Modernes Webdesign

Vor einiger Zeit war ich auf der Suche nach empfehlenswerter Literatur zum Thema Webdesign. Zu den Fundstücken von damals gesellt sich nun ein weiteres Werk hinzu, welches Manuela Hoffmann, bekannt durch ihre Webseiten surfgarden und pixelgraphix, verfasst hat. Modernes Webdesign – so lautet der Titel, und ebenso modern und ansprechend ist auch der Inhalt. Verglichen mit dem bisherigen Lesestoff, den ich zu diesem Thema verkonsumiert habe, ist dieses Buch mit großem Abstand am lesenswertesten, weil man merkt, dass es aus der Praxis heraus entstanden ist. Für mich die Pflichtlektüre eines Webdesigners.
Apropos lesenswert – hat jemand von euch vielleicht schon Webseiten erstellen für Einsteiger von Daniel Mies gelesen? Als Einsteiger würde ich mich zwar nicht mehr bezeichnen, doch der jQuery-Teil scheint interessant zu sein. Ich würde ja Daniel gerne selber fragen, nur ob der mit der Antwort auf diese Frage so objektiv ist?
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Das Buch von Herrn Mies würde mich auch interessieren. Genau wie du interessiert mich da der jquery kram….
Ansonsten frag ich immer, warum man aber generell Bücher braucht. Steht doch alles im Netz….
Ja, so’n Buch in der Hand ist (mittlerweile) schon etwas Besonderes. Früher habe ich mir zu allen möglichen Themen Bücher gekauft, jetzt nur noch zu “ganz besonderen Anlässen”.
Frohe Ostern!
Es steht vielleicht alles im Netz, ABER du mußt dir alles zusammensuchen was du brauchst und es gibt keine Konsistenz bei den Sachen, die du dir anschaust… In einem Buch hast du alles Kapitel für Kapitel und man liest sich immer weiter in das Buch rein, am Ende eines Buches müssen die Basics nicht mehr beschrieben werden, weil bekannt, bei jedem Internettutoial fängt man immer wieder bei null an…
Gleichfalls mein Freund
Das Buch vom Daniel Mies (übrigens Danke Daniel für die ecto Lizenz) ist vorgemerkt.
Ebenso wie das von Manuela. Ein Kommilitone schwärmt geradezu von ihr. ^^
Von ihr oder dem Buch?
Ich habe in beiden schon geblättert. Das Buch von Daniel ist nicht uninteressant und schön gemacht, was mich aber “abschreckt” sind die Einstiegskapitel zu html, die man halt irgendwann nicht mehr sehen kann. Manuelas Buch ist, denke ich, für Profis und nicht unbedingt für die Hobbybastler, die mal eben WordPress anpassen oder eine kleine Site aufziehen. Ich lasse mich aber gerne anderweitig überzeugen.
Das Problem bei Büchern in der IT-Branche ist leider, dass sie im Laufe der Zeit vollkommen wertlos und nur noch für die Altpapiersammlung geeignet sind. Ich finde diese Bücher sehr schön und respektiere die Mühe und Kraft, die hinter so einem Werk steht, sehr. Bücher in dieser Branche sind immer ein großer Kompromiss irgendeiner Art. Ich finde es allerdings toll, dass es Menschen gibt, die ihre Arbeit mit so viel Liebe (zum Detail) machen. Respekt!
Zu dem Buch von Herrn Mies: Ich kenne es überhaupt nicht, hoffe aber, dass sein Nachname nicht mit der Qualität seines Buches gleichzusetzen ist
Hmm also der jQuery Teil behandelt die ersten Schritte mit jQuery. Schwer zu sagen, wieviel Euch das noch bringt.
Ich würde mal sagen es ist ein erster Einstieg der ohne JavaScript-Kenntnisse vollzogen werden kann. Was man halt auf 37 Seiten so packen kann.
@Kerstin: Vielen Dank
Bei den Themen HTML, CSS und bedingt auch jQuery muss ich Dir aber widersprechen: Das sind Themen die so schon seit fast einem Jahrzehnt “aktuell” sind und die auch mit kommenden Versionen von HTML und CSS gültig bleiben. Das kann man nicht mit anderer Literatur vergleichen die Programmiersprachen und Gestaltungstrends beinhaltet.
