“Argh, jetzt kommt der mit seinem [place-all-non-social-web-gedöns-here] are dead-Kram wieder an.” – Moment, bevor ihr auf mich einprügelt, denkt mal scharf nach, ob es euch nicht vielleicht auch so geht, wie dem Herrn Scoble und mir. Wir zwei haben vielleicht nicht viel gemeinsam – eines verbindet uns jedoch: Google Reader und Feeds waren gestern, den Input digitaler Art beziehen wir neuerdings ausschließlich via Twitter. Richtig, der Dienst hat schon die Blogosphäre gekillt, da kommt es auf die übrig gebliebenen RSS-Feeds nun auch nicht an.

Ernsthaft – all das, was ich im Feedreader vorfinde, ob es nun NetNewsWire oder Google Reader ist, habe ich bereits vorher in meiner Timeline auf Twitter lesen können. Schließlich haut fast jeder Blogger und Newsdienst Benachrichtigungen über neue Postings auch auf Twitter raus. Und seit der Einführung der Listen kann ich ähnlich Gruppierungen und Filter anlegen, wie ich es im Feedreader auch getan habe.

Habt ihr mal darüber nachgedacht, dem Feedreader aus ähnlichen Gründen Lebewohl zu sagen?

  • http://twitter.com/FLHH FLHH

    Bin ich uncool, wenn ich Feeds trotzdem mag, weil man eine Vorschau bekommt?

  • leifg

    ja

  • puzich_com

    Nö, ich haue meine Blogposts nicht an Twitter raus… Das “Alle” stimmt also nicht ganz…

  • http://www.admartinator.de ad

    @FLHH: eine Vorschau von dem, was du vorher schon angeklickt hast, weil du vor Neugier auch auf die abstrusesten Kurz-URLs geklickt hast?

    BTW: Wieso meinen eigentlich so viele Blogger ihr Taschengeld neuerdings mit Werbung in Feeds aufbessern zu müssen? Nervt…

    • http://macmacken.com/ MacMacken

      BTW: Wieso meinen eigentlich so viele Blogger ihr Taschengeld neuerdings mit Werbung in Feeds aufbessern zu müssen? Nervt…

      Werbung kann man sich zum Glück ausblenden lassen, zumindest auf dem Mac … :)

  • matwiemann

    Stimmt, ich schaue auch nurnoch sehr selten meine RSS feeds an. Wäre es nicht super wenn wir in unserem Twitter Client Links aggregiert a la twittertim.es visualisiert bekämen?

  • webharvey

    Kann ich für mich nicht sagen, da ich nur ca. 10% Überschneidungen zwischen Twitter/RSS habe. Von daher finde ich RSS immer noch sehr nützlich. Vor allem weil man direkt den Inhalt sieht beim durchscrollen (rss-reader) und nicht erst auf den Link klicken muss um an den Inhalt zu gelangen (tweet).

  • jakobd

    Ich benutze keinen Feedreader. Aber so verpasse ich des öfteren Blogpostings meiner Freunde die ich dann erst Wochen später finde. Also ehrlich gesagt find ich son Feedreader trotz Twitter gut nur ist Aufwand sich den mal einzurichten. Und darauf hatte ich bis jetzt keine Lust.

  • chengfu

    Ich habe in meinen Feeds schon viel mehr Information als ich über Twitter beziehe, schon weil ich bei Twitter wählerischer bin wem ich folge als beim abonnieren von Feeds. Was sich aber definitiv geändert hat ist mein Verhalten: Dadurch, dass ich mich dank Twitter ganztägig informiert fühle, rufe ich den Google Reader viel seltener auf – meist erst, wenn sich einige hunderte ungelesene Einträge angesammelt haben ;-)

  • http://twitter.com/FLHH FLHH

    Ich find beides super, also zwitschern und feeds. wenn apple dann tatsächlich endlich mal das tablett an den start bringt, werden feeds als technik gewiss nicht unbeachtet bleiben. vermute ich mal so.

