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Flattr Bashing – typisch deutsch?

Wir Deutschen sind ja bekannt dafür, erst einmal an allem rumnörgeln zu müssen, was uns vor die Flinte kommt. Das fing damals bei Twitter an, ein Dienst dem viele ein frühes Ende prognostiziert haben, ihn nun aber auf Teufel komm raus nutzen. Dem iPad wurde nach der Vorstellung unterstellt, es würde ein Flop werden. Nun verkauft es sich, wie geschnitten Brot und dennoch gibt es welche, die darüber schimpfen wie ein Rohrspatz, ohne es jemals in der Hand gehabt zu haben.

Aktuell macht in vielen Blogs Flattr die Runde. Kleine wie große Blogs testen Micropayment. Die Betonung liegt auf testen. Dass durch diesen Dienst keiner reich wird (außer vielleicht die Jungs aus Schweden), dürfte klar sein und dass große Blogs mehr davon profitieren als kleine auch. Aber darum geht es doch gar nicht. Eher darum, neue Möglichkeiten auszuprobieren, wie und ob man soziale Effekte monetisieren kann, und wenn dabei nur ein Taschengeld heraus springt. Unterschied hier: es ist ein Geben und Nehmen, etwas, was im Netz schon lange nicht mehr selbstverständlich ist, wie man an der nachlassenden Verlinkung untereinander feststellen kann.

Gerne könnt ihr euren Unmut über Flattr auf Twitter und Co. freien Lauf lassen, allerdings würde ich an eurer Stelle erst mal abwarten, wie sich das alles entwickelt. Wenn nach ein, zwei Monaten die Buttons wieder aus den Blogs verschwunden sind, hat sich das von allein erledigt. Wenn nicht – tja, dann…

Colophon

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Syndicate

55 Reaktionen zu „Flattr Bashing – typisch deutsch?

  1. Da haste Recht! Es ist halt leider immer der selbe Reflex: Was Neues, was Geekiges, hat was mit Geld zu tun “Monetarisierung! “Monetarisierung!” und schon kommen die üblichen Verdächtigen zu Wort. Warten wir mal ab. #eiche #kratz

  2. Ganz ehrlich meine Meinung: Ich habe einen Flattr-Account und mir das angesehen. Als dann von 2 Euro (per PayPal überwiesen) nur noch knapp 1,57 Euro überig geblieben sind, war ich leicht angesäuert, denn natürlich werden PayPal- und Flattr-Gebühren abgezogen. Daraus habe ich mir gesagt: Wenn ich demnächst jemandem etwas Gutes tun will, dann klicke ich lieber auf PayPal-Spendenbutton, als noch einmal mehr Geld bei Flattr aufzuladen. Für mich war es ein kurzes Experiment. Kein Grund hier zu bashen, aber auch nichts, was ich persönlich weiter nutzen werde.

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      Und? Machst du das auch – das mit dem Paypal-Button? Mal ganz ehrlich – das ist erstens viel zu umständlich und zweitens verdient auch hier Paypal!

      • Das ist richtig, aber hier verdient nur PayPal. Und ja, ich nutze derartige Spenden-Button in der Tat, wie ich auch bei Free-Programm ab und an spende.

      • Jap.
        Nicht allzu häufig, aber: ja.
        Wenn der Content es verdient hat und der Autor sich wirklich kümmert.

        • ad

          Aber es ist, wie wohl jeder zugeben wird, durchaus umständlicher, als mal eben auf so einen Button zu klicken. Insofern liegt die “Hemmschwelle” weitaus höher und demzufolge denke ich, dass man auf die Flattr-Art mehr Erfolg haben wird.

          Ich kenne jedenfalls kaum jemanden, der mit dem Paypal-Button zufrieden, geschweige denn reich geworden ist.

    • @Stephan
      Nur aus Interesse – und nicht böse gemeint – aber …liest du nicht erstmal die Basisinfos durch bevor du sowas antestest?

      Die Sache mit den Gebühren wäre an der Stelle schon zumindest im ansatz nachvollziehbar gewesen ;)

      Gruss
      fidel

      • Kein Thema, doch ich wusste was mich erwartet, denn das war auch schon bei “Bits und so” angesprochen worden. Ändert aber ja nichts an der Tatsache.

