Flattr – Kassensturz Nr. 2
Ok, mit der taz und ihren knapp 1000 EUR kann ich nicht mithalten, der Herr Niggemeier hat mit rund 350 EUR auch weitaus mehr eingefahren und was der Leo mit seinem fscklog in diesem Monat eingeheimst hat, mag ich mir gar nicht vorstellen – sicher mehr als das iPhoneBlog – dennoch bin ich mit 65,83 EUR recht gut bedient (worden). Davon entfallen um die 22 EUR auf apfelquak, wundersamer Weise waren die Klicks auf mein Blog mehr wert, obwohl sie von der Anzahl her geringer waren. Muss man nicht verstehen, ist aber so.
Die Frage, ob ich den Dienst weiter integriert lasse, ist somit obsolet. Warum beispielsweise Caschy so schnell die Flinte in’s Korn geworfen hat, ist mir ein Rätsel, wo doch sein Blog weit mehr Publikum hat. So richtig erfolgreich war er mit flattr nicht. Warum? Vielleicht sollte er das Rezept beherzigen, welches die taz offenbart hat: Artikel, in denen Stimmung gemacht wird, werden gern geflattert
, aufwendig recherchierte Beiträge eher weniger. Eine Beobachtung, die ich auch ansatzweise machen konnte.
Selbstredend werde ich meinen bisher eingesetzten Beitrag von 5 EUR/Monat entsprechend erhöhen. Gehört sich so, denke ich.
Wie sieht es bei euch aus? War der Juni erfolgreich oder macht flattr die Flatter?
Also ich habs ja dir zuliebe mal getestet
Aber 59 Cent sind dann doch etwas weniger als ich mir erhofft hatte. Ich habe in zwei Monaten mit Flattr ganze 1,12 Euro verdient…und 4 ausgegeben ^^
Mir zu Liebe? Ooooh, du bist so gut zu mir. Das ist mehr wert, als 100 flattr-Klicks…
Du wolltest mich flattrn
(Klingt irgendwie ungezogen
) Aber sonst leider nur etwa 6 andere Leute auch
Hatte irgendwas bei 5€ und ein paar überbleibsel. Macht im Schnitt 30cent. Ist ok, werde dabei bleiben und ebenfalls den Betrag erhöhen.
Ich bin erst seit Anfang Juni bei Flattr und habe mit zwei Flatterungen ganze 1,77 Euro verdient. Naja – ich hatte mir mehr erhofft, aber watt solls. Kommt Zeit kommt Flattr. Ich denke in der Berlin-Kolumne habe ich zu wenige Leser und in meinem Foodblog zwar mehr Leser, aber die fallen größtenteils (noch) nicht in die Klientel, die Flattr nutzt.
Med schlecht! Ich kam auf grandiose 83 Cents.
persönliches ergebniss – artikel mit fast 400 komentaren @ apfelquak. Verdient? €1,40 … :/ Nich so geil
Der Gedanke die “Redakteure” etwas zu vergüten ist zwar super funktionieren tut es bisher aber eher nicht.
ich verbessere – fast 500 komentare und über 20 retweets. Persönliche bestleistung
Mit dem Betrag liegst du über dem, den meisten Blogs als Gesamtbetrag verbuchen können. Im Übrigen solltest du dir die Frage stellen: was ist dir mehr wert – die Resonanz in Form von Kommentaren oder die Flattr-Spenden?
Von den 1,40 EUR waren übrigens 0,42 EUR von mir. Insofern gebe ich dir recht – das war für diesen Beitrag wirklich wenig.
Die resonanz ist wichtig, ansonsten würde ich als Konsequenz ja nun aufhören zu schreiben. Aber das ist natürlich quatsch.
Trotzdem bin ich gespannt wie sich Flatr weiter entwickelt, vor allem sobald es mal aus der BETA raus ist und sich dort jeder regstrieren kann.
Hmm irgendwie find ich es dann doch befremdlich, den Inhalt eines Blogs danach auszurichten dass möglichst viele klicken und man möglichst viel Geld einfährt. Sollte es nicht vorrangig um die Inhalte selbst und nicht um deren Vermarktung gehen?
