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RSS kürzen wie die Profis

7. März 2010 · 34 comments · TWEET THIS

Mein Gott, was ein Bohei. Da kürzt ein professionell geführtes, kommerzielles Blog seinen RSS-Feed und die Bloggeria läuft Amok. Ich weiß ehrlich gesagt gar nicht, was mich mehr entsetzt. Das Geweine der Basic Thinking Mannschaft oder das Gezeter der Leser in den Kommentaren zur Begründung der Maßnahme.

Professionell hätte ich es übrigens gefunden, wenn man den Feed einfach gekürzt hätte, ohne es an die große Glocke zu hängen. Davon mal abgesehen, finde ich es keine tolle Idee und denke auch nicht, dass sie damit wesentlich mehr Einnahmen haben. Aber wer hört schon auf mich?

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Paul

Den aktuellen Artikel hab ich gerade gelesen und finde, dass ich als Stammleser der täglich mit dem Browser vorbeischaut bloß gestellt werde und mir die Problematik in die Schuhe geschoben wird. Was kann ich dafür das die nicht genug mit der Seite erwirtschaften?

Ich hatte den Artikel damals mit den Ansage nicht gelesen, aber heute am Sonntag läuft die Szene Amok. Ich glaube, dass dies das Ende für die Seite ist.

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Marcel

Professionell hätte ich es übrigens gefunden, wenn man den Feed einfach gekürzt hätte.

Word! Dann wäre die ganze Diskussion – jedenfalls in dem Maße – nicht ausgebrochen. Aber es hätte halt gegen die Web2.0-ich-erzähle-allen-was-ich-mache-Mentalität verstoßen ;-)

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neo

Find das ganze Thema irgendwie lächerlich, genau wie kommerzielle Blogs.

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happy-buddha

Wäre wahrscheinlich besser gewesen, hätten Sie das ganze nur über Nacht eingeführt, ohne großes bliblablub herum …

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Paul

Also ich hab durch deren Fehler viel gelernt. Sollte ich in meinem Leben etwas verändern, werde ich es garantiert nicht wie BT.de realisieren.

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stef

Habe seit eh und je den gekürzten Feed der Jungs im Reader. Für mich ändert sich also gar nichts. Nur der Rummel drum herum ist witzig.

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Dominik

Ich bin der Ansicht, das Basic Thinking überreagiert.

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core

Meine Güte, als gäbe es sonst keine Probleme.
Es ist wirklich lächerlich, was BT da abzieht. Mit der Rechtfertigung machen sie alles nur noch schlimmer.
“Um sieben Uhr geht der Wecker…”. Respekt. Kopfschüttel.

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MJ

BasicThinking? What the heck ist BasicThinking?

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Fabian

Finde die Reaktion von BT nicht übertrieben, empfinde es auch nicht als Geweine, wenn Sie mal schildern, wie ihr Arbeitsalltag so aussieht… Fand dies einfach interessant…
Kann die Reaktion von BT in dem Sinne verstehen, dass so unglaublich viele Kommentare den Ton nicht getroffen haben und die Erwartung vieler Leser/Konsumenten, alles immer möglichst komfortabel und kostenlos zu bekommen, die Betreiber eines Blogs durchaus verärgern kann….

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Marcel

BT pocht doch auf das Image eines professionellen, deutschen Techblogs – folglich sollte man sich auch so verhalten. Techcrunch, Gizmodo oder engadget (re)agieren doch auch nicht so.

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mike

Kann nicht ganz nachvollziehen, was an dem Arbeitsalltag interessant sein soll. Wenn ich von 7 bis 23 Uhr beschäftigt bin, ein kommerzielles Blog zu betreiben, was angeblich nur Miese macht, dann ist das einzig Interessante, wie zur Hölle man so etwas anstellt.

Was den Feed betrifft, so gehe ich trotzdem konform mit den Meinungen hier, was das Gewese soll. Wenn mir ein gekürzter Feed nicht passt, dann lese ich eben was anderes. Oder nutze die technischen Gegebenheiten. (Pseudo”voll”feed pber Webseiten auslesen).