    • Ich habe das Experiment PayPal-Spenden-Button gemacht. Ergebnis: Seit Januar 6 Spenden bei über 45.000 Unique Visitors. Flattr habe ich seit 3 Tagen auf der Projektwebseite im Einsatz und bereits 6 Flattrs. Natürlich wird die Summe der 6 Flattrs nicht mit den PayPal-Spenden mithalten können (oder doch?) und dennoch zeigt sich ein Trend: Flattr ist jetzt schon beliebter als PayPal. Insbesondere wenn es darum geht Projekte zu unterstützen.

  3. Ich finde Flattr super und werde die Idee dahinter auf jeden Fall unterstützen.
    Wäre wünschenswert, dass der Dienst nicht nach ein paar Monaten wieder eingestellt wird.

  4. switchpack

    Ich glaube einfach nicht, dass sich mit private content à la blogs Geld machen lässt. Wenn Menschen immer weniger für Hardware inform von Newspapern investieren, wird das bei Blogs erst Recht nichts.
    Einzig einen Ansatz von flattr finde ich beachtenswert. Ich habe als Kunde, Nutzer, Spender, was auch immer, die Kostenkontrolle. Bislang war das ein großes Problem der Vielfalt. Das konnte ja ausufern, wenn man bereit war zu zahlen.

    Aber ich denke, flattr funktioniert nur unter der Schar der Blogger und Nerds selbst. Auf die breite Masse wird der Funke nicht überspringen. Solange es genug umsonst gibt, wird das Portemonnaie nicht wirklich geöffnet. Der Gedanke von Donation und Freiwilligkeit ist eine schöne Illusion.

    • ad

      Ich finde das nicht schlimm, wenn es nur unter den Bloggern funktioniert. Blogs sind doch eh meist eine Anlaufstelle von Usern, die ebenfalls Blogs betreiben. Schaue ich mich hier in den Kommentaren um, so hat fast jeder ebenso ein Blog.

  5. Persönlich kann ich das Bashing teilweise nicht nachvollziehen. Zumal ich Kritik bisher primär von den Leuten gesehen habe, die selbst Dienste wie Trigami getestet haben oder Werbung in der Sidebar platzieren.

    Wie du schon richtig gesagt hast, ist es erstmal ein Test. Zudem wird ja niemand gezwungen sich für Flattr anzumelden oder den Dienst zu nutzen. Man sollte jedoch aufhören alles gleich schlecht zu reden. Mir gefällt das Konzept deshalb, weil ich speziell gute Beiträge belohnen kann. Was noch fehlt ist einfach eine Übersicht, wer Flattr verwendet. Die großen Blogs findet man dahingehend ja sehr leicht.

    Möchte mich an der Stelle auch noch einmal für deinen Invite-Code bedanken.

  6. Ich glaube auch eher, dass flattr sich nur mäßig durchsetzen wird und dann vor allem bei Netzmenschen. Die Menschheit ist in meinen Augen zu sehr auf den Kostenlos-Gedanken im Internet eingeschworen – da hilft nichts mehr.

    Wie lange das gut geht weiß ich auch nicht, das müssen wir abwarten. Ich jedenfalls nutze die Chance nun schon das ein oder andere Mal und klicke wem ein paar Cent zu.

  7. Ich finde die Idee genial. Wie man fair und “social” die Sachen unterstützt, die es einem Wert sind. In diesem Stil könnte sogar die Zukunft von Onlinezeitungen etc. gesichert werden. ABER: Was mir nicht gefällt, ist dass sich damit eine einzelne Firma mit unverschämten Provisionen bereichert und sowas von allen Teilnehmenden (und sonst oft nicht unkritischen Blogs) nicht mal in Frage gestellt wird.

  8. Nee, nicht die Netzwelt, sondern vorangig das deutsche Klientel hat sich massiv vom hirnrissigen “Geiz ist geil” hinreißen lassen. Fernsehen macht eben dumm.

    Flattr ist ne großartige Sache, wird aber eine Weile ein Nischendasein führen. Ich hoffe, der Dienst wird sich in der Blogwelt etablieren. Und da geh ich mit Martin konform: Die meisteb, die den Button einsetzen und auch klicken betreiben selber ein Blog. Das ist zwar dann irgendwie so, als würde die Spiegelredaktion dn Focus kaufen und umgekehrt, aber trotzdem ein begrüßenswerter Schritt.