  • http://www.admartinator.de ad

    @chengfu: gutes Stichwort – von wegen hunderte ungelesene Einträge. Das hatte ich schon ewig nicht mehr. Aus dem alten “Blogs Are Dead”-Grund. Schleißlich tut sich da lange nicht mehr so viel, wie vor Twitter-Zeiten. Mann, was hat der Reader damals geglüht…

  • http://http//magedeblog.de Basti

    Nein, da ich nicht jeden Blogger den ich lese auch in meiner Timeline habe…

  • http://www.surfgarden.de Manuela

    Mir geht es da ähnlich wie chengfu. Ich schaue seltener in den Feed-Reader. Auch der Fokus der Feeds, die ich dort lese, hat sich geändert. Themen, die bei Twitter heiß diskutiert werden, lese ich dort immer weniger, andere lieber :-).

  • Mat Wiemann

    @Basti Geht es um die Story (das Signal) oder den Autor (die Quelle)? Ich followe meinen Lieblings-Bloggern und die restlichen wichtigen Stories (starken Signale) erreichen mich per retweets (durch mein Social Filter). Bis jetzt funktioniert das gut.

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    @Mat: also nutzt du auch keine Feeds mehr, oder interpretiere ich das falsch?

  • Mat Wiemann

    @ad sehr selten.

  • http://http//magedeblog.de Basti

    @Mat Wieman es geht eher darum das einige / viele Blogger die Qualität ihrer Blogs nicht auf Twitter übertragen können / wollen!

    Twitter ist nun mal kein Chat…

  • http://blog.gilly.ws Gilly

    Also ich nutze Twitter gerne, um neue Blogs zu finden, allerdings gibt es Blogs die mir einfach zu wichtig sind, um sie nur gelegentlich im Vorbeifliegen mal zu lesen. Gut das kann auch daran liegen, dass ich fast 2000 Leuten folgen und dabei vieles im Grundrauschen untergeht. Aber eben deswegen benutze ich auch weiterhin den Feedreader. Ist einfach komfortabler :)

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    @gilly: einfach ein Liste “wichtig” anlegen und schon ist das Problem vom Tisch.

  • Mat Wiemann

    @Basti Du meinst die Comments? Oder was meinst Du mit Chat?

  • http://blog.gilly.ws Gilly

    Listen *verächtlich auf den Boden spuck*, hör’ mir doch mit dem neumodischen Schnickschnack auf! ;)

  • Mat Wiemann

    @Gilly Du followst 2000 Leuten? Ohne Filter? Wow. Viel Noise, oder?

  • http://blog.gilly.ws Gilly

    Jap, ohne Filter. Aber ich mag das so. Ich habe Tweetdeck den ganzen Tag offen und lese immer mal wieder hier und da ein wenig mit. Durch Filter würde ich zu viel interessantes und vor allem neues sicherlich verpassen.

  • http://blog.gilly.ws Gilly

    Oh und ja, das Rauschen ist mehr ein Dröhnen ;)

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    Ob man nun [x] Feeds abonniert oder [y] Leuten folgt – das Rauschen dürfte ähnlich sein. ;)
    Über eine sinnvolle Menge haben wir vor Twitter schon diskutiert. Fazit war gleich – muss jeder selber für sich entscheiden.

  • http://blog.gilly.ws Gilly

    Neee, da ist nen Riesenunterschied. Bei Twitter gibt es zwischen den Blogartikeln (so diese denn überhaupt dort angekündigt werden) ja dann auch noch “Trinke Kaffe, bin kacken, gehe einkaufen” etc…

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    Ah, dann meinst du mit Rauschen also eine Klospülung…

  • http://blog.renefischer.ws/ René Fischer

    Och nö, nicht schon wieder. Twitter und ein Feedreader haben ungefähr so viel miteinander zu tun, wie eine Kuh mit einem Auto.

