HowTo: Unverkrampftes Bloggen
Aus aktuellem Anlass ein paar Zeilen, die ich auch unter dem Titel Erfolgreiches Bloggen
hätte schreiben können, aber das wirkt sicher viel zu belehrend und das soll es nicht sein. Primär geht es hier um den Blogger selbst, und Erfolg ist auch, wenn man mit sich selbst zufrieden ist. Das hört vielleicht ein wenig narzistisch an, ist jedoch wichtig, damit man auch auf Durststrecken nicht die Lust am Bloggen verliert.
Warum ich überhaupt darüber schreibe, liegt an den Herren Fidel und Eumel, die gestern beinahe zeitgleich den Dienst an der deutschen Bloggeria quittiert haben. Macht man denn sowas? Ja macht man – habe ich auch bereits hinter mir. Sowas geht vorbei und ist heilbar. Glaubt mir!
Die Gründe der Beiden ähneln sich: das Interesse an der einst favoristierten Thematik ging verloren. Zack, das war’s – so einfach gräbt man sich als Blogger das Wasser ab. Das erinnert mich irgendwie an die Zeit, in der Telekom-Aktien voll der Renner waren. Wie die Geschichte ausging, wisst ihr sicher selber noch. Blöd, wer damals nur auf ein Pferd gesetzt hat.
Diese Seite besteht als Blog seit 2005. Von Anfang an war die Thematik Apple stark vertreten, allerdings habe ich immer darauf geachtet, dass auch andere Bereiche – egal welche Richtung – zum Zuge kommen. Und das ist auch gut so, denn es gibt immer Zeiten, in denen aus Cupertino und Umgebung nur heiße Luft kommt. Bleibt nur noch, über das aktuelle Java-Update oder die was-weiß-ich-nicht-millionste iPhone App zu bloggen. Aber wer liest das schon – oder eher – wer schreibt schon gern darüber? Und genau das ist es: die Bloggerei sollte nicht zum Zwang werden. Am besten funktioniert es unverkrampft, einfach so schreiben wie der Schnabel gewachsen ist und dann darüber, was einem auf dem Herzen liegt. Klappt am besten und kommt auch meist ebenso an.
In letzter Zeit merke ich immer mehr, wie viel Spass es macht, mal über dies und jenes zu schreiben oder auch mal ein paar Experimente zu starten (Das Setup, Link gegen Mac). Sicher geht auch mal was in die Hose (Lifestream, Blogs sind tot), aber das ist schließlich normal und im Real Life auch so. Und gerade bei der Blogs sind tot
-Geschichte bin ich froh, dass ich daran nicht festgehalten habe und das Comeback gewagt habe. Glaubt mir, das war nicht leicht. Es hat einige Überwindung gekostet und ehrlich gesagt hätte ich nicht damit gerechnet, dass mir die Aktion so einfach verziehen wird.
So, vielleicht hat der Beitrag den ein oder anderen Blogger mit Abschiedsgedanken nun ermutigt, die Entscheidung noch einmal zu überdenken. Dann hätte er seinen Sinn erfüllt. Nicht dass das jetzt hier so weiter geht, wie bei den Lemmingen…
Abschiedsgedanken habe ich keine, aber in Moment so viel um die Ohren, dass mir der Themenbezug fehlt. Das nervt auch
Also ich weiß auch nicht immer was ich schreiben soll. Man hat zwar viele Möglichkeiten über was zu schreiben, aber irgend wie fehlt einem die Motivation dazu. Bei mir liegt es auch oft daran, dass ich keine Kamera mehr habe. Die Handykamera ist zu schlecht. Ich muss mir unbedingt eine neue kaufen.
Aber ich höre trotzdem nicht auf. Ab und zu habe ich dann doch mal was, was auch andere interessiert. Daher kann ich nur sagen, lässt euch nicht entmutigen weiter zu machen
Amen! Wollte so einen aehnlich Artikel, genau aus denselben Beweggruenden wie du, auch schon bei mir schreiben. Frei nach dem Motto: “Ja, also ist das alte Motto halt nicht mehr interessant. So what? Nimm doch was anderes dann. Ist doch nichts in Stein gemeisselt.”
Ab und zu kommt einen schon der Gedanke aufzuhören. Aber ich habe zeitlich und auch von der Motivation her immer Höhen und Tiefen. Inzwischen mache ich mir selbst einfach keinen Druck mehr. Wenn ich will, dann schreibe ich was, wenn nicht dann nicht. Ich persönlich glaube, dass man so einfach mehr Spass hat und sich nicht überwinden oder zwingen muss, nur weil man einen externen Druck (glaub) zu spüren.
mh… vermutlich würde es gar keiner merken wenn ich nicht mehr da wäre… also als Blog jetzt.