Irgendwie erinnert mich das inhaltsfreie Gefasel an die ganzen Deppen im Usenet, die einem anderen Deppen lang und breit erklären, dass sie ihn plonken und somit nicht mehr lesen. Wen zur Hölle interessiert das?

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Matt

Vielleicht haben sie die Kürzung aber auch nur an die große Glocke gehenkt, um wieder in aller Munde zu sein und immer hin wurde in den letzten Tagen soviel über BT geschrieben wie schon seit Monaten nicht mehr. Wenn man ein bisschen in der Blogosphäre unterwegs ist, weiß man was für eine Reaktion die Kürzung eines Feeds auslöst ;)

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ad

Nanana, wer wird denn sowas unterstellen wollen?

Im Ernst – glaube ich nicht.

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Daniel Peters

Sehe ich exakt so wie du. Einfach machen und bei Nachfragen entsprechend begründen. Jetzt klingt jedes Wort wie Rechtfertigung und man gibt den Trollen dauernd neues Futter.

Allerdings wissen wir beide, wie deutsche Blogger auf Refinanzierung von Blogs reagiert. Da kann man eigentlich kaum was richtig machen.

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Herr Chow

BT ist peinlich. Werbung ist ohnehin eine schlechte Idee, um so ein Projekt zu finanzieren: Wer Leser ansprechen will, die auf Werbe-Banner klicken, muß auch entsprechend das Niveau senken.

Ich habe in meinem Blog-Projekt übrigens erst vor kurzem einen Volltext-Feed eingeführt. Wer das Internet verstanden hat, kann nicht mehr anders.

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Helmi

Mein Gott, was ein Bohei. Da kürzt ein professionell geführtes, kommerzielles Blog seinen RSS-Feed und die Bloggeria läuft Amok.

Angesichts des Schwachsinns der ganzen Diskussion wundere ich mich irgendwie dass du dennoch drüber bloggst. Irgendwie bekommt die Diskussion viel zu viel Aufmerksamkeit. Es gibt da so oder so (und schon immer) zwei Lager mit gegensätzlichen Ansichten.

Irgendwie interessant, dass für solche Themen offenbar deutlich mehr Gesprächsbedarf vorhanden ist als für die wichtigen Dinge… das bestätigt dann doch wieder die alte Theorie von der Selbstreferenz in der Blogosphäre ;-)

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ad

Du wirst lachen, aber ich habe wirklich überlegt, ob ich wirklich drüber schreibe. Aber ich wollte wissen, ob ich mit meiner Meinung alleine bin oder nicht. Insofern – das passt schon.

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blogrider

Bisher konnte mir noch niemand erklären, was daran genau so schlimm ist wenn Basic Thinking Ihren Feed kürzt!? Sie bekommen mehr Klicks auf Ihre Artikel und somit mehr Werbebannereinblendungen.

Wo ist da der Skandal?

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MacMacken

Gegen gekürzte RSS-Feeds verwende ich ein wirksames Gegenmittel:

http://sourceforge.net/projects/rss-extender/

(Allerdings ist mir der Konfigurationsaufwand meistens zu gross und ich verzichte schlicht auf solche Feeds – gerade auf dem iPhone ist der Sprung aus dem RSS-Reader in den Browser und wieder zurück äusserst lästig, sofern man denn überhaupt gerade online ist …)

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Andi Licious

Aloha,

also ich finde es absolut gerechtfertigt wie die Jungs oder besser Firma dort vorgeht. Auch das Statement was sie vorhin (durch André) posteten finde ich gut und richtig.

Gekürzte Feeds sind zwar ätzend im Reader, auf der anderen Seite – auch als Webmaster einer der größten Subculture-Community – finde ich es richtig. Vor allem wenn man damit den Weg des ‘wahren’ Paid-Contents umgehen kann, sollte es so sein.