  9. Meine Freundin befürchtet hinter dem Flattr-Bezahlmodell ja eine schleichende Kommerzialisierung von Blogs und anderen unabhängigen Medien. Ich glaube, ich komme nicht umher, ihr mal deinen Artikel vorzulegen. ;)

    • Ach … da sind Kommerzansätze a la Trigami und Co aber bei weitem unangenehmer oder?

  10. mh, ich finde eigentlich, dass man da noch groß experimentieren muss. Flattr ist eine feine Sache, die sich einfach durchsetzen sollte. 2€ im Monat tun niemandem weh und selbst wenn Flattr selbst was abzieht bleiben trotzdem noch immer 1,57€. Wichtig ist einfach, dass man auch nur bei den richtig guten Beiträgen flattrt. Wenn man das bei jedem x-beliebigem macht, bleibt natürlich nicht viel für den Blogger übrig.

    Ich bin auch der Meinung, dass die wenigsten Blogger von ihrem Treiben leben können, geschweige denn reich werden. Jedoch sollte zumindest der monatliche Beitrag für den eigenen Server eingespielt werden können. Man vergisst allzugerne, dass die meisten Blogger den Server selbst finanzieren plus Zeit finden, um Beiträge zu schreiben. Ja, das macht das Bloggen aus, aber ich finde schon, dass es zumindest kostenneutral sein sollte.

    Geiz ist geil ist bei der ganzen Geschichte leider das größte Problem. Ich ertappe mich aber auch immer wieder selbst, wie es bei mir durchkommt. Flattr ist für mich aber ideal, weil die Kosten im sehr überschaubaren Rahmen bleiben. Und das ist auch ok so.

  11. “mh, ich finde nicht” meinte ich natürlich ;)

  12. Ich find Flattr super und prophezeie dem Dienst eine sehr gute Zukunft ;-) Ich finds auch okay, dass sich Flattr einen kleinen Teil der Beiträge selbst abgezwackt. Hosting gibts halt nicht umsonst. Aber Flattr muss halt noch an seinen Kinderkrankheiten arbeiten. Das “Geld einzahlen” muss auf jeden Fall noch verbessert werden. Gerade Kleinstbeträge sind mit PayPal einfach schlecht zu transferieren. Moneybookers ist da nicht viel besser. Der wirkliche Mehrwert liegt aber in der einfachen Bedienung. Jemand eine kleine “Spende” zu kommen zu lassen, sei es nun für Software, Audio, einen Blog-Beitrag oder was weiß ich, war doch nie einfacher.

  13. Super Artikel. Das Web/Computer Kram ist schon ein wenig komisch, man kauft sich für 3 – 4 € Kaffee bei Starbucks oder tankt Benzin für 1,50€ den Liter. Aber wenn dann mal eine Sache im Netz/Computer kosten soll, will keiner Bezahlen z.B. 0,79 € für eine praktische App. Daher finde Ich die Idee sehr gut, das zumindest mal die Grundkosten für den Blog gedeckt werden. Man macht das ganze ja meist nicht aus Profitgier.

  14. Das Web/Computer Kram ist schon ein wenig komisch, man kauft sich für 3 – 4 € Kaffee bei Starbucks oder tankt Benzin für 1,50€ den Liter. Aber wenn dann mal eine Sache im Netz/Computer kosten soll, will keiner Bezahlen z.B. 0,79 € für eine praktische App.

    hehe … die Extremvariante lässt sich hier im iTunes Store beobachten …was da teilweise Kritik an Programmen für 99 Cent geübt wird … zeigt leider den Realitätsverlust dieser Anwender.

    Daher finde Ich die Idee sehr gut, das zumindest mal die Grundkosten für den Blog gedeckt werden.

    Geht mir auch so ….wobei “Grundkostendeckung” eines Blogs wohl sehr schwammig ist oder?

    Ich würde ja fast die Wette eingehen das gerade kleine Blogs mit den Erlösen von 3-4 Google-Ads Klicks im MONAT die echten Grundhosting Kosten bereits decken könnten … ein anspruchsvolleres Hosting wird ja nicht von Anfang an notwendig – womit sich die reinen Kosten auch kaum aufsummieren.