Vermutlich liegt das daran, dass ich selbst nie so das Gefühl hatte irgendetwas wirklich wichtige beizutragen bzw. beitragen zu müssen.
Die meisten Themen, die mich interessieren hat jemand anders entweder schon lange veröffentlicht und das meist noch besser geschrieben als ich… und einfach nur abkupfern und nachschreiben… nee… sowas reicht im Posterous oder ähnlichem, zusammen getragen als Fundstück…
Von daher…
Aber eine Reihe von Blogs würde ich schmerzlich vermissen…
Naja ad, lehnst Du Dich da nicht etwas zu weit ausm Fenster? Ich denke jeder hat seine eigenen Gründe zu Bloggen – der eine des reinen Bloggens willen, der andere eher für sich und was es auch sonst noch für Gründe geben mag.
Ich finde es konsequent von fidel, wenn er sich von einem themenbezogenen Blog trennt, weil er nicht mehr das Thema bedienen kann und will. Aber das hängt wohl immer vom eigenen Anspruch ab. Bei einigen Blogs würde ich mir wünschen, sie würden auch die Notbremse ziehen anstatt das wiederzukauen, was andere Apple-Fanboy-Seiten so von sich geben.
Und was das Comeback angeht: Wenn man, wie Du, eine gewisse Fangemeinde hat, dann mag das funktionieren – Andere würde es wohl eher frustrieren, weil einfach keiner vorbeischaut. Und damit hat sich der Kreis wieder geschlossen: Letzt endlich hängt es von den persönlichen Gründen ab, warum man überhaupt bloggt.
Ich sag doch – das sollte nicht belehrend rüber kommen und bei fidel habe ich den Frust schon vorher erkannt. Und gerade bei ihm sehe ich es problematisch an, die Domain macfidelity mit anderem Inhalt zu schmücken.
Hmmm: Du setzt eben nur Deine eigenen Maßstäbe an – es gibt aber einfach auch andere Beweggründe einen Blog zu besitzen und ebensolche diesen wieder einzustampfen. Schau doch mal von der Nicht-ad-Seite auf dieses Thema und versuch Dich in den Blogger hineinzuversetzen
So war der Beitrag aber gedacht – meine Maßstäbe, meine Sichtweise. Hey, du weisst doch, wie gerne ich den Klugscheißer spiele.
@makomi
bingo
Ach und nochwas: Bei Blogs geht es doch meist um die Kommunikation – und diese sollte nicht einseitig sein. Leider ist es mehr als Usus inzwischen Wissen abzustauben aber weder seine Gedanken zum Thema dem Autor mitzuteilen geschweige denn einfach mal “Danke” zu sagen, wenn man eine Lösung quasi vorgekaut bekommt. Mein Blog mag da kein schlechtes Beispiel sein: Ich versuche, wenn auch zu Spartenthemen, Lösungen für alltägliche, aber auch nicht ganz alltägliche Probleme, zu zeigen, die anscheinend auch andere Leute habe (das sagen mir zumindest die Google-Weiterleitungen in der Statistik) – Schau Dir dazu mal meine Kommentarstatistik an …
Findest du, dass die Diskussion hier bei mir im Blog einseitig ist?
Nö, aber du hast auch nicht den vergleichbaren Inhalt. Wenn ich mir so Deine letzten Posts anschaue, dann geht es da um Umfragen, Tauschaktionen, Stöckchen, Blogosphären-Selbstbeschäftigung, Buchbesprechungen usw. – da kann man Meinungen abfragen und diskutieren, was alles seine Berechtigung hat – versteh mich da bitte nicht falsch. Aber wenn es ums Technische geht, darum das der Leser ein Problem erörtern, etwas nachvollziehen und seinen Lösungsansatz mitteilen kann/soll usw., dann herrscht anscheinend eher der Konsumrausch. Schade.
Ich weiß nicht, wie Du es geschafft hast soviele Leser an Dich zu fesseln – warum Dein Stand genau der ist, den Du jetzt inne hast. Aber eben dieser macht es Dir auch einfacher, glaub mir.
Vielleicht sind Blogs der falsche Ort für Problemstellungen und -lösungen dieser Art? Vielleicht vertraut man da immer noch auf Fachforen oder klimpert die Fragstellung einfach in’s Google Suchfeld? Wenn man dann in einem Blog landet, konsumiert man eher, da der Beitrag meist schon älter und die Antwort obsolet ist. Oder?