    Twitter ist toll, keine Frage. Aber es ersetzt in meinen Augen keinen Feedreader. Niemals nicht. Bei Twitter gehen mir viel zu viele interessante Verweise durch die Lappen, weil ich mich schlicht und ergreifend weigere auch nur mehr als die letzten 5 Tweets zu lesen, wenn ich mal längere Zeit nicht getwittert habe. Alles andere wäre auch mehr als kontraproduktiv, weil die interessanten Verweise in der Vielzahl von reinen Statusmeldungen untergehen.

    Beim Feedreader ist das was anderes. Dort kommt sozusagen nur die Essenz an. Befreit von all dem Bloat, der auf Twitter die meisten Timelines beherrscht.

    Für mich wäre es allein vom zeitlichen Faktor her nicht machbar, meinen Feedreader durch Twitter zu ersetzen. Ich bräuchte wahrscheinlich die 10-fache Zeit um auf den gleichen Informationsstand zu kommen und hätte dennoch das Gefühl etwas übersehen zu haben.
    Abgesehen davon kann ich im Feedreader die Artikel im Volltext lesen. Die 140 Zeichen bei Twitter sagen doch selten etwas über den Gehalt und nur manchmal etwas über den Inhalt des Artikels aus.
    Twitter bleibt was es ist. Ein Kommunikationswerkzeug. Ein nettes Spielzeug. Ein Zeitvertreib. Für mich gibts da keine Frage ob Twitter den Feedreader killt. Auch wenn ich dir beim Sterben der Blogs gerne zustimm.

  • http://blog.gilly.ws Gilly

    *applaudier* @ René

  • http://www.admartinator.de ad

    @René: “Ich bräuchte wahrscheinlich die 10-fache Zeit um auf den gleichen Informationsstand zu kommen und hätte dennoch das Gefühl etwas übersehen zu haben.”

    Die Frage ist doch: wieso musst du unbedingt auf einen “Informationsstand” kommen? Wieso muss man unbedingt alles lesen, was im Feedreader steht? Wieso nicht lieber eine Art “Random Input” – so ähnlich, wie die “Explore”-Funktion auf Posterous? Wenn das, was du verpasst hast, wirklich gut und wichtig war, wird auf Twitter sicher eh mehrfach darauf hingewiesen. ;)

  • http://blog.gilly.ws Gilly

    “Wenn das, was du verpasst hast, wirklich gut und wichtig war, wird auf Twitter sicher eh mehrfach darauf hingewiesen. ;)”Eher nicht, Mainstream Quatsch wie Robert Enke und solche Sachen erfährt man sicherlich auch sofort auf Twitter. Aber in meinem Feedreader sind viele Spartenblogs, zu denen sich nicht immer thematisch passende Twitterer finden lassen.

  • TabTwo

    Da gabs früher etwas ungemein praktisches, hieß NNTP und wurde zur schnellen Verteilung von Nachrichten verwendet. War halt nicht so bunt.

  • http://blog.renefischer.ws/ René Fischer

    @ad: Stimmt schon. Ich MUSS gar nichts. Vor allem ist der Informationsstand natürlich stark subjektiv und eigentlich auch nur schwer zu definieren.Was du vertrittst ist die Theorie “Wenn eine News wichtig ist, wird sie ihren Weg zu mir finden”. Ich zweifel nicht daran das diese Theorie stimmt. Woran ich aber zweifel ist, das sie für mich sinnvoll ist. Ich brauche ein gewisses Grundlevel an Information.
    Ich habe ohnehin nur noch das absolute Minimum an Feeds in meinem Feedreader abonniert. Private Blogs habe ich schon vor langer Zeit aus meinem Feedreader geschmissen, weil dort meistens ohnehin nur irgendwelche Tech-News oder Fun-Content wiedergekäut wurde. Und falls doch mal eine Perle in einem privaten Blog auftaucht, findet sie ihren Weg via Rivva zu mir. Darüber hinaus vertraue ich bereits zu einem Großteil der o.g. Theorie in dem ich im Google Reader einer Auswahl von guten “Filtern” folge, die scheinbar mehr Zeit haben wie ich. Die lesen für mich all die Quellen lesen die ich nicht mehr lesen mag und sharen das Best of. Tolle Sache. Bei Twitter würde das nicht funktionieren.

