Dieses Blog ist mein privates Vergnügen – das sollte jeder gemerkt haben. Derzeit ist mir und sicher auch vielen anderen Flattr-Testern nicht klar, ob durch den Einbau der Buttons ein derartiger Status erhalten werden kann. Die Frage nach Versteuerung der Einnahmen oder gar der Anmeldung eines Gewerbes – eben all der bürokratische Akt, der das Experimentieren mit diesem neuen Micropayment-System nach sich zieht – all das wirkt auf mich mehr abschreckend, als dass ich mich an den Euros erfreuen kann, die da im Monat zusammengeflattert werden. Kann in Deutschland eigentlich auch mal was unkompliziert sein?
Kurzum – das Experiment liegt jetzt hier erst mal auf Eis, auf apfelquak werde ich es auch rausnehmen. Der Betrag, den ich als Guthaben stehen habe, werde ich unter euch Bloggern verteilen.
hmm, ist es mittlerweile nicht recht unbürokratisch ein Gewerbe anzumelden? Einfach online ausfüllen und dann zum Rathaus dackeln, unterschreiben und gut ist’s?
Auf dem Steuerbogen ist’s auch nur ein zusätzliches Blatt wo man diese Einnahmen dann eben einträgt.
Wenn es ja nur das wär. Nach der Gewerbeanmeldung möchte dir die IHK erst mal ihre Dienste anpreisen, zu denen du AFAIK nicht nein sagen kannst. Kostenbeitrag weiß ich jetzt nicht, müsste ich nachschlagen.
Dass du zudem kein privates Blog, sondern ein kommerzielles bist, macht das Leben sicher auch nicht einfacher.
> Nach der Gewerbeanmeldung möchte dir die IHK erst
> mal ihre Dienste anpreisen, zu denen du AFAIK nicht
> nein sagen kannst. Kostenbeitrag weiß ich jetzt nicht,
> müsste ich nachschlagen.
Musst du nachschlagen, soso. Dein Wissen scheint über die bloße Allerweltserkenntnis, dass ein Gewerbe Kammermitglied sein muss, nicht hinauszugehen – mit _so_ wenig in der Hand, nämlich quasi garnichts, sollte man tunlichst vermeiden, überhaupt irgendeinen Kommentar abzugeben. Das sieht dann immer so aus, als wolle derjenige nur mal rumgequaken um sich aufzuspielen.
Der IHK-Beitrag ist einnahmenabhängig und bei den hier zu erwartenden Zweieurofuffzig gleich Null, ebenso wie Gewerbesteuer und Berufsgenossenschaft (Angestelltenversicherung).
In rumquaken um sich aufspielen bist du anscheinend Profi. Und ob ich in meinem Blog einen Kommentar abgebe oder nicht, entscheide ich selber.
Übrigens: der Ton macht die Musik.
Gewerbe anmelden, bedeutet, dass du auch erwerbstätig sein musst. Mein Informationsstand. Das heisst Martin müsste dann eben auch was arbeiten.
Am Gewerbe natürlich.
Hm kann ich so nicht bestätigen. Ich habe auch ein Gewebe im IT Bereich nebenher laufen und weder IHK noch HWK haben sich wg. Beiträgen gemeldet. Nur die Kosten für den Gewerbeschein (15€). Und wenn du flatter versteuerst, kannst du doch auch evtl. die Ausgaben fürs Webhosting absetzen
“Nullsummenspiel”
Wie sagte mein Dozent für Recht immer “Nichtwissen schützt vor Strafe nicht”
Privates Blog kann einfacher sein, muss aber nicht
Siehste, genau das ist es, was mich verunsichert: jeder erzählt etwas anderes.
Wer soll da durchsteigen?
Rein steuertechnisch könnte ich ne gute Freundin fragen, die seit >10 Jahren Steuerberatin ist, iinteresse?
Ja gerne, frag mal nach. Danke.
Ich bin nicht rechtssicher, aber wenn das Geld auf das Flattr-Konto geht und von dort aus wieder weiterverteilt wird via eigene Flattr(s), dann machste ja keinen Gewinn. Sollten die Einnahmen mehr als der eigene Flattr-Beitrag sein, dann hat man trotz alledem gegenüber dem FA Argumente: a. ist allein vom Inhalt und der restlichen Aufmachung verargumentierbar, das es sich um einen privaten, nichtkommerziellen Blog handelt und b. kann man dann die anderen Kosten (Serverhosting, Domain-Gebühr, Software-Pflege, …) in Rechnung stellen und damit (hängt natürlich von der Höhe des Flattr-Einkommens ab) könnte man sogar noch Verluste beim FA in die Waagschale werfen …
Ich denke, letztendlich ist es ein Abwägen: Bei 5-20€ im Monat wird niemand was sagen, bei 350€ würde ich mich selber absichern wollen -> eine Nachfrage beim FA sollte Rechtssicherheit bringen.
