute? Macs sieht man an jeder Ecke, sogar der Schrauber von einst hat einen im Schaufenster stehen. Das Different-Feeling ist doch längst vorbei, spätestens seit iPod, iPhone und iPad den Markt und die Medien dominieren. Was unterscheidet uns dann von denen, die “ihrer” Marke kein eigenes Blog widmen oder sich gar dessen Logo unter die Haut tätowieren lassen?

Sind wir anders?

Sind wir wirklich anders, weil wir unsere Autos mit Apfellogos bekleben, weil wir es normal finden, zwei Stunden gebannt vor einem gelben Post-it zu verharren und allenfalls die F5-Taste zu drücken? Ist es normal, dass wir uns auf eine Keynote genauso freuen, wie auf das Endspiel einer Fußball-WM? Oder sind wir nicht mehr ganz richtig in der Birne, weil wir das Tracking unserer Bestellung aus dem Apple Store detailierter in Blogs und Foren verkünden, als es UPS und Co. jemals hinbekommen werden?

Sind wir eigentlich auf der guten oder auf der bösen Seite der Macht? Falls Letzteres – hilft es, wenn wir Linux auf dem Mac installieren? Ihr seht schon – es bleiben eine Menge Fragen offen. Viele von denen werden wir nie beantworten können. Vielleicht habt ihr eine Antwort auf das ein oder andere Rätsel. Danke an Bernd für den Denkanstoß…

34 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Ich tu mir die Diskussion (mit Windows-Usern, meine ich) gar nicht mehr an. Wir sind auf einer Seite, aber sie ist weder gut noch böse.

    Das iOS hat viele Vor-, aber auch viele Nachteile. Ebenso Macs. Ich könnte stundenlang aufzählen (und hey, ich glaube ich mache das gleich in einem kurzen Artikel), aber das bringt nichts.

    Es gibt einfach OBJEKTIVE Leute, dazu zähle ich mich, die trotz Apple-Wahn versuchen, alles kritisch zu hinterfragen, und es gibt Mitläufer. Es gibt Windows-User, die einfach nicht zu Mac wechseln wollen. Aus Angst, aus Gewohnheit. OKAY. Dann lass ich sie eben. Ich will ja auch nicht bekehrt werden. Es gibt welche, die Weitblick haben, und eine Sache (den Mac) erst mal ausprobieren, bevor sie meckern.

    Ich fühle mich unter OS X einfach wohl. Mehr als unter Windows. Und auch Linux habe ich ausprobiert – ist einfach nichts für mich.

    Kurzum: Ich hasse diese ganzen Diskussionen darüber, ob Apple nun besser ist oder schlechter (soll nun keine Kritik an diesem Artikel sein!) – Apple ist einfach “etwas”. So wie Microsoft, Google. Kann man mögen oder nicht. Sollte man aber mal ausprobiert haben, um sich wirklich eine Meinung bilden zu können.

  2. Pingback: Die Vor- und Nachteile von Apple-Produkten | Devbloggers Blog

  3. Man könnte das Thema mal mit der Politik vergleichen. Nehmen wir doch z.B. mal die Grünen. Anfangs auch sehr “Think different” mit Joschka und so, was auch gut so war. Mit der Zeit und bei steigendem Erfolg haben sich die Herrschaften, bzw. ein Großteil davon, auch an die politischen Machenschaften der anderen Parteien orientiert. Ebenso verhält es sich ansatzweise mit Apple, oder geht in die Richtung. Interessanterweise könnte man noch die Zeit ins Spiel bringen, denn die würde lustigerweise bei diesem Beispiel auch ziemlich gut passen.

  4. Ich sehe das ähnlich wie Ben. Ich bin im Jahre 2006 gewechselt. Da war das Think Different Gefühl noch ein wenig da. Ich bin damals umgestiegen weil ich die Apple-Welt einfach mal ausprobieren möchte.

    Heute – so mein Gefühl – kaufen sich die Leute einen Mac um einfach nur Weg von Windows zu kommen. Aber mal ehrlich: Probleme gibt es mit OS X genau so. Nur weniger Bluescreens. :)

  5. Als ich so vor ca. 7 Jahren mein Tangerine iBook mit in die Uni nahm, wurde ich regelrecht begafft! Komisches Design, komisches OS (9.2). Wenn ich heute in die Mensa gehe, sehe ich an unserem Campus (Masch.-Bau) an jedem zweiten Tisch ein MacBook (Pro)! Apple ist einfach Mainstream geworden und für CAD oder MDesign kann man ja immer noch die Windowspartition bemühen! Meiner Meinung fing das mit dem Umstieg auf intel an und nicht erst seit dem Siegeszug von iPhone und iPad!
    Würde heute in Macs immer noch der PowerPC werkeln, wäre der Mac immer noch ein Nischenprodukt.