  • beetfreeq

    Ich sehe auch keinen Zusammenhang zwischen Twitter und einem Feedreader, abgesehen von der Tatsache, dass viele Blogger ihre Posts auch auf Twitter bekannt machen.

    Über Twitter bekomme ich mit, was andere so tun, welche interessanten Fundstücke sie im Web entdeckt haben und tausche mich mit Bekanntschaften aus. Wenn ich grad Zeit habe, klinke ich mich in das Getwitter ein, mache mit, wenn keine Zeit da ist, bleiben auch mal massenhaft Tweets von mir ungelesen.

    Das gern zitierte “Grundrauschen”, also die für bestimmte Themen nicht wirklich relevanten Tweets sind da einfach auch mit Listen viel zu groß, ebenso die Gefahr, bei mehreren 100 Leuten in der Timeline wirklich interessante Beiträge zu verpassen. Außerdem kann mir Twitter nie mehr bieten, als einen Post-Titel und einen Kurzlink, ins Blog klicken und damit auch gleich wieder die ganze Seite mit allem Klimbim laden muss ich immer noch selbst.

    Ein Feedreader ist dagegen ja im Endeffekt eine Bündelung der eigentlichen Inhalte und nicht nur der Verweise darauf! Wenn ich täglich im Google Reader meine Feeds durchgehe, habe ich immer sofort den ganzen Inhalt auf dem Schirm, überfliege uninteressantes und lese interessantes aufmerksam durch. Ein Klick ins eigentliche Blog erfolgt nur dann, wenn ich kommentieren will, oder dort ein Mehrwert z.B. in Form eines Videos oder so zu finden ist, der im Feed nicht dargestellt wird. Aus dem Grund hasse ich gekürzte Feeds auch wie die Pest und solche werden von mir viel weniger gelesen als ungekürzte.

    Fazit: Ohne meinen Feedreader könnte ich unmöglich die mehr als 100 Blogs, die ich täglich lese, sinnvoll verfolgen. Würde sich das alles stattdessen nur auf Verlinkungen bei Twitter verlagern, müsste ich resignieren. Ich kann doch nicht mehrere 100 Links am Tag aus den 1000 anderen Tweets der Blogger rausfiltern und durchklicken, in der Hoffnung, was interessantes zu finden.

    Genau wie Twitter nie ein Ersatz für Blogs geworden ist oder werden wird, kann es definitiv auch nie einen guten Feedreader ersetzen!

  • http://blog.gilly.ws Gilly

    “Genau wie Twitter nie ein Ersatz für Blogs geworden ist oder werden wird, kann es definitiv auch nie einen guten Feedreader ersetzen!” <– Das unterschreibe ich so.

  • http://blog.renefischer.ws/ René Fischer

    @ad: Ich selektiere hier aber wesentlich stärker. Ich bin noch vor wenigen Wochen knapp 300 Leuten bei Twitter gefolgt. Mittlerweile sind es nur noch 60 und es werden wohl noch einige unfollowed. Ich stelle bereits fest, das der Wert der Informationen und der Mehrwert für mich bei Twitter da durch extrem zugenommen hat. An der Schraube werde ich garantiert nicht mehr drehen, und wenn dann nur nach unten.

    Und Random-Input? Hmm… ich weiß nicht. Dafür ist mir meine Zeit zu schade. Die spärliche Freizeit die ich neben Job und Familie habe, will ich sinnvoll nutzen. Dazu hilft mir ein bisschen Struktur perfekt. Twitter ist, wenn es um strukturierte Informationsgewinnung geht, die reinste Zeitverschwendung.

  • http://www.admartinator.de ad

    @Gilly

    Genau wie Twitter nie ein Ersatz für Blogs geworden ist oder werden wird, kann es definitiv auch nie einen guten Feedreader ersetzen!