@makomi
bingo part 2
Mein Bruder
du machst es dir hier etwas einfach. Blog ist nicht Blog – Autor ist nicht Autor und Detailgrade sowie die eigene Zielsetzung ist nun mal finalerweise auch stark individuell.
Mein Blog hatte immmer ne klare Zielsetzung … wischi-wasche Mischcontent war damit nie eine Option. Sinkt das Interesse an diesem Fokusgebiet verpufft letzlich auch die Notwendigkeit des Blogs – weshalb ich letzlich einfach die Konsequen daraus gezogen habe.
Ich könnte natürlich über whatever schreiben … aber im Kern ist das Interesseren-Ding nur ein Aspekt – für mich gesprochen.
Ich hab schlichtweg kein Bock/Lust/Interesse mehr auf Apple und im Kern auch nix neues mehr zu entdecken und damit macht das dazugehörige Blog auch keinen Sinn.
Korrekt … aber auch hier – im Bezug auf meinen Fall deutlich zu vereinfacht
Ich hatte meine Themen nie wirklich an den Tages-Crapple News orientiert … und damit war ich sehr bewusst weg von der Apple-News-Gerüchteküche.
Anyway – viel Spaß weiterhin
fidel
Siehe meine Antwort auf den Kommentar von makomi. Hat sich zeitlich überschnitten, oder?
ja
Wie Zettt wollte ich da auch was zu schreiben, aber als Feierabendblogger komm ich da auch nicht so schnell zu
Ich versteh fidel und eumel sehr gut, schliesslich gings mir auch mal so. Ich hab aber für mich die Kurve gekriegt und betreibe mein Blog, weils Spass macht. Kein Anspruch, keine Linie, kein festes Thema
Demnächst steht ein Umzug im RL an, da wird es bei mir auch weniger zu lesen geben… oder vielleicht auch mehr
Wie dem auch sei, Entscheidungen muss man respektieren, schliesslich gibt es meistens einen guten Grund. So.
Was du sagst.
Und um mehr aus dem Kram rauszuholen und wieder mit mehr Lust zu blogdingsen überarbeite ich grade so strukturmäßig einiges an meinem Blogdings.
Mal schauen was draus wird.
Wohl wahr! Es erging mir ebenfalls so, gleich 2 mal Selstbegräbnis. Nun, jetzt wo ich ja “nur” noch Bilder blogge, ist eine Pause kein Problem, Situationen oder schöne Momente gibt es auch immer und überall. Ich stelle es mir wirklich schwierig vor, sich auf ein Themenfeld festzulegen. Dass ist dann in etwa so wie immer nur das Mittagessen bei Mutti einzunehmen. Nö danke
…
Da ich keine festen Themengebiete habe, gibt es solche “Probleme” bisher nicht für mich und wird es wohl auch nicht geben.
Toller Artikel, ich sehe das ziemlich genau so
Generell würde ich sagen: Entweder man hat (idealistische?) Lust auf Bloggerei, oder man verfranzt sich in ein (kapitalistisch-motiviertes?) Thema und hat dann halt keinen Blog, öhm, Bock mehr.
@Dominik: “Also ich weiß auch nicht immer was ich schreiben soll” Echt? Also das hatte ich noch nie. Hätte ich Zeit, würde ich 5-10 Artikel am Tag schreiben/reinkleben können.
Es sind ja in der Tat die versch. Bewegründe, warum man bloggt, bzw. eben nicht mehr. Ich finds immer Schade, wenn irgendein Blog dicht macht, mal so verallgemeinern gesprochen.
@Chris sicher gibt es viel das ich sehe was bloggenswert wäre, grins. Aber “die Zeit” dazu habe ich gar nicht. Und nicht jeden interessiert das was ich schreibe, oder?
Es ist gar net so einfach als BLogger. Trotzdem werde ich nicht aufgeben!
Eins noch als Einwurf – wenngleich makomi den Punkt ja schon sehr gut angesprochen hat
>> Zielsetzung & Qualitätsanspruch
Gerade hier unterscheiden sich eben die eigenen Ansätze der meisten Blogger insgeheim (wenngleich dies selten kommuniziert wird) – und wer Lust auf allerlei hat – wird damit tendenziell leichter fahren und auch spontan gegenwirken können – da die Leserschaft ja eh tendenziell der Blogger interessiert und weniger das eigentliche Thema/Kerngebiet. Die Frage ist dann aber auch (aus meiner Perspektive) wieder ob man für sich selbst wirklich einen Mehrwert aus allgemeinem Bla ziehen kann – und wenn ja welchen?