    • Der Umstieg auf Intel war sicherlich ein ganz entscheidender Auslöser. Erstens hat dies seit langer Zeit mal wieder richtig Presserummel verursacht und zweitens die Hemmschwelle entscheidend gesenkt – “läuft ja Windows drauf”.

      Mit meinem ersten Mac – einem blueberry iBook – war ich auch absoluter Alleingänger. Heute sind angebissene Äpfel an der Uni fast schon die Regel. Fast ein bisschen schade…

  6. Ich finde der Slogan “Think Different” passt eher noch zum alten, bunten Logo.

    Mittlerweile ist ja iPhone schon Mainstream und hat auch nichts nerdiges mehr an sich. Neuere Geräte von Apple haben genau so viele Restriktionen, wie Windows selbst. “Du darfst das nicht und jenes nicht…und Bilder per Bluetooth verschicken geht schonmal garnicht!”

    Einzig die Geräte von früher machen noch den Unterschied und ich glaube der nennt sich Mac OS X. Aber ich bin gespannt, ob das auch so bleiben wird?!

  7. Also, “think different” ist aus der Sicht des Marktes sicherlich veraltet. Apple ist im Mainstream angekommen. Aber wenn sich das Gute durchsetzt können ja alle davon profitieren. Es stellt sich jedoch die Frage wie Apple mittelfristig damit umgehen kann. Werden sich die Fehler häufen. Breite Masse bringt auch Nachteile. Die Fanboys sind eh schon lange in der Minderheit. Ich bin bei Apple, weil Windows mich gelangweilt hat und Linux mir nicht alles bieten kann. Mit Ubuntu 10.4 ist man schon einen riesigen Schritt weiter. Bleibt das Problem der Hardware. Ich möchte mich natürlich nicht verschlechtern. Also wird es wahrscheinlich wieder ein MacBook, ?!

  8. Pingback: Warum sind wir anders? - iAppleptiker's Daily Dose

  9. Vielleicht sollte man einfach die Zeit, die man so damit verbringt über “das richtige” Computersystem oder Telefon zu diskutieren, einfach mal an der frischen Luft verbringen. Die Sonne scheint!

    • Eben. Ich finde auch, dass diese Diskussion ziemlich veraltet ist. Diese Diskussionen haben nirgendwo hingeführt und werden es auch nie tun.

      • Die Diskussion findet zweifelsohne derzeit an allen Ecken und Enden statt, insofern kann ich da nichts Veraltetes drin sehen. Und sie wird immer mehr stattfinden, je mehr Apple User es gibt.

        • Mit veraltet meine ich, dass die Wurzeln der Diskussion schon ewig vorhanden sind. Klar wird dieser Umstand ewig diskutiert werden, aber ich bin der Diskussion müde, weil sie eben schon so lange existiert und bisher noch zu keinem Ergebnis geführt hat. Da ist es fast schade, dass, wie du ja sagst, die Diskussion trotzdem an allen Ecken und Enden geführt wird.

          Fans von Robbie Williams und Heavy Metal Anhänger streiten sich doch untereinander auch nicht, wer denn nun der bessere Hörer sei, warum also müssen wir das tun?

  10. Pingback: Ich bin kein Twilight-Fan. « aeonism

  11. Eine Diskussion die durchaus absolut aktuell ist. Fast tagtäglich werde ich gefragt “Ja und was ist da jetzt besser dran?” und immer wieder fällt mir die Antwort schwer. Es sind so viele Dinge – und es ist für jeden etwas anderes.

    Was es für mich ist: Die Faszination an der Perfektion, Innovation und die Liebe zum Detail – oder ausführlich im Apfelbuero: http://www.apfelbuero.com/blog/?p=72 .

  12. Ich bin Mac-Nutzer, weil ich dank OS X – so merkwürdig das klingt – das Gefühl habe, dass das Betriebssystem mir entgegen und nicht wie einst Windows gegen mich arbeitet. Mit XP ist zwar vieles besser geworden und Windows hat tatsächlich auch das ein oder andere Feature, in dem es OS X überlegen ist (ich denke da an den m.E. wirklich großartigen Windows Explorer, der dem Finder im Schlaf den Schneid abkauft), aber umgekehrt genauso. Und wie gesagt: das was ich mit meinem Computer machen möchte, geht für mich unter OS X einfacher, schneller und besser.