Da gebe ich dir vollkommen recht. Die Frage oben ist selbstredend nur als Diskussionsgrundlage in den Raum gestellt. Und das die taz zukünftig all ihre Beiträge in Richtung flattr “optimiert”, wage ich zu bezweifeln.
Ich habe gerade einen Meckerbeitrag in der Pipe – traue mich gar nicht, den zu veröffentlichen…
Das ist ja gerade der Vorteil an Flattr, zumindest einer der theoretischen Vorteile. Denn dieses Auf-Klicks-Trimmen ist in vielen Blogs seit Jahren gang und gäbe: Allerdings auf Werbe-Klicks und Banner-Impressions.
Kurz gesagt ist traditionell – will man mit seinem Blog Geld verdienen – zu oft der Werber der „Kunde“ des Blogs, nicht die Leser. Da werden die SEO-wirksamsten Tags vergeben, Artikel auf 5 Unterseiten verteilt, komische Linkdienste verwendet und so weiter. Davon profitiert der Leser eher wenig. Nein, es nervt, wenn man einen Artikel nicht auf Instapaper jagen kann, weil er zwecks höherer Impressions auf x Unterseiten verteilt ist.
Mit dem Flattr-Konzept jedoch wird der Leser zum (geldbringenden) Kunden. Nach der ersten Welle, wo jeder alles anklickt, wird sich das Flattrn auch wieder normalisieren und Artikel, die vorwiegend aus Geschrei und Polemik bestehen werden weniger Klicks einheimsen als fundierte, nützliche und intelligente Texte.
So jedenfalls das Ideal. Ob das Experiment glücken wird, muss sich erst noch zeigen.
Freut mich für dich Ad, wirklich. Ich finde es blöd, dass Flattr hier und da kaputt geredet wird. Schade Drum. Aber man was nebenher; Wie ist denn dass nun mit den Jungs vom Finanzamt? Muss man für Falttr Gewerbe anmelden, bzw. die Einnahmen versteuern?
Es gibt Freibeträge, in Deutschland wenn ich mich recht erinnere 1800 Euro „Zuverdienst“. Bis dahin muss es nicht versteuert werden und auch eine Gewerbeanmeldung ist nicht nötig.
Allerdings sollte man sich dann sicherheitshalber ans Telemediengesetz in Sachen „Impressum“ halten. Nicht, weil das rechtlich verpflichtend wäre, in dieser Situation, sondern um sich Abmahnanwälte vom Hals zu halten.
Sollte man für Flattr ein Gewerbe anmelden müssen, wäre die Sache für mich gestorben. Da frisst ja schon allein der IHK-Zwangsbeitrag alles auf, was man sich mühsam zusammenflattert.
Einkommen muss selbstverständlich versteuert werden. Ich überlege allerdings, den kompletten Betrag wieder zu spenden, insofern habe ich keine Einnahmen. Oder?
Ich meine irgendwo gelesen zu haben, dass das mit den Einnahmen aus Flattr oder einer Spende nicht unkritisch ist. Weil in verschiedenen Konstellationen das Finanzamt von einer “Gewinnerzielungsabsicht” ausgeht (Pro Artikel ein Flattr-Button = Steuerpflichtige Einnahmen im Zusammenhang mit Ihrer Autorentätigkeit). Ist der Flattr-Button “allgemein” im Blog aufgehangen, und nicht von einer Gewinnerzielungsabsicht ausgegangen wird, muss dies gegenüber dem Finanzamt plausibel erklärt werden können. Sonst geht das Finanzamt von einer steuerpflichtige Tätigkeit aus. Es gibt aber noch den Begriff: “Unbeachtliche Zuflüsse im Privatbereich”. Hierbei handelt es sich um Einnahmen, die nicht einer Autorentätigkeit oder Dergleichen zuzuordnen sind; hinzu kommt die Höhe der Einnahmen. Das alles wird schwierig nachzuweisen, da ein Blog in der Regel eine Autorentätigkeit ist. Ich bin kein Rechtsanwalt, habe dies irgend wo gelesen und für mich so zusammen gefasst.
Ich beobachte Flattr jetzt schon etwas, nutze es aber, aufgrund der Tatsache, dass meine Leserschaft zu etwa 0,3% Flattr-tauglich ist, nicht.