Sehr schade zumal mit Dir natürlich auch einer der großen Fürsprecher wegfällt. Wenn das so weitergeht, ist Flattr vor dem großen Durchbruch schon wieder gestorben. Trtozdem kann ich es verstehen. Leider mal wieder das große Problem der deutschen Bürokratie. An jeder Ecke wird was anderes erzählt, wodurch der Nutzer komplett verunsichert wird und lieber erstmal Abstand nimmt.
Ich hatte bei Mac OS X Screencasts auch mal Flattr laufen, hab’s aber gleich wieder weg diesen Monat. Ich glaube das Konzept wird sich nicht durchsetzen.
Sehr gut. Gefällt mir, dass Du von diesem Scheiß weg bist.
Für sowas gibts die Kleinunternehmerregelung. Die schafft Rechtssicherheit, ermöglicht (geringe) Einnahmen und in Bezug auf die Steuererklärung hält sich das auch in Grenzen: eine formlose Gegenüberstellung von Einnahmen und Ausgaben genügt.
Die Anmeldung war auf dem Finanzamt nach 10 Minuten erledigt.
25.000€ Einnahmen via flatter muß man mal erst schaffen
ich denke auch, dass du keine großen probleme mit dem finanzamt hättest. der staat interessiert sich ja nicht primär dafür, dass du “business machst”, sondern dafür, dass du einnahmen hast.
und was die entsprechenden umsatzgrenzen anbelangt, kannst du ja mal hier gucken: http://www.ratgeber-e-lancer.de/start.html
das hat mir schon ganz ordentlich weitergeholfen.
Oh Mann. Ich denke vage darüber nach und Blogfather Ad zieht es schon durch. Hmm. Ich überleg mir das noch ein paar Tage. Ich denke, gerade unter dem Aspekt der Verhältnismäßigkeit sollte das Flattrn unkritisch sein – zumindest bei den Beträgen, die bei mir eingehen (1-Stellig). Aber mir schmeckte von Beginn an die Überschreitung der Grenze Währung Aufmerksamkeit / Währung Euros nicht.
Habe seit Jaaaahren ein Gewerbe neben dem Studium laufen gehabt. Anmeldung schnell und relativ unbürokratisch beim Gewerbeamt (max. 20 Euro Kosten).
Klar melden sich dann IHK und co.! Aber mit dem Nebenverdienst bin ich eh unter jeder Grenze und musste daher auch noch nie was zahlen.
Und Einkommenssteuererklärung erhöht sich dann durch 1-2 Blätter, wo man halt noch Gewinn/Verlust aus dem Gewerbebetrieb eintragen muss.
Wenn Du dich als Kleinunternehmer anmeldest, entfällt sogar die USt-Voranmeldung (kannst dann aber auch keine Vorsteuer geltend machen).
Also ruhig mit den Pferden, wenn es im kleinen bleibt (denke unter 8000 Euro im Jahr) alles total relaxt.
Also ich habe schon immer meine Google-Adsense und Amazon-Einnahmen angegeben. Bei Flattr würde ich jetzt spontan auch die Ausszahlungen mit angeben. Bei mir waren Ausgaben für Server und so aber immer höher als die Einnahmen durch solche Angebote. Und so lange man als Kleinunternehmer gilt, ist der bürokratische Aufwand ja kaum höher als bei der normalen Steuererklärung.
Schade, echt. Ich kann Deine Bedenken ansatzweise nachvollziehen, aber besonders in Deutschland nicht teilen.
Autoren fallen in Deutschand unter die „freien Berufe“. Dazu zählen auch Journalisten, Werbe- und PR-Texter. So lange man als Autor/Publizist nicht mit Gütern oder Dienstleistungen dritter handelt ist alles in Butter.
Jetzt könnte man sagen: Ja, aber die Dienstleistung ist doch die Information, Du bietest hier also Dienstleistungen an? Jo, aber: Du müsstest z.B. eine Broker-Website oder ein Publishing-Portal anbieten, wo a) Leute Inhalte verkauft werden b) Du Autoren gegen Geld an Leute vermittelst und entsprechend mit ihren Dienstleistungen handelst. Vorher ist es schlicht und ergreifend nicht-gewerblich.
Und bis Du mit flattr oder AdSense und Konsorten genug Geld verdienen kannst, dass Du aus der Kleinunternehmer-Regelung rausfällst (oder nur schon den jährlichen Freibetrag ausschöpfst) ist auch die Versteuerung kein Problem, da extrem einfach. (Siehe Tekl.) Falls Du die Kleinunternehmer-Grenze mit solchen Bezahldiensten überschreitest, nun ja, dann Gratulation!
In diesem Fall solltest Du echt ein großaufgezogenes Magazin rausgeben und reich werden, denn Du hast das Zeug zum Verleger. 
Eine weise Entscheidung – ich habe für meine kleine Seite http://www.ipadler.de auch auf sowas verzichtet. Irgendwie wirkt das auf mich auch ein wenig peinlich – an so vielen Artikelenden der Flattr-Button – meist mit einer 0 – wie ein leerer Spendentopf, an dem ich mangels Kleingeld verschämt vorbeischleiche.
Gruß iPadler
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