    Funfact am Rande: meine Freundin, seit jeher Windows-Nutzerin, hat sich nun – angefixt durch den täglichen Gebrauch meiner Macs – auch ein MacBook zugelegt und bekam von einer Freundin attestiert, dass sie sich das ja nur geholt hätte, weil das mit dem leuchtenden Apfel so cool aussähe. Hört, hört.

    • Als freudiger Triplenutzer (Win / Mac / Linux) muss ich über solche Aussagen von Freundin’s Freundin immer lächeln. Oft liegt es einfach daran, dass diese Personen keine Ahnung haben und nur anderen nach dem Mund reden, oder auch, dass man alles schlecht redet, was man gerne hätte, aber nicht bekommen kann… aus welchen Gründen auch immer.

      Prinzipiell ist es so, dass jeder das System nutzen soll, was am besten gefällt und am besten passt. Alles andere ist Ringepiez mit anfassen und Wichtigtuerei.

  13. Vor den Intel-Macs war ich absolut zufrieden in meiner Windows-Welt und habe mich immer wieder gerne über die vorhandenen Restriktionen von OS X ausgelassen. Nachdem ich die Gewissheit hatte, dass “zur Not” via Bootcamp bzw. Parallels mein XP weiterhin als Fallback am Start wäre und mir das Design der Alu-iMacs sabbrige Sturzbäche entlockte, wagte ich den Switch – und fühlte/fühle mich wohl. Windows läuft nur noch in den seltensten Fällen, z.B. um Websites im IE zu checken oder für mein antiquiertes Homebanking-Programm. Seither haben sich noch ein MPB und iPad hinzugesellt. Ich denke, der Intel-Switch hat nicht nur für mich das ein oder andere Meteoritenfeld auf dem Weg in Apfelunversum beiseite geräumt.

    Ich bin jetzt nicht zum Apfel-Paulus mutiert oder gar zum Fanboy und beobachte das Ganze, was da seit geraumer Zeit aus Cupertino über die Welt fegt schon recht argwöhnisch. Beim iPhone z.B. drängt sich mir der Verleich mit dem Motorola V3 auf. Inzwischen hat Apple hier die tiefsten Proll-Untiefen als Abnehmer erreicht, die nicht die Technik dahinter, sondern nur den Status, den In-Faktor des Telefons als Besitzanreiz gesehen haben. Dafür kann der liebe Steve zwar nichts, das “anders” sein wird so aber ins Extreme pervertiert.

    Natürlich ist es schön, wenn sich immer mehr Menschen für den Apfel begeistern – das Besonders sein bleibt jedoch auf der Strecke. Was allerdings nicht weiter schlimm ist, so lange es Apple versteht Technik zu entwickeln, die immer wieder aufs Neue dieses “Haben wollen”-Gefühl hervorruft. Diese Stat-of-the-Art-Geräte, deren bewusstes Weglassen das Innovative erst ermöglichen.

    Nebenbei bemerkt ist es auch nicht mehr allein der klassischen “Win vs. Mac”-Kampf, der da draußen ausgefochten wird. Immer häufiger ist einzig und allein der Preis ausschlaggebend. Und da ist bei vielen meiner Bekanntendie Hemmschwelle auf 400-500€ gesunken. – Ergo Niederlage für Apple, Niederlage für Sony, Dell etc. Und wenn es doch teurer sein darf, dann sind die Macs preislich gar nicht mehr so unattraktiv.

  14. Es ist die ewig alte – immer ohne Ergebnis endende – Diskussion: A oder B? Cubase oder Logic? Canon oder Nikon? Fleisch oder Vegetarisch? Illustrator oder Freehand? Opel oder VW?

    Am Ende sieht es so aus, dass Apple-Hasser mit einem Mac wahrscheinlich sogar eher zurechtkommen und Apple-Liebhaber in einigen Fällen froh wären, einen Windows-PC vor sich zu haben.

    Beide werden es nie erfahren, weil sie wie Teenies hinter ihrer Boygroup herlaufen und gar nicht merken, dass sie sich damit nur das Leben schwer machen.