Will ich mich über Gott und die Welt unterhalten – ziehe ich persönlich ein richtiges Gespräch mit echten Menschen klar vor – das warum muss ich wohl nicht erläutern. Bei fachlichen/technischen Sachen liegt ein Themen-Blog oder aber auch IRC ggf näher da man damit gezielt Leute/User mit gleichem Grundinteresse anspricht die man ggf so garnicht um sich findet.
Diese beiden groben Ansätze kann und sollte man definitiv nicht verwechseln/vergleichen u. Ä.
Nebenbei (siehe obige Punkte) kommt es zumindest aus meiner Warte sicherlich nicht auf die Posting-Frequenz an – sondern primär auf den Inhalt. Alles andere wäre wohl eh ein Armutszeugnis.
Gruss
fidel
Ein sehr schöner und richtiger Text zur Sache. Es war schon immer unsinnig sich zu sehr von einer Sache, einem Thema abhängig zu machen. Man muss/soll flexibel bleiben und sich treiben lassen.
So, und ich hätte vielleicht vorher auch refreshen sollen.
Flexibel bleiben bedeutet für mich aber durchaus auch konsequent sein, und einfach mal Schluss machen (und was Neues anfangen?) wenn es keinen Sinn macht.
Ich habe meine Seite auch schon sehr lange, 3 Jahre und 4 Monate und zum Blog wurde es erst im Dezember letzten Jahres. Aber mir ging es auch nie um irgendwelche Themen aufzugreifen um als erstes zu schreiben, neuer Mac Mini, neuer iMac usw. Da kann ich bei Apple schauen und da weiß ich es. Ich schreibe so wie ich Lust und Zeit habe und versuche immer Themen zu nehmen die anders sind und nicht das was wir jeden Tag sowieso hundertmal kopiert lesen können. Ich bin gern hier und lese mit und es war auch diese Seite die mich mit animiert hatte etwas zu schreiben. Ich habe keine 1000 Besucher aber ich habe Spaß daran und das ist wichtiger.
…ich schreibe schon immer weniger und zeige lieber ein bild. Außerdem sind meine themen weit gestreut. Ich hoffe das hilft gegen den plötzlichen bloggerexitus.
…gruß uli
Wow! Sieht aus wie ein Forum-Thread! Das immer alles ausdiskutiert werden muss. Martin, ein toller Beitrag! Macht Mut, wenn mal die Schreibblockade kommt.
p.s. Vielen Dank noch mal für die Aufnahme ins “Setup” !!!
Aha, was ist den Deine Auffassung von Blogkommentaren? Nur Positives/Zustimmendes darf da rein? Bitte den Autor immer schön loben?! Hauptsache keine Diskussionen? [Kopfschüttel]
Wieso darf was nicht ausdikutiert werden? Wer harmoniesüchtig ist, der sollte vielleicht nicht bloggen oder aber die Kommentarfunktion ausschalten (für mich ja ein No-Go beim Bloggen)!
Just my 2 cent …
kann ich mich nur anschließend und damit endgültig ciao … der feedreader muss wieder in Ordnung kommen
Merkwürdiges Verhalten, Fidel.
siehe meine antwortmail die den Kontext erklären sollte.
gruss
Also diese deutsche Technikblogosphäre ist schon komisch. So kenne ich das aus meinen Kreisen nicht.
Da schreibt einer was für ihn funktioniert hat um weiter zu Bloggen und der andere giftet ihn dann an das er ja ganz anders ist. Diverse Leute hacken auf beiden Seiten, die (wohlgemerkt) keine sind, rum und dann sagt mal einer “hey es gibt kein Diskussionsthema” und ihm wird an den Kopf geworfen er wolle nur positive Kommentare worauf hin der andere diffus darauf verweist, dass er seinen Feedreader aufräumen will.
Ich finde, persönlicher Wandel kann in einem Blog dokumentiert werden, muss aber nicht. Manchmal ist der Schlussstrich und (mögliche) Neuanfang die bessere Lösung. Manchmal muss eine auch nur hören, dass sie wirklich ihren Themenbereich erweitern darf. Bloggen hat keine Regeln, nur Richtlinien die auch ignoriert werden dürfen.
Lass dich umarmen!
Kaum erwähnt man das Wort “unverkrampft”, passiert genau das Gegenteil. Ich schwör’s – mache ich nie wieder!
Hmmm, nun steckt mich doch nicht in die Schublade “Verkrampfter Blogger”
. Ist halt doof, wenn man nur schriftlich kommuniziert, so ist es schwer rüber zu bringen mit welcher Intension man gerade schreibt.
