Los, lauf! – 2010.003
Das Schöne am Laufen ist ja, dass man je nach Länge mehr oder minder Zeit hat, sich darüber Gedanken zu machen, mit welchen Worten man seine Überwindung des inneren Schweinehundes huldigen kann. Während des heutigen Laufs habe ich mir primär erst einmal diverse Fragen gestellt. Hat Daisy die selbe Laufrunde? Wieso hat hier keiner geschippt? Gilt das Überwinden von Schneewehen als Hürdenlauf? Was passiert, wenn die Pulsuhr die 200er Marke knackt? Gibt das einen Knall und werde ich meine Familie wieder sehen? Und – wieso habe ich fast die selbe Zeit gelaufen, wie bei trockenem Wetter? Eines weiß ich jedenfalls genau – das war einer der anstrengendsten Läufe seit langem. Und das Brennen in den Oberschenkeln kommt nicht von einem Sonnenbrand. Ich gehe jetzt mal duschen…
Nein, bei 200 gibt es keinen Knall, aber du solltest trotzdem deinen Körper kennen. Ich kenne deinen nicht, auch nicht deinen Trainingszustand, aber über 200 kann es eng werden und daher sollte man wissen, wenn man schon den Puls prüft, ob und wie lang man das aushalten kann. Taste dich rein, sei fit dabei, fühle dich gut und kenne deinen Ruhepuls. Die Erfahrung ist es wert.
Hey Frank, das war natürlich nicht so ganz ernst gemeint. 177 waren gestern Maximalpuls. Für die Verhältnisse nicht beunruhigend. Gefühlt waren es aber sicher 200 und mehr!
Bei dem Wetter auch kein Wunder, da wird der Lauf schon mal schnell doppelt so anstrengend. Ich habe immer mal 220 für 10min gehalten, dann muss ich schnell wieder in andere Zahlen kommen; aber es tut gut, wenn man die Grenze kennt und sich darauf einstellen kann.
Das schöne bei den Winterläufen ist das erhabene Gefühl danach. Auch wenn die Oberschenkel brennen sollten
…immer schön ein Schal vor den Hals – Ansonsten gints demnächst bei jedem einatmen ein Knall. Schal ist bei diesen Temperaturen schon sehr sinnvoll, da du dir sonst mit der kalten Luft die Lunge kaputt machst. Aber wahrscheinlich tust du das eh schon