@Rafael: Den Spruch kenne ich schon
@Christoph: Warum siezt Du mich plötzlich?
PS: Bin ich heute wieder kommunikativ
Wenn ich mir angucke wie HTML und CSS vor 10 Jahren waren und wie es heute ist, so muss ich definitiv sagen, dass sich sehr viel geändert hat. Es geht hier auch nicht unbedingt um die Standards (die sich auch geändert haben), sondern um den Umgang. Die meisten Autoren, die Bücher zu einer Thematik verfassen, geben in den meisten Fällen auch nur die Meinung der Allgemeinheit wider, da die Inhalte auf Recherchen aufbauen.
Wenn ich mir Bücher von 1997 angucke, die ich hier noch herumliegen habe, und die das Thema HTML und CSS behandeln, dann kann ich aus heutiger Sicht nur noch meinen Kopf schütteln. Wenn ich mir 200 Jahre alte Bücher angucke, dann sind sie bezogen auf einigen Thematiken hochaktuell oder zumindest unterhaltend.
Ich schätze eure Arbeit, doch es ist ein schwerer Job.
@Rafael: Gut aber das bedeutet ja nicht, das ein Buch das sich an den Standards orientiert ebenfalls in naher Zukunft veraltet ist. Der Sinn der Standards ist ja, das es in zehn Jahren noch richtig dargestellt wird.
Früher waren halt Tabellenlayouts üblich was aber vor allem an der mangelhaften Unterstützung von CSS lag. Die aktuellen Versionen von HTML und CSS bzw. die vom w3c festgelegten Standards gelten allerdings schon länger.
Ich gebe Dir aber recht: Wenn in 5 Jahren jemand ein Buch zu diesem Thema schreibt wird er trotz gleicher Basis einige Dinge sicherlich “moderner” umsetzen. Ebenso wie man auch Themen im Buch schon jetzt anders erklären und beschreiben kann. Auf meinem Mac liegen einige Dokumente in denen manche Kapitel anders aufgebaut waren und manche Themen könnte man ausführlicher beschreiben während andere bei anderen sicherlich kürzer gehalten werden. Aber daher freue ich mich ja auf jedes Feedback zum Buch denn nur so kann man das verbessern.
Das “schwere” an dem Job ist eigentlich die Zeit, die man in ein Buch investieren muss. Bei mir fast 6 Monate in denen man sich konsequent motivieren muss und “nebenbei” noch die Dinge erledigen muss die man auch sonst erledigt. Spaß hat es allerdings im Endeffekt schon gemacht und der Moment in dem ich mein eigenes Buch in Händen hielt war schon schön.
@daniel: Das mit dem Herrn sagt mal hier einfach so
Oh, Herr Schröder, vielen Dank für die Aufklärung…
Das Buch ist wirklich klasse, hab ich mir gestern auch gegönnt.
40,-EUR scheinen auf den ersten Blick vielleicht etwas viel für ein Buch über ‘Webdesign’ (eigentlich bin ich bisher der SELFHTML Sparfuchs ohne Bücher gewesen…) aber es lohnt sich wirklich!
Praxisbezogene Inhalte & tolle Aufmachung! Macht richtig Lust auf Webdesign!
Ich habe mir beide Bücher bestellt. Sind seit Donnerstag auf den Weg zu mir. Klingt gut was du schreibst.
Also bei Manuelas Buch bin ich ja schon objektiv
Das Buch ist genial und wie ad schon schreibt eine Pflichtlektüre für Webdesigner.
Ich selber habe das Buch “Modernes Webdesign” noch nicht in meine Händen gehalten, wobei ich bis jetzt nur gute Kritik gehört habe.
Der Preis von 40EUR hat mich bis jetzt abgeschreckt und wenn man einen Blick nach Amerika wirft kosten dort ähnliche Bücher mit Mehrwertsteuer und Zoll die Hälfte.
Was mich auch dazu bewegt hat gleich mal bei dem günstigen Dollarkurs eine größere Bestellung aufzugeben.
