Das WordPress Backup HowTo

Vor längerer Zeit hatte ich bereits mal einen kurzen Beitrag verfasst, wie ich meine WordPress Blogs sichere. Zumindest den Teil ohne Datenbank. Der heutige Tweet von Sergej Müller mit dem Hinweis auf eine einfache Backup-Anleitung hat mich dazu förmlich genötigt, noch einmal zu dem Thema etwas zu schreiben, eben weil ich diese Anleitung viel zu umständlich finde.
Dass ein Backup durchaus Sinn macht, merkt man meistens erst, wenn es zu spät ist. Entweder hat man sein FTP-Programm nicht im Griff und überschreibt Ordner, die eigentlich den aktuelleren Stand darstellen oder man hat Pech beim Update von WordPress und die Datenbank geht hopps. Beides ist unangenehm, erst recht, wenn man mit seinem Blog Geld verdient bzw. verdienen möchte. Peinlich ist es zudem, gerade im Twitter-Zeitalter, wo so ein Malheur dann nur Bruchteile von Sekunden später von der gesamten Followerschaft in die Welt hinaus posaunt wird. Wetten, dass auch eure Leser keine Gnade kennen?
Genug der Einschüchterung – kommen wir zum einfachsten Teil des Backups, dem Spiegeln der WordPress-Installation nebst Content auf der heimischen Festplatte.
Spiegeln der Daten
Ich nutze dazu schon seit jeher die Shareware Transmit, einer der beliebtesten FTP-Clients auf dem Mac. Die meisten FTP-Tools werden diese Vorgehensweise sicher ebenso beherrschen, bitte habt aber Verständnis, dass ich hier nur auf das Vorgehen mit Transmit eingehen kann.

Zunächst legt an einem beliebigen Ort auf der Festplatte einen Ordner an, in dem man die Daten spiegeln möchte. Diesen Ordner trägt man dann in Transmit in den Favoriteneinstellungen als lokalen Pfad ein. Ist das geschehen und stimmt der Ordner nach dem Verbinden mit dem überein, was man eingetragen hat, kann es mit dem Spiegeln der Daten schon losgehen. Ein Klick auf ‘Synchronisieren/Spiegeln’ (auf dem Screenshot eingekreist) fördert einen Dialog zu Tage, in dem man die Synchronisierungs-Richtung und die Synchronisierungs-Methode festlegt. Mit ‘Download’ und ‘Spiegeln’ macht ihr alles richtig.
Je nach Datenmenge und Geschwindigkeit des Anschlusses seid ihr kurze Zeit später im Besitz eines Backups, so dass die Nachtruhe erst einmal gesichert wäre. Erneute Backups gehen dann übrigens schneller über die Bühne, da dann nur noch neue oder geänderte Daten übertragen werden. Optimieren lässt sich das alles noch mit dem Einsatz von Automator, so dass ihr euch selbst darum nicht mehr kümmern müsst. Allerdings fehlt nun noch das Backup der Datenbank.
Datenbank Backup
Einmal eingerichtet ist das Backup der Datenbank ein sogenanntes set ‘n’ forget. Im Prinzip ist alles, was ihr benötigt, das Plugin WP-DBMangager von Lester Chan, welches nicht nur ein geplantes Backup auf dem Webspace ablegen kann, sondern auch noch die Möglichkeit bietet, es per Mail zu verschicken. Für solche Zwecke bietet sich ein GMail-Account an, es sei denn, ihr seid auf dem Google-is-evil-Trip.