    Das nicht – aber Twitter hat die Blogs ausgedünnt, die Backlinks / Trackbacks gekillt und wird sicher auch einen weiteren Einfluss in die Anzahl der Feedabonnenten haben.

  • http://blog.gilly.ws Gilly

    Man wird sehen, was die Zukunft bringt. Bei mir steigt die Feedleserzahlen auf jeden Fall fast analog zu den Followern (Verhältnis 1:3).

  • http://www.macmind.de Kerstin

    Bei mir überschneidet sich da nicht viel und wenn bekomme ich es nicht mit, weil ich Twitter nur mitlaufen lassen könnte, wenn ich zuhause arbeite. Also warten Feeds wie Twitter, bis ich an meinem heimatlichen Schreibtisch sitze und Zeit finde. Ich lese weder alle Tweets noch sämtliche Feedeinträge.

    Sicherlich ist Twitter als Infotool in letzter Zeit wichtiger geworden, aber es gibt genug Feeds, deren Inhalt nicht getwittert wird. Auf Twitter kann ich verzichten, auf die Infodichte eines Feedreaders, der von Freizeit bis beruflich Wichtiges alles abdeckt, nicht.

  • http://blog.renefischer.ws/ René Fischer

    Das nicht – aber Twitter hat die Blogs ausgedünnt, die Backlinks / Trackbacks gekillt und wird sicher auch einen weiteren Einfluss in die Anzahl der Feedabonnenten haben.

    Das bestreitet ja auch niemand. Das liegt aber viel mehr an der Möglichkeit via Twitter schnell Artikel zu empfehlen. Das bedeutet aber nicht, das neben dir noch eine signifikante Mehrheit ausschließlich noch über Twitter liest ;)

  • http://www.admartinator.de ad

    Das habe ich ja auch nie behauptet. Nur der Scoble et moi.

  • http://twitter.com/FLHH FLHH

    “es gibt genug Feeds, deren Inhalt nicht getwittert wird.”

    Danke!

  • Oliver

    Also bei mir wäre die Überschneidung auch sehr gering. Twitter sehe ich persönlich ganz und gar nicht als RSS Feed Ersatz. Darüber hinaus benutze ich Feeds nicht nur für Blogs, sondern auch für andere Geschichten (SVN usw.).

    Interner, also nicht öffentlicher Content wäre ohne RSS auch nicht zu konsumieren, da so was mit Sicherheit nicht über Twitter geschickt wird.

    Einen gewissen Einfluss von Twitter auf die so genannte Blogosphäre spreche ich aber auch nicht ab. Die ist wohl da. Aber stören tut es mich nicht. Ich nutze beides sehr gerne und auch weiterhin. Ich habe sogar eher in letzter Zeit das Gefühl die Performance von Twitter hätte doch sehr nachgelassen. Kann aber natürlich auch nur auf meinen eingeschränkten Blickfeld zutreffen.

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    Apropos Danke – Danke für die tolle Diskussion! :upten:

  • http://www.nasendackel.de Christoph

    Kann ich nicht bestätigen, denn bei Feeds sind einfach sortierter. Bei Twitter ist die Nachricht dann zwischen 500.000.000 anderer Tweets. Ich kann ja auch nicht ständig Twitter anhaben, denn man muss ja schließlich auch noch arbeiten…

  • webharvey

    Ich habe durchs Twitterrauschen ein paar guten Blogs gefunden die nun als RSS “mitleben”. Aber bei Blogs/RSS muss man sich Zeit nehmen und was in Ruhe schreiben und nicht mal eben “hinrotzen” wie es in Twitter manchmal scheint. Von daher finde ich RSS einfach fundierter und aussagekräftiger. Als kurze Info ist Twitter nicht schlecht, aber kann auch untergehen und im RSS-Reader nehme ich mir einfach mehr Zeit das ganze zu lesen.Und Qualitätsblogs werden nie von Tweets ersetzt werden ;)

  • beetfreeq

    “Das nicht – aber Twitter hat die Blogs ausgedünnt, die Backlinks / Trackbacks gekillt und wird sicher auch einen weiteren Einfluss in die Anzahl der Feedabonnenten haben.”