Hier stellt sich natürlich auch die Frage, in denen Anwendungen mithalten können, die anfangen Literatur in die Anwendung zu integrieren, die viel einfacher online aktualisiert werden kann. Momentan gibt es hauptsächlich nur Referenzen als Literatur, wobei ich denke, dass sich dies in naher Zukunft ändern wird. Das ist natürlich auch ein guter Punkt für Autoren in dieser Hinsicht mit Software-Entwicklern zu kooperieren und ein völlig neuer Absatzmarkt zugleich. Die Arbeitsweise ist auch nicht die gleiche, da man ähnlich zu Software “Updates” und Revisionen eines Buches herausgeben kann.
Nur nebenbei: Die Seite ist mit einem Datenbankfehler offline.
Das ist nicht so cool!
Die Datenbank hat anscheinend den Ad-Effekt nicht überlebt
@Rafael: Irgendwie sehe ich das anders. Literatur die in Anwendungen integriert ist wirkt zwar im ersten Moment total genial aber im Endeffekt ist es nur schlecht nutzbar. Ich spreche hier übrigens aus eigener Erfahrung denn ich habe mein Buch vor dem Druck auch als PDF zur letzten Kontrolle bekommen und 350 Seiten am Bildschirm zu lesen ist einfach ätzend. Also hier sehe ich in naher Zukunft keine Änderung in diese Richtung. Versuch einfach mal ein Buch am Schirm zu lesen.
Ausserdem sind digitale Kopien immer ein Risiko für den Verlag: Ganz schnell findet man dann Kopien auf irgendwelchen Tauschbörsen und nachdem man selber mal Zeit in so ein Produkt investiert hat ändert sich sehr schnell die eigene Meinung zu Tauschbörsen gewaltig.
@Adrian / Alexander: Welche Seite?
Bei digitalen Inhalten kann der Verlag als Vermittler entfernt werden und somit der Profit eines jeden Autors gesteigert werden, was ich nur mehr als begrüßen kann. So schnell wie sich Bücher im Internet verbreiten können, so schnell machen sie das auch offline. Tagtäglich sieht man an der Uni Studenten, die gute Fachliteratur vollständig kopieren. Das machen sie in solchen Mengen, dass einem schon fast der Kopf weh tut. In Zeiten von E-Book-Readern und der immer präsenter werdenden Technologie wird sich auch die menschliche Wahrnehmung, was das Lesen am Bildschirm betrifft, ändern.
Wenn man selber ehrlich ist und das Produkt an ehrliche Kunden verkauft, dann kann man davon sehr gut leben, auch wenn irgend jemand meint das Werk kopieren zu müssen. Es gibt zahlreiche erfolgreiche Positivbeispiele von Büchern, die ausschließlich über das Internet vertrieben wurden. Man kann sich eine PDF-Datei oder ähnliches auch ausdrucken, wenn man überhaupt nicht auf den Bildschirm klar kommt. Durch den Wegfall von Verlagen und die einfachere Distribution plus drastische Reduktion der Produktions- und Vertriebkosten kann man einen konkurrenzfähigeren Preis anbieten, der für die jeweiligen Leser auch den Druck auf den eigenen Geräten gerechtfertigt.
Naja, Rafael ich sehe das ganz anders und ich kann mir momentan nicht vorstellen ein Buch ohne Verlag zu veröffentlichen. Viel zu viele Hilfestellungen was Marketing und Qualitätskontrolle angeht, würden mir dann fehlen. Wenn Du gerne Bücher am Bildschirm liest dann kannst Du das natürlich machen aber in naher Zukunft wird sich da nichts grundlegendes ändern.
Noch ein Argument für den richtigen Druck und gegen den Vertrieb von digitalen Kopien: Ich persönlich will ein Buch in der Hand halten mit Umschlag und allem drum und dran. Wenn ich eins meinen Freunden schenken will dann möchte ich Ihnen da keine Notiz mit Adobe reinschreiben sondern richtig mit meinem Stift und ich hab auch keine Lust immer Bücher auszudrucken und dann zwischen Papierbergen unterzugehen.