    Oder gibts hier ernsthaft Blogger im kleineren Stil die trotzt der nicht vorhanden Bloggröße Kosten im zweistelligen++ Bereich per Monat haben?

    Gruss
    fidel

  15. Xelll

    Flattr Einladungscodes für die Neugierigen:

    3fce6a4f50f21011a
    66fb578215d6d9010
    64e668c1e321be96d

  16. Ich denke, dass man mit Flattr sicher eine tolle Idee und Umsetzung hat – aber es ist etwas, was in der Welt der Webkundigen bleibt. Hier schaffen wir uns wieder etwas, was den meisten Menschen verborgen bleibt. Schon jetzt können die meisten Leser und Nutzer des Web mit den vielen Buttons aus so manchen Sites nicht anfangen. Geben wir es doch zu, egal ob wir über Buzz, Webstandards oder Flattr reden, es weis die Masse damit nichts anzufangen. Selbst Blogs sind nicht “Normal”. Wer wirklich geben will, dem genügen Amazon Wunschliste, Spenden-Button oder der direkte Kontakt. Ohne Unterstellung, hier verdient Paypal und Flattr mit der Hoffnung der bloggenden Netzwelt. Gern lass ich mich von anderem überzeugen, aber ich klaube einfach nicht dran.

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      Auf dich bezog sich u.a. die Paypal-Button Anspielung. Wenn ich mich recht erinnere, hattest du doch neulich einen entsprechenden Beitrag, dass du nicht so recht mit dem Erfolg zufrieden bist (was ich in dem Fall durchaus verstehen kann)

      Meinst du nicht, dass Wunschlisten und Paypal für unbedarfte User genauso ein schwarzes Loch ist? Ich denke schon.

      Wie gesagt – Flattr ist für mich so was wie die Regale kurz vor der Kasse – die so genannte Quengelmeile – zugreifen, zahlen und gut gewesen (wobei zahlen hier sogar noch entfällt). Das 1-Click-Spenden eben…

      • Ja, ich bin unzufrieden – aber nicht mit der Form, sondern der Freigibigkeit der Deutschen. Flattr wird dies nicht ändern, hier denkt man anders – “Geiz ist geil” und kostenlos bekommen und nichts geben ist ein Begriff, den das Web in DE als Inbegriff hat. Ich sehe es am eigenen Blog, die Spenden kommen immer! von den gleichen Personen oder aus dem Ausland, obwohl die Leute via G*Translate o.ä. übersetzen müssen.
        Mein letzter Artikel war ja wegen den Link-Sammlern, die mich enorm Zeit kosten.

        Ja, Wunschlisten und Paypal sind ähnlich, sie existieren in “unserer” Welt, nicht dort, wo der Content in der Masse ankommt. Aber dies will ich auch garnicht, ich meine, dass die geben sollen, die es nutzen, davon profitieren – sei es im Job oder im privaten Umfeld. Ich sehe mir oft Installationen oder Themes von Agenturen, WP-Theme-Händlern o.ä. an, gebe Hinweise und finde verdammt oft Source aus dem Web – von diesen Nutzern kommt nichts an.

        Wie gesagt – Flattr ist für mich so was wie die Regale kurz vor der Kasse – die so genannte Quengelmeile – zugreifen, zahlen und gut gewesen (wobei zahlen hier sogar noch entfällt). Das 1-Click-Spenden eben…

        Das trifft es sicher sehr gut; nur haben die wenigsten ein Kind dabei, was quengelt und bettelt, dass will ich haben.

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          Das Kind sehe ich dem Fall in uns selbst. ;)

  17. Das hat doch nix mit Geiz ist geil zu tun. Zu 99% ist bloggen ein Hobby! Die anderen 1%, die es irgendwie geschafft haben es zum Beruf zu machen, kann ich persönlich nicht nachvollziehen, aber nun gut.

    Wer wird für die Ausübung seines persönlichen Hobby entlohnt? Niemand, oder?
    Jeder bloggt, weil er gerne so ein Webtagebuch haben will. Weil er (oder auch sie) sich kreativ austoben will und vielleicht auch Feedback dazu bekommen möchte oder seine Erfahrungen zu einem bestimmten Thema mit anderen Teilen möchte. Alles Hobby.