Noch ein Tipp: ihr solltet darauf achten, dass die gzip-Komprimierung aktiviert ist, denn falls ihr einen größeren Datenbestand habt, gibt es bei den meisten Providern Probleme, wenn das Backup größer als 5 MB ist.
Das war’s schon. Einfach, oder? Für Fragen und Anregungen steht euch selbstverständlich die Kommentarfunktion zur Verfügung.
[Image Credits: Safe aus dem Finance Icon Set]
Genau das, wonach ich gerade gestern gesucht habe!
Danke!
Fein fein, bin auch gerade dabei von FileZilla auf Transmit umzusteigen. Da kommt mir der Artikel gerade recht.
Ich hab einen täglichen Cron-Job laufen der einen Dump aller Datenbanken macht, ein TAR-GZ von den Htdocs und und das dann auf einen FTP-Server weg von Webserver transportiert. Ein mal in der Woche wird dann noch /etc und paar Verzeichnisse von /lib gepackt. Damit kann ich dann zur Not auch mal den ganzen Server neu aufbauen. Geht aber natürlich nur, wenn man Zugriff auf den Server oder einen eigenen kleinen (virtuellen) Server hat.
Meine 2 WordPress Systeme, 1mal Singel und 1mal WPMU, sichere ich per MySQLDumper mittels 2 CronJobs. Dann noch 1 weiterer CronJob der die Datenpakete an Mich schickt, damit ich die Sicherungen auch auf dem Mac lokal habe.
Alle anderen Lösungen, so wie Du das beschreibst, waren und sind Mir immer noch zu aufwendig auf die Dauer, wenn ich sowas im Takt von Tagen oder Wochen haben will.
Sehr passend, eine Auffrischung tut Not bei mir.
Nebenbei bemerkt ist Deine aktuelle Postingfrequenz geradezu beängstigend.
Alternativ bietet sich auch das folgende Plugin an: http://ilfilosofo.com/blog/wp-db-backup/
Das hatte ich früher mal. Irgendwann funktionierte es nicht mehr, danach bin ich auf das von Lester Chan umgestiegen.
DB sicher ich auch so, ich hab zwar auch nen cron der alles sichert, aber ich lass mir von jeder wp install die wichtig ist so einen automatischen dump schicken, daily – und die Files tare ich mir gern weg und versionier da ein paar. dazu nehm ich aber noch der Bequemlichkeit / Gewohnheit wegen winscp, da brauchts nur einen Klick. Ein Grund von mehreren, warum das unter Wine noch bei mir läuft, obwohl auch transmit und forklift hier rumfiddeln…
Sehr schön! So werde ich es auch mal probieren.
Guter Beitrag. Danke!
Obwohl ich täglich ein komplettes Backup vom Server mache, habe ich mir jetzt zusätzlich auch noch ein WP-Backup angelegt. Danke!
Danke, sollte ich auch wieder mal machen..
Super Beitrag! Über so etwas kann man eigentlich nicht genug sprechen.
Es ist ja leider meistens so, das man immer weiß man sollte mal wieder und macht es dann doch nicht weil immer was anderes wichtiger ist. Bis zum Tag X
Dann ist Schicht im Schacht.
Ich habe auch lange nach einer brauchbaren Lösung gesucht die nicht den Eingriff meiner Person benötigt. Irgendwann kam aber auch der Tag wo der WP-DB Manager versagte.
Seitdem habe ich Navicat SQL am laufen und lasse mir mind. einmal die Woche per Script die Datenbank frisch abholen. Den Rest mache ich im Grunde auch mit Transmit so wie Du es hier beschrieben hast.
Danke, für den Denkanstoss!
Schöner Beitrag. Im Prinzip mach ich es genauso. Backup per FTP mittels Filezilla auf mein Macbook und Hazle packt spätestens nach einem Tag alles in ein RAR-Archiv und verschiebt es zusätzlich in die Dropbox. Die DB lass ich mir auch per Mail einmal am Tag senden und speicher die lokal. Dann kommt wieder Hazle und verschiebt den Kram in die Dropbox.
Beste Grüße
Lasse
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ein bisschen offTopic:
Transmit kann keinen Sync auf USB Laufwerke.
Mitbewerber Forklift, kann das schon. Leider nicht so schön und intuitiv wie Transmit.
Ich habe den Transmit-Leuten deshalb mal geschrieben.
Sie wollen das vielleicht irgendwann mal einbauen ( zumindest überlegen Sie mal darüber nach ).
Wenn andere Transmit User die gleichen Fragen stellen … vielleicht kommt das ja dann schneller mit in das nächste Update ?!
Habe ich gerade mal getestet. Funktioniert einwandfrei mit Version 4.0.6.
Man könnte das Backup via Transmit noch mit Dropbox kombinieren.
Kann man – wenn man Dropbox als Backup-Lösung betrachtet.
Mahlzeit! Ich möchte mich kurz bedanken für diesen tollen Artikel! Bis heute wusste ich nicht mal, dass mein Mac mir so viel ätzende Arbeit abnehmen kann.
Überhaupt habe ich hier ein paar coole Artikel gefunden, die mich echt weitergebracht haben. Danke noch mal!
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danke für den artikel, ich muss grad auch mal mein wp updaten, und mach mir grad bischen in die hose….
wenn ich jetzt alle daten mit dem dbmanager lokal gesichert habe heisst das dann falls es probleme beim wpupdate gibt, ich die files alle so wieder hochladen kann und das wordpress wieder läuft?
Den Inhalt der Datenbank, ja. Deine WP-Installation nebst Bildern, Themes und Plugins musst du zusätzlich sichern. Siehe “Spiegeln der Daten”.
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