    Blogs ausgedünnt ja – es gab viele, die einfach nur zusammenhangslos ihre täglichen Gedanken oder Webfundstücke gebloggt haben, für die Twitter nun eine bessere Alternative geworden ist. Wer aber wirklich was ausführliches berichten will, bleibt bei seinem Blog.
    Backlinks/Trackbacks sind allerdings in meinen Augen lange nicht tot. Zwar werden Tweetbacks immer wichtiger, wenn es nur darum geht, einen Link zu empfehlen. Wo aber zu einem Beitrag eine weiterführende Diskussion auf einem anderen Blog stattfindet, da werden Trackbacks weiterhin sehr wichtig bleiben. Vor allem auch im Bereich von Blogparaden und Blogprojekten.

    Was den Einfluss auf die Feed-Abonnenten angeht, kann ich bisher nichts negatives feststellen, obwohl ich fast alle Beiträge auch auf twittere. Im Gegenteil: Meine Feedleserzahlen sind in den letzten Wochen stark angestiegen und überholen den Anstieg der Follower mittlerweile deutlich. Vor einer Weile hatte ich noch etwa 3x so viele Follower wie Feedleser, mittlerweile sind es nur noch doppelt so viele, beide Zahlen steigen aber.

  • Marcel

    Ich bin froh, dass es Feeds (noch) gibt. Über 300 hab ich abonniert und die spucken mir jede halbe Stunde Schönes, Neues und jede Menge Mist aus, aber ich liebe es mich da einfach in Ruhe durch zu klicken und alles der Reihe nach anzusehen. Mit Twitter allein wäre das schier unmöglich.

  • Holger Vogt

    Beim Feedreader bestimme ich die Tiefe: nur die Headline, das Abstract oder gleich der ganze Post? Beim Scannen weiß ich genau, bei welcher Quelle es sich lohnt, genauer hinzuschauen. Bei den meisten reichen mir die Headlines. Wenn ich es genauer wissen will, bleibe ich im gleichen Medium. Sehr praktisch. Twitter ist mir da zu undifferenziert. Alles 140 Zeichen lang, sprich nur Headlines, und weiteres immer nur auf externen Links. Feeds oder Twitter? Beides.

  • Stephan

    Warum es nicht einfach als Verschiebung in der Handhabung ansehen? Immer dieses schwarz/weiß-Denken… Tsts

    Mein Feedreader fungiert für mich zum Aggregieren von Webseiten, in denen ich Informationen vermute, die mir wichtig sind. Diese werden aber zusätzlich gefiltert, um so eine wesentliche Konzentrierung auf Themen zu gewährleisten.

    Twitter verfolge ich eigentlich nur rudimentär bzw. nutze ich dort vermehrt Listen und Filter, um nach Themen zu sortieren. Twitter hat den Vorteil, dass man sofort interagieren kann.
    Im Zusammenspiel stellen also Feedreader und Twitter eine Art Nachrichtenzentrale dar. Und mehr auch nicht.

    Wenn immer gleich alle Technologien bei Erscheinen von Neuem für tot erklärt worden wären, dann würde es Posterous eigentlich auch nicht mehr geben. Browser sind ja so was von 1997…

  • http://www.admartinator.de ad

    Die Headline ist bewusst provokativ. Wie immer bei mir. Hätte ich ich schreiben sollen “Feeds Are Almost Dead”? ;)

  • MarcelR

    Ich würde es unterschreiben, wenn ich 24/7 in Twitter online wäre, um alles dort mitzubekommen, doch wenn ich mir mal ein Wochenende gönne, an dem ich auf Internet verzichte, ist Twitter eher wieder der See, in den man wieder hineinspringt und mein RSS-Reader noch der Ort, an dem ich auf Posts von vor 2 Tagen noch hingewiesen werde, die ich via Twitter nicht mitbekommen habe. Ich kenne keinen, der versucht Tweets über mehrere Tage nachzuvollziehen.