Ich bin mal gespannt, ob das in naher Zukunft “massentauglich” wird.
Dafür das mein Blog gerade einmal drei Monate alt ist, bin ich mit einem Gewinn von €1,66 (13 Klicks) in diesem Monat defintiv zufrieden. Ist halt eine kleine Unterstützung für die Serverkosten. Ich hatte mit weniger gerechnet.
Der Service steht noch ganz am Anfang. Ich denke wenn man die Einnahmen von einigen großen Seiten sieht, werden hoffentlich mehr Leute auf den Zug aufspringen. Kann nur förderlich sein. Dahingehend lasse ich Flattr eingebaut.
Das liegt daran, dass flattr Anfang Juni die maximale Gesamtflatterung pro Monat von 20€ auf 100€ erhöht hat.
(Ich habe übrigens 36ct eingenommen
— und das, obwohl ich nicht einmal irgendwo einen Knopf angebracht habe)
Zwei Punkte liest man im Zusammenhang mit Flattr immer wieder:
1. Ich habe mehr ausgegeben als eingenommen
2. Meine Leser sind nicht bei Flattr
Flattr ist für mich in erster Linie ein Geben. Wenn ein Autor gut schreibt, mir bei irgendwas weiterhilft, einen prima Tip hat oder ich ihn/sie einfach nur angenehm finde, dann klicke ich. Das schöne an Flattr ist der Kostenairbag. Mehr als ich bereitgestellt habe, wird es am Monatsende nicht werden. Und so ganz nebenbei: Allen Einnahmen müssen auch Ausgaben gegenüberstehen. Es funktioniert deswegen nicht, wenn jeder sagt “Ich hab nur blabla Euro eingenommen und deswegen macht Flattr die Flatter.”
Es spielt überhaupt keine Rolle, ob meine Leser bei Flattr sind oder nicht. Ich biete den Button eben mit an. Natürlich kann ich das nur, wenn ich selber bei Flattr angemeldet bin und anderen etwas gebe. Für mich ist Punkt 2 nur eine flache Ausrede.
Meistens heißt es dann auch noch “ich kann nicht steuern, wieviel der Autor bekommt”. Es geht hier um Micropayment, nicht um Spenden. Die kann ich ja alternativ für etwas außergewöhnliches immer noch geben.
Schade, dass man keine Kommentare flattern kann.
Meistens habe ich den flattr-Button bei guten Vorstellungen von Produkten (z.B. bei Caschys Software) oder bei gut geschriebenen, informativen, etwas längeren Artikeln (z.B. öfters beim iPhoneBlog). Artikel, “die Stimmung machen”, habe ich dagegen eher weniger geflattert.
Ich find es ja nett, weil es so unauffällig ist. Ich werde mich nie bei Flattr anmelden, aber mich als Leser stört der Button irgendwie null.
Ich bin immer eher noch für das gute alte “Hier haste mal ne Mark”, was ich immer wieder oft im Netz mache….
Generell habe ich aber immer Probleme mit Solchen Bettel Button (vielleicht etwas übertrieben).
Aber warum gerade private Tagebuch Honkblogs da auch noch Geld für Ihr Hobby haben wollen, geht nicht in meinen Kopf…. Wie gesagt, etwas übertrieben ausgedrückt. Und für Berträge unter 5 € wäre es mir der Aufwand auch nicht wert…
Genau die Nachforschungen habe ich die letzten Tage auch angestellt. Momentan ist alles so undurchsichtig – zumindest für mich. Ich denke, ich werde Flattr erst mal wieder deaktivieren.
Ich bin immer noch der Meinung das Flattr vorallem dort funktioniert wo über diese Dinge geschrieben. Also in all diesen Blogs die sich um diese Blogs kümmern oder noch besser in den Medienbeobachtungsblogs, die sich um Blogs und andere Medien kümmern und alles besser wissen als die anderen über die sie schreiben und da besserwisser kurzfristig gerne belohnt werden sind all die Early-Adopter die keine eigene Meinung haben, aber einige Euros auf Flattr dann so glücklich, dass sie eben genau diesen Meinungsmachern wieder ihren Tribut zollen und Flattr drücken. Zägg.