Viele Grüße,
Andi

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Herr Chow

Werbung ist wahrer Paid-Content! Jeden Klick auf einen Werbebanner bezahlst Du indirekt über die Produktpreise.

Im Übrigen: Wie paßt “Subculture-Community” mit Kommerzialisierung zusammen?

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Andi Licious

Dass das dadurch Paid-Content wird ist schon klar, doch es ist immer noch etwas anderes Werbung zu sehen – oder direkt vorab dafür zu zahlen eben keine zu sehen. Ich frag mich sowieso was die Leute sich aufregen… es ist nur Werbung und es ist nur ein Klick auf die Seite. Probleme muss man haben… oder sich offenbar machen.

Ich sags mal anders: Wieso sollte es nicht zusammen passen. Die Frage ist doch äußerst fragwürdig. Davon abgesehen ist und kann auch eine Community rein kommerzieller Natur sein. Eben so auch und gerade Social-Networks usw.

Grüße, Andi

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Herr Chow

Jeder kann das Finanzierungsmodell wählen, das ihm gefällt, da bin ich ganz liberal. Die verbreitete Meinung aber, Werbung sei weniger schlimm, als im Vorhinein zu bezahlen, kann ich nicht teilen: Werbung ist suggestiv, stört nicht selten beim Lesen und vor allem: Werbung kann die Unabhängigkeit beeinträchtigen!

Unter “Subculture” verstehe ich jedenfalls etwas Freies, Unabhängiges, vielleicht sogar Künstlerisches. Werbung hat da m. E. nichts zu suchen. (Oder man verzichtet eben darauf, etwas mit dem Label “Subkultur” zu versehen).

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Andi Licious

Okay, da hast du Recht. Es gibt halt Werbung und andere Werbung. Was mich beispielsweise zum Verlassen und nicht mehr aufrufen einer Seite bewegt, sind Layer, Popups usw. Es ist schon mies genug dass Stern.de Popups benutzt, ich hoffe so weit kommt BT nicht. Auch wenn ich sie gar nicht erst mit dem Stern vergleiche oder nur ansatzweise auf eine Stufe stelle. Genau so Artikel für Kohle schreiben – ohne das klar sichtbar zu machen oder thematisch total daneben zu greifen. Auf der anderen Seite gibt’s leider im Netz viel zu viele große Blogs, die nur über das schreiben wo sie im Hintergrund Money für bekommen. Naja, es obliegt ja dem Leser sich das ‘anzutun’.

Dem kann ich nicht zustimmen. Eine Subkultur hat genau so ein Recht darauf sich zu vermarkten wie der Mainstream. Nur weil es ab vom Schuss ist, bedeutet es noch lange nicht das es anderes funktioniert – nur eben vielleicht über etwas anderes, anders denkt. Aber wir müssen es auch nicht unbedingt Subkultur nennen, wenn dir das lieber ist. Dann meinetwegen halt hauptsächlich einer Jugendintresse nachgehendes Forum, kommerzielles Forum.

blogrider

Jeder darf ja seine Meinung haben, aber wenn ich Sätze wie “Wie paßt “Subculture-Community” mit Kommerzialisierung zusammen?” lese:

Das ist einfach nur kindisches Wannabe Getue. “Ich bin ja so cool und underground. Kommerz sucks! etc…”

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Herr Chow

Bitte sachlich bleiben! Wir sind hier nicht in der Macuser-Bar.

Wie wäre es, wenn Du auf meine Argumente eingehst, z. B. dass Kommerzialisierung die redaktionelle Unabhängigkeit gefährdet?

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Andi Licious

Demnach wäre jedes kommerzielle Magazin, Homepage usw. gefährdet.
Oh, dann wäre ich ja ein ‘Kommerzschwein’ weil ich auch uA. für ein Print-Magazin arbeite und auch schreibe. Verdammt. Und dann auch noch ein Magazin für Nicht-Mainstream-Themen (schade eigentlich). Mist.