Sollte die Entwicklung wirklich in die Richtung gehen, das es nur noch digitale Bücher gibt würde ich sicherlich kein Buch mehr schreiben. Jetzt mal ernsthaft: Computer schön und gut aber ich will auch mal weg von der Kiste und ich für meinen Teil lese auch gerne Fachliteratur ohne am Mac zu sitzen. Das Buch von Manuela hab ich komplett auf der Couch, weit weg von meinem Schreibtisch, gelesen.
Übrigens: Ich hab mein Buch nicht geschrieben weil ich damit viel Geld machen wollte und ich würde auch keins schreiben wegen dem Geld. Also verzichte ich auch aus diesem Grund gerne auf die womöglich lukrativere Variante einer digitalen Veröffentlichung. Abgesehen davon das ich nicht glaube das ein digitales Buch von mir so häufig gekauft worden wäre wie es momentan schon gekauft wurde. Und hier wirkt sich dann wieder der Verlag positiv aus, der Werbung macht und die Bücher an die Buchhandlungen vertreibt. Wenn Du bedenkst, das man an einem Buch im Endeffekt fast ein Jahr sitzt dann möchte man als Autor auch wenigstens die Möglichkeit haben richtig auf dem Markt zu erscheinen und nicht darauf zu hoffen, das ein paar Leute über die eigene Webseite stolpern.
Als Außenstehender habe ich das vorher auch anders gesehen aber die Meinung ändert sich schnell, wenn man mal selber ein Buch schreibt. Das ist so ähnlich wie die Leute die zunächst auf Dreamweaver schwören und dann entdecken wie toll ein einfacher Editor sein kann.
Also ich habe das “Webseiten erstellen”-Buch. Eigentlich ist es echt klasse, wenn man, wie ich, ein Noob ist, allerdings hat es auch leichte Schwächen.
In der Regel will man oft als Anfänger doch alles sehr genau verstehen oder zumindest erklärt bekommen. Manchmal tauchen in den ersten Kapiteln (bin jetzt bei 4.6) immer wieder Code-Snippets auf, die nochmal geändert oder später korrigiert werden müssen. Das wird dann nicht genau erklärt oder darauf hingewiesen. Dann sitzt man vor dem Rechner und bekommt ein anderes Ergebnis und fragt sich warum. Ich hatte ein paar Stellen kleine Schwierigkeiten, die man aber bei einer Gesamtbetrachtung vernachlässigen kann.
Sehr schön ist aber auf jeden Fall von Beginn an, dass man sich wirklich bis auf die kleinen Ausrutscher an die Handgenommen fühlt und Editoren, FTP-Programme und kleine Hilfsmittel empfohlen bekommt und die in einem kleinen Workshop, bei der man schon mal eine Visitenkarte auf seiner Domain anspickt, austestet und probiert.
Nach diesem kleinen Erfolgserlebnis freut man sich schon auf das weitere und ist wirklich motiviert. Außerdem ist der Sprachstil sehr gut, so dass man dabei bleibt und sich angespornt fühlt. Zu iQuery kann ich noch nix sagen, ich geh ganz systematisch von vorne nach hinten durch.
Lustig sind auf jeden Fall immer die genialen Bilder von Jojo, die das ganze Buch noch unterhaltsamer machen.
Ich kann das Buch also mit bestem Wissen und Gewissen bisher absolut empfehlen. Habe ich bisher auch schon bei meinen Kommilitonen gemacht.
jQuery schnell und einfach: http://jqueryfordesigners.com/
Dort findest du eventuell, was du suchst. Auch in deutscher Sprache gibt es das eine oder andere tolle Tutorial, ebenso sind auf meinem Blog einige Hinweise und Tutorials, so dass man diesen Part recht gut nachlesen kann, was aber den Inhalt des Buches nicht schmälern sollte.
@Lux: Schick mir doch mal ne Mail an info [at] webseiten-buch.de und beschreib mir genau, wo diese Fehler auftauchen. Das kann ich ja für eine nä. Auflage oder event schon für den nächsten Druck wieder verbessern.
@daniel: Mail ist raus.
Schön, dass ich hier über dieses interessante Buch stosse. sofort bestellt, endlich wieder mal ein Buch…