  • Stephan

    @ad Weiß ich doch. Wie oft Du schon den Untergang von Blogs beschwört hast… :)

  • http://blog.gilly.ws Gilly

    Ich stimme @Holger Vogt zu. Ein Twitter oder Feeds gibt es nicht. Beides ist für mich irgendwie im Moment nicht wegzudenken. Vielleicht entwickelt sich Twitter ja noch weiter und ist in 2 Jahren ganz anders (oder ganz weg). Momentan gibt es auf jeden Fall für mich kein entweder oder.

  • http://www.mactomster.de Tom

    Ich nutze beides und das ist gut so. Auf RSS will ich nicht verzichten!

  • Christian

    also ich habe meinen Google Reader stark ausgedünnt aber wegwerfen will ich ihn nicht. mehr als 20 Feeds lasse ich aber nicht mehr zu ich hatte schon mal knapp 90. viele sites habe ich jetzt in den Favs unter “Lesen!”. Einmal die Woche sage ich dem Safari er soll die alle gleichzeitig öffnen und geh dann Kaffee holen. Finde ich aber auch spannend. Vieles kannte man tatsächlich schon aus Twitter. Mein Tipp: Sucht euch ein paar META Feeds. Ich decke mit dem Rivva Feed schon viel ab!

  • Vincent

    Ich mag twitter nicht, werde twitter nie mögen und bleibe meinen Feeds treu.

    Warum ich twitter nicht mag, muss ich dabei gar nicht großartig anführen – nimm einfach alle irgendwo schon mal genannten Gründe zusammen, denn sie treffen für mich fast alle zu…

    Ich liebe meinen Google Reader, da bekomme ich zu lesen, was ich lesen will. Das was an getwittere möglicherweise interessant sein könnte für mich, interessiert mich eh nur bei privaten Freunden und die blubbern es i.d.R. auch bei facebook oder sonst wo raus…

    Auf jeden fall war ich grad aber etwas überfordert als ich von null auf gleich 20 neue Admartinator Beiträge im Reader hatte o_O

    Das einzige was halt schade ist, ist dass vor twitter echt noch interessante Beiträge in diesem Blog und vielen anderen Blogs zu lesen waren und das heutzutage in der Tat sehr ausgedünnt ist. DIeser 160 Zeichen (oder waren’s 140?) twitter-Dünnpfiff, wovon 30 Zeichen eh ‘ne TinyURL o.ä. sind, interessiert mich einfach null.
    Ich will wieder wie früher gut geschriebene Artikel lesen =(

    Aber ich werfe es hier natürlich niemandem persönlich vor, dass er es nicht mehr tut – ist natürlich in allererster Linie eine Zeit- und Motivationsfrage.

  • http://leumund.ch Christian Leu

    Also ich benutze den Google Reader auch nur noch 1 mal die Woche. Mittlerweile sehe ich die Shared Items meiner Freunde schon in Google Buzz damit reduziert sich der Zeitaufwand in Reader vorallem auf das Mark all as Read. Man darf aber nicht sagen dass RSS Feeds tot sind. Es ist nach wie vor eine gelungene Technik um Daten zu verteilen. Nur braucht es immer mehr Dienste wie Rivva die die Daten automatisiert nach Relevanz bewerten. (Und es braucht auch weiterhin Leute die Feeds lesen damit die Relevanz überhaupt entstehen kann). Key von allem wird aber dass auch die grosse Masse Retweetet und Share’t was ihnen Relevant vorkommt.

  • http://mephisto.zitronet.de limone

    ich nutze feeds und twitter. tatsächlich habe ich sogar einige twitterstreams als rss feed abonniert und lese/archiviere sie im online-feedreader. neben blogs verfolge ich auch eine menge photostreams und sogar einige facebook-inhalte im feedreader. ohne rss würde mir definitiv was fehlen.