    Zweitens: die Bloggeria ist eine relativ geschlossene Benutzergruppe. Jetzt haben wir zwei Möglichkeiten: Entweder wir teilen uns unsere Flatters einigermaßen gerecht auf und jeder hat am Ende ca. das, was er am Anfang hatte (abzgl. dem Anteil für den Betreiber) oder Möglichkeit 2: Die Klicks werden einseitig vergeben, was unweigerlich dazu führt, dass die restlichen User irgendwann kein Bock mehr darauf haben, weil nie jemand bei ihnen klickt, ihm seine Anerkennung fehlt.

    Muss denn immer auf Teufel komm raus überall ein Geschäftsmodell reingepresst werden?

    Ich bin wirklich gespannt darauf, wenn die ersten (mir bekannten und gern gelesenen) Blogger von den Auszahlungen berichten!

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      Bloggen ist Hobby, ja. Aber die meisten Blogger, die ich kenne, sind auch Selbstdarsteller und Narzissten. Das wiederum mag selbstverständlich nicht jeder zugeben, es ist aber so. Oder kennst du jemanden, der nicht auf seine Statistiken schielt schielt und nicht auch ab und zu mal damit hausieren geht?

      Was ist denn zum Beispiel der Facebook “Gefällt mir” Button? Nichts anderes als ein Werbemittel und Dokumentationsmittel, wie toll man doch ist.

      Flattr geht psychologisch noch einen Schritt weiter – man dokumentiert die Beliebtheit eines Beitrages und bekommt sogar noch Geld dafür – ich suche gerade nach der dritten Komponente und wir haben das Ü-Ei des Webs gefunden!

      • Selbstdarsteller absolut! Da gebe ich Dir vollkommen recht. Genauso schiele auch ich auf meine zugegebenermaßen bescheidenen Statistik. Aber genau da liegt doch auch ein Problem von Flattr. Letztendlich werden wahrscheinlich einige wenige die vielen Klicks kassieren, die anderen gehen leer aus und verlieren den digitalen Schwa…. Buttonvergleich und werden sich über kurz oder lang von Flattr verabschieden.

        Letztendlich müssen wir abwarten was passiert. ich hoffe, dass ich recht behalte, denn das Internet vergisst nichts und falls Flattr ein großer Erfolg wird und jemand das hier in 7 Jahren über Google findet, stehe ich da wie der letzte Idiot!

    • Die Mentalität von Geiz ist geil spiegelt sich einfach dort wieder, mit dieser Einstellungen kämpfen doch viele Bereiche, sei es Organisationen oder Bbliotheken, Sportvereine. Das Geben will eine Gegenleistung; ist die Gegenleistung gewöhnlich – im sinne von gewohnt, nicht einfach – dann wird ungern gegeben.
      Mir persönlich geht es auch vorrangig um die Bereiche, die davon profitieren – die damit wieder Umsätze schaffen. Es geht nicht darum, dass man sein Hobby fröhnt und für alles bezahlen soll. Es geht darum, dann zu geben, wenn man etwas davon hat, ohne Eigenleistung und dies monetär nutzen konnte.

  18. Janina

    Hätte ich einen Blog, würde ich mir persönlich statt einem Geldumverteilungsknopf lieber einen Rotkreuz/Greenpeace/Brotfürdieweltbutton hinter in Frage kommende Beiträge stellen… habe ich aber nicht, daher halte ich die Klappe. ;)

    • “Geldumverteilungsknopf” finde ich gut :-)
      Das mit den gemeinnützigen Spenden hab ich auch mal auf Twitter vorgeschlagen, konnte sich aber nicht durchsetzen :-)

  19. Ich verwende Flattr nicht, weil die meisten meiner Besucher Flattr gar nicht nutzen können … ich verstehe, dass man für Webmaster Einladungen verteilt, aber wieso auch für die Website-Besucher?

    • ad

      Siehe oben – weil die Besucher hier meist auch Webmaster sind. Du ja auch. ;)

      • Webmaster, die andere Webmaster flattern? Auf Dauer nicht sinnvoll … PayPal und Flattr behalten da zu viel ein … ohne reguläre Besucher, die flattern können, ist Flattr nicht sinnvoll.