Ich sehe diese Diskussion nicht als verkrampft an, sondern möchte einfach mal eine andere Seite aufzeigen. Wie Du so schön geschrieben hast ad, ist das Deine Sicht auf die Dinge – ich habe meine mitgeteilt! Sollte die Kommentarfunktion der falsche Weg sein, so habe vielleicht ich etwas am Bloggen nicht verstanden – sorry!
Um es noch mal klarzustellen – ihr dürft hier kommentieren auf Teufel komm raus. Ich bestehe sogar darauf!
Umarmen? Find nich jut.
Virtuelle Umarmungen für alle! Für dich aber besonders.
Ich mag ja Zusammenfassungen, aber Deine sind für meinen Geschmack etwas zu plakativ und plump – sorry.
Ich habe überhaupt Nichts und Niemanden angegiftet, Niemandem was an den Kopf geworfen und wenn Du Dir den Abschiedpost von fidel durchliest, dann verstehst Du vielleicht die Feedreader-Aussage.
Deinem letzten Absatz kann ich nur zustimmen
.
Plakativ-plump = zugespitzt, ja hab ich. Ich habe festgestellt, dass es manchmal hilft eine Unterhaltung in der Art und Weise zu reflektieren. Ich glaube aber, dass du sowohl die Funktion von Kommentaren im Blog verstanden hast und auch verstanden hast, das eine ich-bezogene Formulierung oft hilfreicher ist als ein “du hast mich angegriffen” oder so. Das find ich gut.
Danke für die Zustimmung.
Die Feedreader-Aussage verstehe ich keinesfalls. Ich habe vorhin Fidel mal eine Mail geschrieben, weil ich eine Diskussion darüber hier deplatziert finde. Anscheinend habe ich mich nicht klar genug ausgedrückt – Fidel und Eumel waren zwar der Anlass des Beitrages, aber keinesfalls sollte ihre Entscheidung in irgendeiner Weise kritisiert werden.
Da darf man (ich hier) hier ja schon dankbar sein, wenn man für einen einfachen Kommentar nicht direkt angegriffen wird. Und das hat ja auch nix mit lobhudeln und alles gut reden zu tun, aber die Meinung “etwas nicht ausdiskutieren zu müssen” gehört auch so zu eine Diskussion bzw. spiegelt einen Standpunkt wieder.
Ach naja – einfach nicht so eng sehen. Das ist hier glaube ich etwas emotional eskaliert. Im Großen und Ganzen kann ich mich hier im Blog mit der Kommentarkultur nun wirklich nicht beklagen.
Eskaliert find ich nicht unbedingt, das Wort würde ich noch nicht benutzen. Hat sich halt hochgeschaukelt, war aber trotzdem interessant zu verfolgen.
Nun ja. Klar spiegelt die Meinung “etwas nicht ausdiskutieren müssen” den Standpunkt von Oliver wider, das ist auch ok. Aber
1. Finde ich, das man es sich damit ziemlich einfach macht.
2. Im Kontext des ersten Satzes “ist ja hier wie in nem Forum” gelesen finde ich meine Reaktion richtig und auf meine Nachfragen hat er ja auch nicht reagiert.
3. Kommt dazu, das so eine Aussage ein Totschlagargument ist, da es einfach ohne Begründung kam und man natürlich ihm seine Meinung nicht streitig machen kann. Aber es erstickt auch einfach alles.
Schließlich: Ich möchte mir einfach nicht den Mund verbieten lassen und genau dies habe ich beim Lesen seiner Aussage so empfunden.
Ich denke mal, es ist immer ein Risiko, wenn man einen reinen Info-Blog über ein bestimmtes Thema oder Sachgebiet anstrebt. Man setzt sich mental selber unter Druck, wenn man seinen Lesern ein paar Tage nichts neues präsentieren kann. Deshalb habe ich relativ schnell auf einen Multi-Themen-Blog umgestellt. Ich schreibe über alles! Auch Reizthemen wie Politik und Kirche. Sogar Privates findet den Weg – auch wenn man sich damit angreifbar und zu gläsern macht. Allerdings kommt dies der grundsätzlichen Idee eines Blogs: einem elektronischem Tagebuch noch am nächsten. Aber dadurch, dass ich viele Themen aufgreife, hat der Blog etwas Magazinhaftes, so dass für fast jeden Besucher etwas Interessantes dabei ist. Ein weiterer Vorteil: Die Themen gehen einem quasi nie aus. Dafür sorgt schon diese verrückte Welt! Manchmal könnte ich 5 oder 6 Blogeinträge pro Tag schreiben – verkneif mir das aber dann wieder. Man soll ja nicht Sklave seines eigenen Blogs werden…
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