    Ich habe zum Beispiel schon sehr oft den Mac-Finder verflucht, weil ich im Windows-Explorer einfach einen Pfad kopieren und im “Datei speichern unter”-Dialog einfügen kann, um sofort an der Stelle zu sein, wo ich’s hinspeichern will. Auf’m Mac muss ich ständig irgendwelche Verrenkungen machen und umher hangeln.

    Solche Kleinigkeiten, die mich in meiner täglichen Arbeit stören, sind es, die für mich ein KO-Kriterium darstellen. Nicht der Hersteller, dessen Reputation und die allgemeine Meinung über dessen Produkte.

    ICH muss damit zurechtkommen und da kann es MIR völlig egal sein, was andere darüber sagen. Wenn ich mit einem Produkt, was alle als supertoll anpreisen, nicht zurechtkomme – aber mit einem anderen schneller und effektiv arbeiten kann, ist doch klar, wofür ich mich entscheide…

  15. Pingback: Warum sind wir anders? - rosenblut

  16. Logos auf Autos sind in meinen Augen das mitunter peinlichste Accessoire, welches man verwenden kann. Ich schreie fremden Leute auf der Straße auch nicht auf 50m entgegen, dass ich gerade Zwillinge bekommen habe, Heavy Metal für meine Religion halte und noch dazu Apple User bin. Wirkt auf mich mehr wie ein trauriger Versuch, Aufmerksamkeit zu generieren und mich von anderen abzugrenzen, weil ich ja etwas besseres bin.

    Apple User, ja natürlich und gerne. Jedem aufs Aug drücken, dass ich Apple verwende, nein danke!

  17. Okay… ich habe 1993 – noch einmal 1993 – meinen ersten Mac gehabt. Das war ein LC II (die Pizzaschachtel) mit Mac OS 7.1.
    Da war Apple wirklich Think Different (auch wenn Herr Jobs zu dem Zeitpunkt gar nicht mehr dabei war) und klar das bessere System gegenüber Windows3.x
    Ich sage nur Quicktime…

    Aber egal. Damals habe ich mir auch diese bunten Aufkleber überall hingeklebt.
    Heute wäre mir das viel zu peinlich.

    Fremndschämfaktor Nummer 1 sind die Fanboys. Diese vorpubertären Jünglinge Nerven einfach. Egal wo.

    Aber wie gesagt soll jeder selber nutzen was er will.
    Ich gehöre zu denen die Apple immer kritischer gegenüber stehen und smit dem Gedanken zu spielen nach 17 Jahren mal Windows7 zu nutzen.

    P.s: Man sollte eh bei Apple zwischen der Rechnersparte und die der iPods, iPhones etc. unterscheiden

  18. Ja, Mac-Einheitsbrei, leider schon seit Jahren:

    http://www.macmacken.com/2007/.....heitsbrei/

    Apple-Produkte dominieren übrigens nicht, dieser Eindruck ist vor allem ein Ergebnis der individuellen Wahrnehmung … Apple-Produkte dominieren allein schon deshalb nicht, weil sie im Vergleich sehr teuer zu erwerben und zu nutzen sind.

    Vielleicht liegt es auch an diesen hohen Preisen, dass sich Apple-Kunden bei Fehlern und Problemen sehr nachsichtig zeigen – jedenfalls kennt man das Phänomen aus anderen Wirtschaftsbereichen. Wer viel für etwas bezahlt hat, gesteht sich nur ungern ein, dass er vermutlich zu viel dafür bezahlt hat … :|

  19. Pingback: Blog Anders denkend? - MacView

  20. Kurz und knapp:
    Es ist das Design, innovativ, easy to use. Richtig gutes Zusammenspiel von Hardware, Software und OS. Ich freue mich jeden Tag diese tollen Produkte zu nutzen.

    Ich ärger mich eigentlich, nicht schon früher den Switch gemacht zu haben…
    08/2009: iPhone 3GS 02/2010: iMac 21,5″

    Gruß
    Christian/kepheus1

  21. Ich nutze OS X, iOS und auch die Apple Hardware sehr gerne, weil sie zu meinen Bedürfnissen passt und nicht weil sie anders ist oder mich damit anders macht. Für viele bin ich damit schon ein Apple Fanboy.

  22. Pingback: Think different: Sind wir wirklich anders? » Apple, Fanboy » MountainGrafix :: Ihre Agentur für Web, Grafik, Socialmedia und Software

  23. Pingback: Die Vor- und Nachteile von Apple-Produkten - phasedrei

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