        • ad

          Nein, nicht ohne reguläre Besucher – aber der Hauptanteil dürften Webmaster sein.

  20. Kretzer

    Recht hast du! Ich komme zwar aus Österreich, und wir finden es typisch österreichisch, über alles Neue erst einmal zu schimpfen (=”raunzen”).

    Hier wie da sollte man aber erst mal testen, bevor man meckert.
    Ich selber bin nur “Konsument”, aber ich mag die Idee, einen Beitrag, der mir gefallen hat, auch ein bisschen zu belohnen.
    Das große Geschäft werden wohl die wenigsten damit machen, aber Server und Strom bzahlen zu können, ist ja auchwas schönes …

  21. Wie läuft das eigentlich ab, reicht schon ein Klick auf den Button oder kommt danach noch eine Nachfrage ob man wirklich will?

  22. Pingback: blog | flattritis | controlc.de

  23. Pingback: Darf ich die flattrn? » Blogwiese

  24. Flattr hat Potenzial. Nachdem du es mir quasi schmackhaft gemacht hast, hatte ich jetzt nach 4 Tagen 6 Flattr-Dingens-Klicks. Gut sind in dem Fall nur 60 Cent, aber dafür das das sonst nix gibt ist das okay (und evtl. hab ich diesen Monat dann zumindest die aktuell 4 Euro an Ausgaben wieder drin).

  25. Als ich noch einen Textlink (nur einen einzigen) über Teliad auf meiner Seite hatte, brachte das 63 Euro im Monat. Ohne viel Schnickschnack usw.
    Falls ich meinen Blog wieder monetarisieren wollte, wäre das für mich der -erprobte- und einfachste weg. Klare und berechenbare Leistung auf beiden Seiten.

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      Da vergleichst du Äpfel mit Birnen. Nicht jeder Blogger kommt an solche Angebote. Mit Flattr haben auch kleinere Blogs die Möglichkeit etwas vom Kuchen abzubekommen.

      • Schon klar, aber was bringt den Flattr den kleinere Blogs? Kann man das schon irgendwie in Zahlen ausdrücken? Wahrscheinlich doch nur Cent-Beträge, und das ist doch eher frustierend, wenn man glaubt, damit Anerkennung in Form von Geld zu bekommen. Versteh mich nicht falsch: Das Prinzip ist gut und genau das, was eingentlich die Bloggeria ausmacht (bzw. mal ausmachte – siehe dein Verlinkungszitat). Aber geringe Besucherzahlen generieren eben dann auch nur geringe Flattr-Klicks.

  26. Das schöne an Flattr ist, dass der Urheber durch die Klicks auf einen Flattr-Button feststellen kann, ob der Artikel bei den Lesern gut angekommen ist und dafür auch noch belohnt wird (anders als bei “Sternchen-Bewertungen”).

  27. Typisch Deutsch.

    Sobald was neues auf dem Markt erscheint, kommt automatisch dieser Reflex: was soll das ? brauchen wir das ? Siehe Flattr, siehe Google Streetview. Die Amis, sind da viel entspannter. Da fragt man sich eher: was kann ich damit tun ? wie macht es mein Leben einfacher. :)

  28. Pingback: Flattr – erster Kassensturz | admartinator.de

  29. Ich kann diesem stetigen Spontannörgeln bei etwas neuem auch nichts mehr abgewinnen.
    Ich weiß auch nicht was die Leute davon haben, wenn sie erst mal alles schlecht reden oder in Frage stellen.

  30. Ich finde die idee von Flattr echt gut und hoffe das es sich bei einer breiten masse durchsetzen wird, denn nur wenn viele aktiv mitmachen hat es eine chance. Ich hoffe auf das beste und bleib aktiv und unterstütze es weiter. Das viele leute erstmal skeptisch sind könnte auch daran liegen das Flattr von den The Pirate Bay machern stammt. Ich denke mal wenn noch weitere Zahlungsoptionen und mehr große Webseiten es einsetzen wird es auch noch mal einen großen schub geben, ich hoffe wirklich das es erfolg auf langer sicht hat.

  31. Pingback: Flattr – geht es wirklich ums Geld? | blogger, content, flattr, micropayment, sharing | der Webarchitekt

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