Herr Chow

Na ja, bei den Modeblogs ist das Problem schon virulent: gekaufter Content durch entsprechende “Geschenke” und Werbung (siehe FAZ vor zwei, drei Tagen). Der Vertrauensverlust ist eminent. Wie gesagt, mir ist egal, was jemand aus seinem Blog macht. Ich muß es ja nicht lesen. ;-)

Andi Licious

Ja, das ist tatsächlich schon eine andere Nummer. Allerdings kannst du das überall haben. Natürlich sollte und darf man das nicht, aber naja – wir wissens ja alle: Man braucht das Geld, hat man es ausreichend – stinkt’s auch nicht weiter.

Ich denke, es gibt halt wie zu Anfang gesagt, solche und solche Werbung. Schön finde ich es, wenn man sich davon klar distanziert und es auch nicht macht. Aber da gibt’s dann auch wieder die, die meinen irgendwo so etwas erkannt zu haben, selbst wenn dem vom Betreiber selbst nicht so ist.

Herr Chow

Ich bin davon überzeugt, daß im werbefreien Paid-Content die Lösung für anspruchsvolle Blog-Projekte liegt (die sog. Apple-Lösung im Gegensatz zur Google-Lösung). Ich fürchte nur, daß die etablierte Kostenlos-Kultur in Deutschland noch lange bestehen bleibt, und sich mit Werbung als einer Art nicht-so-schlimm-kommerzielles Hintertürchen rettet.

Andi Licious

Blöd daran ist ja nur, dass das nur funktioniert wenn du schon eine sehr große Fangemeinde hast (oder nicht viel damit reinholen musst). Oder du eben Content hast, für den auch unter Umständen wenige viel Zahlen wollen. Allerdings ob das gerade bei Blogs der Fall ist… hmm. Ich denke, da muss man sich dann zumindest im Vordergrund vom Umstand ‘Blog’ befreien, den der gemeine – oder massenhafte – Leser sowieso nicht versteht. Für den ist’s einfach nur ‘ne Page … wie auch BT nur ‘ne Page ist. (‘Blog? Blog-was?’)

Der gute Kostenlos-Content… in Deutschland zahlt man halt am liebsten nur für Internet-Partnerschaften, nackte Haut und Video-Livestreams. Ach so… oder teure PDF-Ausgaben wöchentlicher Magazine.

toellby

Tja… ich hab mich gestern lange mit nem Kumpel in meiner Twitter-Timeline darüber ausgetauscht!
Ich empfinde es in der Tat als Weinerei und Wichtigtuerei den Tagesablauf so darzustellen wie geschehen – “lese noch im Bett auf dem iPhone meine Mails…” – ja stark, jetzt weiss jeder das Du nen iPhone hast und “schwer busy” bist.
Mal im Ernst – mir geht eh der Sinn ab, in wie fern ein Blog überhaupt “bezahlt” werden muss bzw. was man auf einem solchen Blog an Inhalt bringen muss um eine Bezahlung durch den User zu rechtfertigen.

Ich hab jetzt extra nochmal die BT-Seite aufgerufen und finde dort keine Info, die ich nicht schon irgendwo anders gesehen/gelesen habe.
Wenn sich ein Blog über Werbung refinanzieren muss, und dieses Blog hat wirklich _guten_ Inhalt, dann soll es so sein. You get what you pay for.
Aber der Inhalt von BT rechtfertigt meiner Meinung nach diese Diskussion nicht.

Unabhängig davon dass ich denke, dass dieses ganze Gehabe hauptsächlich heisse Luft ist…

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Daniel

Ach die Zeiten von bt.de sind schon lange vorbei. Einziger Gewinner ist Robert Basic, der damit ja auch noch gut Kohle gemacht hat.

Seitdem da der Besitzer gewechselt hat interessiert mich das Blog nicht mehr. Die Diskussion um die gekürzten Feeds finde ich allerdings schon lustig. Bringt denen wenigstens nochmal ein paar Besucher. ;-)

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